Bis Ende Juli sind schon über 10.000 Menschen in Deutschland wegen der Hitze gestorben. Das Land ist überfordert von den Temperaturen. Aber warum?
Mal lüften: Abluftschlauch einer Klimaanlage lugt aus dem Fenster
Markus van Offern/imago
Hitze tötet, und in Deutschland tötet sie besonders oft: Pro 100.000 Einwohner*innen starben aufgrund der Hitzewelle Ende Juni in Deutschland 11,5 Menschen, in Frankreich 3,9. Über den ganzen Sommer betrachtet gab es in Deutschland bis zum 26. Juli laut Robert-Koch-Institut 10.700 bis 13.100 Hitzetote. Warum?
„Nur vereinzelt sind Krankenhäuser, Pflegeheime und Kommunen auf die Hitze gut vorbereitet“, sagt Dorothea Baltruks, Leiterin des Centre for Planetary Health Policy CPHP. Vielerorts hätten Krankenhausbetreiber, Pflegeheimträger und Verwaltungen Hitzeschutz schlicht nicht priorisiert. „Bauliche Anpassungen sind natürlich komplex und kosten“, sagt Baltruks, aber einer Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes zufolge haben 70 Prozent der 2.800 befragten sozialen Einrichtungen – darunter Kitas, Krankenhäuser und Pflegeheime, aber auch Sozialberatungsstellen – noch nicht mal einen Hitzeschutzplan.










