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Demokratie, ausgerechnetMan stelle sich vor, die Hells Angels würden einen Kongress zum Thema Gewaltfreie Kommunikation veranstalten. Oder Elon Musk würde ein Symposium zur gerechteren Verteilung des globalen Reichtums ausrichten. Klingt nicht so richtig glaubwürdig? Na ja, die AfD lädt heute zu einem »Demokratiekongress«.

AfD-Chefs Alice Weidel und Tino Chrupalla: Unterstützung aus dem Ausland

Nein, das passt nicht so richtig zusammen, schließlich steht die AfD der liberalen Demokratie ungefähr so freundlich gegenüber wie einst Viktor Orbán. Womöglich sogar noch unfreundlicher (mehr hier ). Aber vermutlich soll der Titel dieses Kongresses genau das leisten: bewusst provozieren, Aufmerksamkeit wecken, schließlich werden im Bundestag neben den Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla Teilnehmer wie der ehemalige Chef des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, oder der Verleger Holger Friedrich erwartet.Was also ist von diesem Kongress zu erwarten? Meine Kollegin Ann-Katrin Müller, die sich mit der AfD hervorragend auskennt, wird sich davon ein Bild machen und hingehen. »Die AfD verdreht gern Dinge, in diesem Fall tut sie so, als sei sie besonders demokratisch«, sagt Ann-Katrin. Bei dem Kongress solle es vorrangig um Meinungsfreiheit gehen, die laut AfD bedroht sei – obwohl der Meinungskorridor breiter sei, als er es in den vergangenen Jahrzehnten war. »Und natürlich geht es auch ganz viel um Medien, etwa um die Frage, wie man den öffentlich-rechtlichen Rundfunk am besten abschaffen kann.«