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Was der Münchner Notarzt Jörg Schmid in diesen heißen Tagen erlebt, beschäftige ihn sehr, sagt er. Derzeit fahre er in seinem Bereitschaftsdienst von Wohnung zu Wohnung und finde Menschen, die alleingelassen in der Hitze dem Tod nahe seien.»Alte Menschen sitzen auf dem Sofa in ihrem Wohnzimmer, in dem teils über 30 Grad sind«, berichtet Schmid dem SPIEGEL. Auf dem Tisch stünde oft nur ein einziger Becher Wasser vom Pflegedienst, der nur einmal täglich komme. Dabei müssten gerade die Älteren viel trinken. »Sie verdursten schleichend«, sagt Schmid.
Notarzt Joachim Schmid: »So einen Sommer habe ich noch nie erlebt«
Auch Alleinstehende und psychisch Kranke machten oft einen verlorenen Eindruck, wenn Schmid und seine Kollegen eintreffen. Für einige komme jede Hilfe zu spät. Er sei seit vielen Jahren als Arzt unterwegs, aber in keinem Sommer habe er derartiges erlebt. Sein Fazit: »Hitze macht krank, und sie tötet – nur steht das nicht auf dem Totenschein.«
Seniorin greift nach dem Trinkbecher: Ältere Menschen dehydrieren schneller















