PfadnavigationHomePolitikKrieg in NahostUSA greifen Ziele im Iran als Vergeltung für Angriff auf Frachter anStand: 23:03 UhrLesedauer: 2 MinutenSatellitenaufnahme der Straße von HormusQuelle: -/The Visible Earth/NASA/dpaNach einem Angriff auf ein Frachtschiff haben die USA nach Armeeangaben als Vergeltung Ziele im Iran angegriffen. Bei den Angriffen seien iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen an der Küste ins Visier genommen worden.Das US-Militär hat nach eigenen Angaben trotz vereinbarter Waffenruhe Angriffe gegen den Iran durchgeführt. Dies sei eine Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag, die die USA dem Iran zuschreiben, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) mit. Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen seien beschossen worden.Trump hatte dem Iran zuvor auf seiner Plattform Truth Social einen „törichten“ Bruch der Waffenruhe vorgeworfen. Eine Drohne habe das Oberdeck des Schiffes getroffen und „Schaden angerichtet“, schrieb er. Drei weitere Drohnen seien von den USA abgeschossen worden.Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) hatte am Donnerstag einen Angriff vor der omanischen Küste gemeldet und erklärt, das Schiff sei beschädigt. Von Verletzten oder Umweltschäden war nicht die Rede. Ein US-Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur AP, es habe sich um das Handelsschiff „Ever Lovely“ gehandelt.Stunden vor dem Angriff hatte der Iran Frachter in der Straße von Hormus davor gewarnt, die Meerenge auf einer Route vor der Küste Omans zu durchfahren, die der Oman in Abstimmung mit der UN-Schifffahrtsorganisation IMO festgelegt hat. Die einzige zugelassene Route durch die Straße von Hormus sei die vom Iran festgelegte, erklärte die Revolutionsgarde. Die Nutzung anderer Routen sei untersagt, bei Verstößen werde man einschreiten.Der Iran hatte die Meerenge nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar praktisch blockiert und hat wiederholt Anspruch auf die Kontrolle der Durchfahrt erhoben, durch die zu Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird, aber auch große Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel.dpa/lay/AP