Liebe Leserin, lieber Leser,aus der Tierwelt berichtet das Handelsblatt in der Regel nicht, mit Ausnahme von gestrandeten Walen vielleicht, die Auswirkungen auf Wahlen haben könnten. Das könnte sich aber angesichts der dramatischen Lage der deutschen Wirtschaft schnell ändern. Denn die häufig beklagte mangelnde Flexibilität und Effizienz, die die Arbeitswelt erfasst haben, lassen sich nach Einschätzung von Forschern auch auf chronobiologische Ursachen zurückführen.Und schon sind wir mittendrin in der Tierwelt. Denn die Wissenschaft teilt die Beschäftigten in Eulen und Lerchen, die sinnbildlich für die unterschiedlichen chronobiologischen Eigenschaften der Menschen stehen. Die sind zum einen wenig beeinflussbar, da genetisch bedingt, zum anderen aber angeblich dafür verantwortlich, zu welcher Zeit wir möglichst gute Leistungen erzielen.Ergo ist, wer nicht nur früh aufsteht, sondern auch früh zur Schicht geht, eine Lerche. Wer dagegen erst bei schwindendem Tageslicht zur Höchstform aufläuft, wird der Spezies der Eulen zugeordnet. Und da ja mittlerweile der Trend dahin geht, dass dem Menschen nicht mehr allzu viel zuzumuten ist, liefert die Forschung die entsprechende Empfehlung gleich mit: Die Wirtschaft sollte schlicht ihre Produktions- und Dienstleistungstaktung auf die chronobiologischen Erfordernisse ihrer Beschäftigten ausrichten – schon fluppt’s. Da haben wir sie also, die Lösung für das ausbleibende Wirtschaftswachstum!Bei einer Zahl bin ich allerdings stutzig geworden: Dieselben Forscher sagen, dass lediglich 20 Prozent aller Menschen „Lerchen“ sind. Soll der Großteil der Beschäftigten künftig also deutlich später anfangen zu arbeiten? Mir persönlich würde das ja entgegenkommen, würde ich mich doch eindeutig zu den Eulen zählen. Redaktionsabläufe, Produktionsprozesse, Lieferketten und Vertriebsstrukturen – all das kann doch sicher ohne großen Aufwand umgebaut und an die persönlichen Bedürfnisse einzelner Mitarbeiter angepasst werden.Alternativ hätte ich einen anderen Vorschlag: Arbeitgeber könnten der Chronobiologie ein Schnippchen schlagen, indem sie einfach mehr schlaue Füchse, fleißige Bienen und flinke Wiesel einstellen. Vielleicht könnten die im Sozialgefüge des Betriebs sogar das ein oder andere Faultier mit durchziehen. Dann hätte man gleich auch das Thema Diversity endlich wieder mitgedacht.Und wenn wir Eulen doch mal wieder zu spät zur Arbeit kommen, haben wir immerhin eine gute Ausrede: Schuld daran war nicht der Verkehr, und schon gar nicht der viel zu häufig bemühte Schlummermodus am Wecker. Nein, es waren einfach die Gene.Ihnen wünsche ich ein tierisch gutes Wochenende, dessen Ereignisse perfekt zu Ihrer Genetik passen.IhreClaudia PansterRessortleiterin Wochenende & ReportDer biologische Rhytmus: Je nach Genetik, Alter und Lichtumgebung tickt unsere innere Uhr anders. Foto: Getty Images [M]Warum Firmen ihre Mitarbeiter ausschlafen lassen solltenWas Lerchen und Eulen mit unserer inneren Uhr zu tun haben, habe ich ja bereits oben dargelegt. Wissenschaftler ziehen zur Ergänzung aber nicht Füchse, Bienen oder Faultiere hinzu, sondern eine weitere Vogelart. Welche, das erfahren Sie im Text von Franziska Telser. Sie hat mit Experten darüber gesprochen, welche Kernarbeitszeit sinnvoll ist und wie Unternehmen der inneren Uhr ihrer Beschäftigten außerdem Rechnung tragen können.Der Yarlung Tsangpo im chinesischen Tibet: Das hohe Erdbebenrisiko im Himalaja gilt als eine der größten Herausforderungen. Foto: VCG via Getty ImagesEin Kraftwerk, wie die Welt es noch nicht gesehen hatIn China entsteht ein neues Kraftwerk. Doch weder zur genauen Lage noch zu technologischen Einzelheiten oder zu Umsiedlungsplänen gibt es Informationen aus Peking. Berichte auf chinesischen Social-Media-Plattformen, wissenschaftliche Artikel und hochaufgelöste Satellitenbilder aus den vergangenen Monaten lassen nun erahnen, welche Ausmaße das Projekt haben wird. Eine Betrachtung von Timm Seckel.Kollagenpeptide: Ein Nahrungsergänzungsmittel, mit dem aktuell viel Geld verdient wird. Foto: Getty ImagesWie das Geschäft mit dem weißen Pulver zum