Piano-Musik vom Band, Beatles-Klassiker in Dauerschleife – „Penny Lane”, „Let It Be” empfangen die Gäste im Foyer des Paul-Löbe-Hauses. Es ist der heißeste Tag des Jahres bisher, doch der Eingangsbereich füllt sich zügig. Mehrere Hundert Menschen nehmen Platz, die Journalistenbänke sind gut besetzt. Abgeordnete, Redner, Gäste, Presse. Am Eingang schon begegnet man dem Schweizer Publizisten und Verleger Roger Köppel, der die Weltwoche herausgibt. Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, ist ebenfalls bereits anwesend.
Die AfD-Bundestagsfraktion hat für diesen Freitag und den darauffolgenden Samstag zu ihrem „1. Demokratiekongress” eingeladen. Das Motto lautet: „Meinungsfreiheit – Medien – Menschenrechte”. Ein neues Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF), das kurz vor dem Kongress veröffentlicht worden war und zu dem Schluss kommt, ein Verbotsverfahren gegen die AfD hätte gute Erfolgsaussichten, spielte in den Impulsvorträgen keine Rolle. In Einzelgesprächen am Rande wurde es vereinzelt erwähnt – besonders beeindruckt schien davon niemand.
Themen sind bekannt, neu ist der Rahmen
Neben deutschem Hochdeutsch hört man Schweizer Dialekt, aber auch slawische Sprachfetzen auf der Journalistenbank. Der Grund: Václav Klaus, früherer Staatspräsident Tschechiens und einer der bekanntesten EU-Kritiker Europas, wird als Redner erwartet.











