PfadnavigationHomePolitikKrieg in Nahost„Gewalt wird mit Gewalt beantwortet“ – USA greifen Iran als Vergeltung für Attacke auf Frachter anStand: 00:55 UhrLesedauer: 3 MinutenUS-Vizepräsident J.D. Vance warnt den Iran vor weiteren AngriffenQuelle: Nathan Howard/Pool REUTERS via APNach dem Angriff auf ein Frachtschiff haben die USA nach Armeeangaben iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen an der iranischen Küste ins Visier genommen. US-Vizepräsident Vance erteilt Teheran anschließend einen Ratschlag.Das US-Militär hat nach eigenen Angaben trotz vereinbarter Waffenruhe Angriffe gegen den Iran durchgeführt. Dies sei eine Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag, die die USA dem Iran zuschreiben, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) mit. Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen seien beschossen worden.„Die ungerechtfertigte Aggression iranischer Streitkräfte gegen die Handelsschifffahrt stellte einen klaren Verstoß gegen die Waffenruhe dar“, betonte das US-Militär. Zudem habe es die freie Schifffahrt gefährdet.Aus der iranischen Stadt Sirik wurden iranischen Berichten zufolge in der Nacht zu Samstag Explosionsgeräusche gemeldet. Das berichteten unter anderem das Staatsfernsehen Irib und der Sender Press TV. Die Stadt in der Provinz Hormusgan liegt am Persischen Golf nahe der Straße von Hormus und war bereits in der Vergangenheit immer wieder Ziel von US-Angriffen.Nach den US-Angriffen haben die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) nach eigenen Angaben zurückgeschlagen. Die Marineeinheiten hätten Standorte der US-Streitkräfte in der Region angegriffen, hieß es in einer Stellungnahme, die vom Staatsrundfunk verbreitet wurde. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Eine Bestätigung von US-Seite stand zunächst aus. US-Vizepräsident J.D. Vance richtete nach den US-Militärschlägen eine deutliche Warnung an die Regierung in Teheran. „Gewalt wird mit Gewalt beantwortet“, teilt Vance auf der Plattform X mit. Wenn der Iran Meinungsverschiedenheiten über die Umsetzung der Absichtserklärung habe, könne er zum Telefon greifen, erklärt Vance weiter.Der Leiter des nationalen Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament wirft Trump unterdessen vor, sich nicht an die Prinzipien von Verhandlungen oder einer Waffenruhe zu halten. Die „rücksichtslose Verletzung der Waffenruhe“ werde aufseiten der USA zu „Rückzug und Bedauern“ führen, sagt er. Lesen Sie auchTrump hatte dem Iran zuvor auf seiner Plattform Truth Social einen „törichten“ Bruch der Waffenruhe vorgeworfen. Eine Drohne habe das Oberdeck des Schiffes getroffen und „Schaden angerichtet“, schrieb er. Drei weitere Drohnen seien von den USA abgeschossen worden.Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) hatte am Donnerstag einen Angriff vor der omanischen Küste gemeldet und erklärt, das Schiff sei beschädigt. Von Verletzten oder Umweltschäden war nicht die Rede. Ein US-Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur AP, es habe sich um das Handelsschiff „Ever Lovely“ gehandelt.Angriff auf Frachtschiff war vorausgegangenStunden vor dem Angriff hatte der Iran Frachter in der Straße von Hormus davor gewarnt, die Meerenge auf einer Route vor der Küste Omans zu durchfahren, die der Oman in Abstimmung mit der UN-Schifffahrtsorganisation IMO festgelegt hat. Die einzige zugelassene Route durch die Straße von Hormus sei die vom Iran festgelegte, erklärte die Revolutionsgarde. Die Nutzung anderer Routen sei untersagt, bei Verstößen werde man einschreiten.Der Iran hatte die Meerenge nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar praktisch blockiert und hat wiederholt Anspruch auf die Kontrolle der Durchfahrt erhoben, durch die zu Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird, aber auch große Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel.dpa/rtr/lay/AP/saha
Krieg in Nahost: „Gewalt wird mit Gewalt beantwortet“ – USA greifen Iran als Vergeltung für Attacke auf Frachter an - WELT
Nach dem Angriff auf ein Frachtschiff haben die USA nach Armeeangaben iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen an der iranischen Küste ins Visier genommen. US-Vizepräsident Vance erteilt Teheran anschließend einen Ratschlag.














