Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 26/2026.

Jedes Großereignis hat das Zeug, zu einer sprudelnden Quelle lustiger Memes zu werden. Doch vor der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko herrschte etwas Mulmigkeit. Vor allem in Bezug auf die USA. Erstens gab es die Sache mit den Preisen: Die Tickets kosteten Tausende Dollar, die Hotels auch, und viele fragten sich, ob die Fans sich überhaupt leisten könnten, an dieser WM teilzuhaben. Zweitens: die Stimmung in und gegenüber den USA. Grausamkeiten der ICE-Migrationsbeamten, die kontroversen Beschlüsse der aktuellen US-Regierung und auslandsfeindliche Aussagen von Politikern wie JD Vance (»Wir begrüßen alle WM-Fans ganz herzlich. Und wünschen uns, dass Sie nach der WM unser Land sofort verlassen«) verhießen für Memes und Onlinediskurse rund um die WM nichts Gutes. Dann startete das Turnier – und alle Internet-Kolumnisten konnten aufatmen. Zumindest teilweise.