PfadnavigationHomeSportFußballWM„Wahnwitzig“Abrechnung mit Neuer-Kritikern und Medien – plötzlich redet sich Kramer in RageStand: 03:29 UhrLesedauer: 3 MinutenEcuador dreht das Spiel gegen Deutschland. Manuel Neuer will eine Ecke abfangen, greift jedoch im eigenen Fünfmeterraum nicht beherzt genug zu. Gonzalo Plata spitzelt den Ball vorbei am deutschen Torwart. Sehen Sie das 2:1 hier im Video.Im ZDF geht es noch einmal um die schwache deutsche Leistung beim Duell mit Ecuador. Christoph Kramer ist die Kritik an der Mannschaft zu viel. Er erkennt in Deutschland etwas „Missgünstiges“.ZDF-Experte Christoph Kramer hat während seiner Analyse mit den Kritikern von Torwart Manuel Neuer abgerechnet. Auch die Medien attackierte der Weltmeister von 2014. Das ZDF zeigte am Freitagabend das Spiel Frankreichs gegen Norwegen (3:1). Nach der Analyse des Topspiels der Gruppe I ging es noch einmal um die 1:2-Niederlage der deutschen Nationalelf gegen Ecuador. In diesem Zusammenhang redete sich Kramer in der Runde mit Weltmeister-Kollege Per Mertesacker, Bundesliga-Trainerin Friederike Kromp und Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein in Rage. „Was wir in den Medien in Deutschland machen, das ist ja wahnwitzig. Wir zerstören Leroy Sané zwei Wochen – und jetzt ist er der einzige Gewinner von gestern. Das kannst du keinem erzählen“, sagte Kramer. Sané hatte das umstrittene 1:0 für die deutsche Mannschaft erzielt (2. Minute). Zuvor war wochenlang diskutiert worden, ob er überhaupt zur WM fahren sollte, geschweige denn einen Startelfplatz verdient habe.Dann ging es um Manuel Neuer, der nach seinem DFB-Comeback vor allem vor dem entscheidenden 1:2 nicht gut aussah und auch sonst einige Unsicherheiten in seinem Spiel hatte. Kramer dazu: „Ich habe irgendwie das Gefühl, dass wir wollen, dass unser Nationalhüter Manuel Neuer mal patzt, damit wir eine hitzige Torwart-Debatte anregen können. Ich bleibe dabei: Ich finde es nicht gut, wie kritisch, wie schlecht oder gut und nur in Superlativen wir eine Mannschaft sehen. Es wäre deutlich gesünder für uns alle und vor allem für alle in der Nationalmannschaft, wenn wir da mal ein bisschen realistisch rangehen. Jeder kann sich nur an die eigene Nase packen. Ich habe das Gefühl, dass wir etwas Missgünstiges haben, und das nervt mich.“„Wir tun so, als wäre das eine Kindermannschaft“Co-Experte Mertesacker reagierte zunächst erstaunt, sagte dann: „Es gibt aber Anregungen, Verbesserungen. Das ist natürlich sehr, sehr wichtig, dass man sich selbstkritisch hinterfragt.“ Kramer stimmte zu – legte dann aber noch einmal nach.Lesen Sie auch„Wir tun so, als wäre das eine Kindermannschaft. Das sind Weltklasse-Spieler, die spielen bei den absoluten Top-Vereinen. Es ist ja nicht so, dass die aus der Bahn geworfen werden, nur weil die mal ein Spiel verloren haben. Klar war nicht alles gut gestern. Sogar vieles schlecht, da müssen wir gar nicht drum herumreden. Trotzdem ist das zu viel und zu doll und zu extrem immer.“ Von den Zuschauern im WM-Studio bekam er für seine Ausführungen lauten Applaus. Zuvor hatte bereits Ex-Nationaltorwart Timo Hildebrand Fans und Medien für ihre Neuer-Kritik kritisiert. Bei Instagram schrieb er: „Jeder sucht wieder einen Schuldigen für das Spiel gestern. Ich lese ‚Torwart-Patzer von Neuer‘ oder ‚Torwartfehler‘. Ich sage es euch, ihr habt alle keine Ahnung. Und es kotzt mich extrem an.“luwi/ns
Fußball-WM: Abrechnung mit Neuer-Kritikern und Medien – plötzlich redet sich Kramer in Rage - WELT
Im ZDF geht es noch einmal um die schwache deutsche Leistung beim Duell mit Ecuador. Christoph Kramer ist die Kritik an der Mannschaft zu viel. Er erkennt in Deutschland etwas „Missgünstiges“.