Milliardenmarkt wurdeVerbraucherschützer und Wissenschaftler mahnen zur Vorsicht: „Aussagekräftige Belege dafür, dass Nahrungsergänzungsmittel mit Kollagen die Haut von innen pflegen und dadurch Alterserscheinungen aufhalten oder sichtbar rückgängig machen, sind Fehlanzeige“, heißt es etwa bei der Verbraucherzentrale. Wie kann es sein, dass der Kollagenmarkt dennoch so rasant wächst? Dieser Frage ist Annika Keilen nachgegangen.Fleischkäsebrötchen: Ist das der deutsche Big Mac? Foto: Globus MarkthallenAlles wird teurer, aber warum dieses Fleischkäsebrötchen nicht?Das Fleischkäsebrötchen der Supermarktkette Globus ist eine Art deutscher Big Mac. Es kostet seit der Einführung des Euros gleich viel – nämlich einen Euro. Wieso verkauft Globus ein Fleischkäsebrötchen zu einem Preis von nicht mal einem halben Hamburger von McDonald’s? Und warum kaufen und essen die Deutschen 30 Millionen Mal im Jahr etwas, das fast im Alleingang die empfohlene Wochenhöchstgrenze für den Fleischkonsum übertrifft? Sebastian Dalkowski kennt die Antworten.Residenz Îlot Saint-Germain: Privatwohnungen mit dem Komfort eines Luxushotels. Foto: MaybourneDiese Metropole ist ein Hotspot für LuxusimmobilienKennen Sie die Familie Kretz? Olivier und Sandrine mit ihren vier Söhnen Martin, Valentin, Louis und Raphaël gelten als eine Art „Kardashians der Immobilien“. Sie sind die Protagonisten der Netflix-Serie „L’Agence“ – und sollen mitverantwortlich sein für eine gestiegene Nachfrage nach Luxusimmobilien in Paris. Tanja Kuchenbecker benennt zwei weitere Gründe.US-Präsident Donald Trump: Er sei nicht die Ursache, sondern der Ausdruck eines grundlegenden Problems der USA. Foto: AFP [M„Man kann den Populismus nicht mit seinen eigenen Waffen schlagen“Christina Morina ist Professorin für Geschichte an der Universität Bielefeld. Sie gilt als eine der führenden deutschen Zeithistorikerinnen, hat aber in der Ära Trump auch ein Jahr in den USA gelebt. Davon inspiriert ist ihr Buch „Das amerikanische Beben“ entstanden. Sven Prange und Jens Münchrath haben mit Morina gesprochen – über die Gefahren für die Demokratie und ein mögliches Ende des Trump-Spuks.Stephan Nitzsche (l.): Seine Weinkarte für das Restaurant L. A. Jordan gilt als eine der besten des Jahres. Foto: PRFünf Fragen, die Sie für ein gelungenes Weinerlebnis stellen solltenIn der gehobenen Gastronomie ist die Weinkarte weit mehr als eine Ergänzung zur Speisekarte – sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Gesamterlebnisses. Die Kollegen von Henris Edition haben fünf Fragen an die Sommelière oder den Sommelier, die bei der Wahl des richtigen Weins wirklich weiterhelfen.Ferrari Amalfi: Die geschwungenen Linien und die Farbe Türkis erinnern Fahrer ans italienische Mittelmeer. Foto: PRFerrari kann doch noch ganz klassischMüsste ein echter Ferrari nicht rot sein? Nein, sagt Lukas Bay. Denn selbst unter deutscher Sonne schimmert der Gran Turismo in seinem Metallic-Türkis so schön, dass man sich gleich an der italienischen Amalfi-Küste wähnt. Mit diesem Autotest hat mein Kollege auch mich abgeholt, denn die Farbe ist das, was mich bei einem Auto wirklich interessiert. Da erfülle ich ganz das Klischee. Aber es gibt natürlich noch deutlich mehr zum Ferrari Amalfi zu sagen.Kolumnist Thorsten Firlus: Beim Marathon müssen die Kräfte gut eingeteilt werden. Foto: FirlusKein Gleichnis ist so falsch wie das des MarathonsUlf Sommer: Analysten raten weiterhin nicht zum Verkauf der Rheinmetall-Aktien. Foto: HBRheinmetall – die Aktie der WocheNach der fulminanten Kursrally von mehr als 1000 Prozent in den vergangenen fünf Jahren schockierte am Mittwoch eine Hiobsbotschaft die Rheinmetall-Aktionäre: Das Verteidigungsministerium beendete das Projekt zum Bau der größten deutschen Fregatten seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Aktie verlor daraufhin bis zu 20 Prozent. Die Misere währt schon länger, und das hat Gründe. Doch an der grundsätzlichen Zuversicht hat sich nichts geändert, schreibt Ulf Sommer in seiner Kolumne.Fifa-Regeln: Exklusivität hat ihren Preis. 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