PfadnavigationHomePolitikAuslandKrieg in NahostUSA greifen erneut Ziele im Iran an – Teheran hält an roten Linien festStand: 05:47 UhrLesedauer: 3 MinutenErst vor wenigen Tagen gab es im Bereich der Straße von Hormus gegenseitige Angriffe der KriegsparteienQuelle: -/The Visible Earth/NASA/dpaObwohl die Waffenruhe offiziell weiter gilt, berichten US-Medien erneut von einem amerikanischen Angriff im Iran. Ziel soll eine Drohnenstellung nahe der strategisch wichtigen Straße von Hormus gewesen sein. Der Iran will derweil nicht von seinen roten Linien abrücken.Trotz der Waffenruhe und der laufenden Verhandlungen für ein Kriegsende haben die USA übereinstimmenden Medienberichten zufolge erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Schläge galten einer Anlage, die eine Bedrohung für US-Streitkräfte und die kommerzielle Schifffahrt darstellte, wie die Sender CNN und CBS News unter Berufung auf einen Beamten berichteten.Dem „Wall Street Journal“ zufolge feuerte der Iran zunächst vier Drohnen auf amerikanische und zivile Schiffe ab. Der Bericht berief sich auf Angaben von zwei US-Beamten. Nach Angaben eines der Beamten schossen US-Kampfjets die Drohnen ab, ehe ein Kampfflugzeug vom Typ F/A-18 die Stellung angriff. Die Drohnen wurden demnach aus der Nähe der Stadt Bandar Abbas abgefeuert.Lesen Sie auchLaut CBS News sagte ein US-Beamter, die seit Anfang April bestehende Waffenruhe im Iran-Krieg gelte weiterhin. Doch erst vor wenigen Tagen hatte es im Bereich der Straße von Hormus bereits gegenseitige Angriffe der Kriegsparteien gegeben.Kurz vor den US-Medienberichten waren aus dem Süden des Irans bereits Explosionen gemeldet worden. Östlich der Stadt Bandar Abbas an der Straße von Hormus seien drei Explosionen zu hören gewesen, meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars in der Nacht auf der Plattform Telegram. Die Luftverteidigung sei aktiviert worden.Bandar Abbas ist die Hauptstadt der Provinz Hormusgan und gilt als eines der wichtigsten militärischen Zentren des Irans im Golfraum und an der Straße von Hormus.Iran will an roten Linien festhaltenNach Aussagen eines Politikers hält der Iran bei den Verhandlungen mit den USA über ein mögliches Kriegsende an Kernforderungen fest. Der Iran werde sich durch US-Präsident Donald Trumps Rhetorik nicht von seinen roten Linien abbringen lassen, schrieb Ebrahim Azizi, Vorsitzender des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments, in der Nacht auf der Plattform X. Trump hatte den Verhandlungsstand zuvor als für ihn noch nicht zufriedenstellend bezeichnet. Azizi nannte als rote Linien für sein Land das Recht auf Urananreicherung, die Kontrolle über die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus sowie die Aufhebung der Sanktionen. Der Politiker ist - soweit bekannt - nicht direkt in die Verhandlungen mit den USA eingebunden.Azizi schrieb auf X: „Offensichtlich sucht Trump nach einem Ausweg aus dieser strategischen Sackgasse und wechselt dabei zwischen Drohungen und Appellen zu einer Einigung.“ Der US-Präsident hatte kurz zuvor seine Drohung erneuert, dass man entweder einen Deal abschließen oder weiter kämpfen werde. Er sprach davon, dann „die Sache zu Ende“ zu bringen. Seit dem 8. April herrscht im Iran-Krieg eine Waffenruhe, das Ringen um ein Abkommen zur Beendigung des Konflikts dauert an.dpa/jmr
Krieg in Nahost: USA greifen erneut Ziele im Iran an – Teheran hält an roten Linien fest - WELT
Obwohl die Waffenruhe offiziell weiter gilt, berichten US-Medien erneut von einem amerikanischen Angriff im Iran. Ziel soll eine Drohnenstellung nahe der strategisch wichtigen Straße von Hormus gewesen sein. Der Iran will derweil nicht von seinen roten Linien abrücken.















