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Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich jedenfalls hätte das Tor nicht gegeben. Seiner Meinung nach habe Aleksandar Pavlovic unmittelbar vor dem Treffer den Fuß im Zweikampf mit seinem Gegenspieler zu weit oben gehabt. „Vor der Torerzielung ein klares Foulspiel, da lege ich mich fest“, sagte Ittrich bei MagentaTV: „Ein klarer Fußtreffer oben zu sehen.“Auch ein weiterer ehemaliger Bundesliga-Referee meldete Zweifel an: „Das ist aus meiner Sicht eine sehr mutige Entscheidung“, sagte Lutz Wagner in seiner Rolle als ARD-Experte. „Das wundert mich jetzt sehr, dass da auch kein Einspruch vom VAR kam. Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn dieses Tor zurückgenommen wird“, sagte der DFB-Schiedsrichter-Lehrwart. Droht das nächste Wetterchaos bei der WM?Meteorologen rechnen für das Spiel der Niederlande gegen Tunesien (1.00 Uhr MESZ) in Kansas City mit einem Unwetter über der Stadt – und damit mit längeren Unterbrechungen, wie es sie schon vor wenigen Tagen beim Spiel der Franzosen gegen den Irak gab. Eine längere Pause oder Absage könnte die Teams des Parallelspiels der Gruppe F zwischen Japan und Schweden benachteiligen.Der US-Wetterdienst NWS sprach davon, dass am Nachmittag und Abend starke Stürme in der Region möglich seien. Der Meteorologe Mike Nicco vom lokalen Fernsehsender KCTV5 schätzte die Wahrscheinlichkeit einer unwetterbedingten Spielunterbrechung gar auf 80 Prozent. Diese Unterbrechung könne sich mehrere Stunden hinziehen, sagte er dem niederländischen Sender SBS 6. Die größte Bedrohung seien Gewitter, fügte Nicco an.So spielt Deutschland gegen EcuadorHier übrigens die Aufstellung für das dritte Gruppenspiel der deutschen Mannschaft. Wie von Bundestrainer Julian Nagelsmann angekündigt, ersetzen Antonio Rüdiger und David Raum den verletzten Nico Schlotterbeck (Innenbandverletzung) und den angeschlagenen Nathaniel Brown (Adduktorenbeschwerden). Neuer – Kimmich, Rüdiger, Tah, Raum – Pavlovic, Nmecha – Sané, Musiala, Wirtz – Havertz. – Trainer: Nagelsmann Medienberichte: Auto fährt bei WM-Party in Mexiko in Menschenmenge Nach dem WM-Sieg Mexikos gegen Tschechien im letzten Gruppenspiel hat sich im Ferienort Cabo San Lucas ein Unglück mit mehreren Verletzten ereignet. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, fuhr ein Auto auf dem Boulevard Lázaro Cárdenas in eine feiernde Menschenmenge. Dabei wurden mindestens 17 Menschen verletzt. Sie wurden anschließend in verschiedene Krankenhäuser gebracht.Laut dem Generalsekretär der Stadtverwaltung von Los Cabos, Alberto Rentería Santana, gab ein Autofahrer, der in der Gegend unterwegs war, Gas, als er auf der Straße auf eine Gruppe von Menschen stieß. Der mutmaßliche Täter wurde nach dem Vorfall in dem Ort an der Südspitze der mexikanischen Halbinsel Baja California festgenommen. Die Ermittlungen laufen.Trainingsstadion der Schweden: Tribüne stürzt einAuf dem Trainingsgelände der schwedischen Nationalmannschaft im texanischen Frisco nahe Dallas ist eine Tribüne zusammengekracht. Der Manager der schwedischen Elf, Stefan Pettersson, erklärte, Hintergrund sei, dass das Stadion gerade renoviert werde. „Sie wollten etwas abreißen, aber es sieht aus, als sei es in die falsche Richtung gefallen“, sagte Pettersson der Zeitung Aftenposten. „Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Sie haben wohl etwas gesprengt – und dabei ist etwas schiefgelaufen.“ Eine Längsseite war den Angaben zufolge auf die provisorische Pressetribüne gefallen.Auf das letzte Vorrundenspiel gegen Japan in der deutschen Nacht zum Freitag (1 Uhr) konnte sich das Team von Trainer Graham Potter trotzdem planmäßig vorbereiten. „Wir können den ganzen Platz und alle anderen Anlagen wie gewohnt benutzen“, sagte Pettersson.Norwegische Fußballfans feiern beim BaseballDie schottische „Tartan Army“ hat es in Boston vorgemacht – jetzt zogen die Norweger in New York gewissermaßen nach. Zu Hunderten besuchten norwegische Fußballfans das Baseballspiel der New York Mets und sorgten unter anderem mit ihrem inzwischen berühmten „Viking Row“ für reichlich Stimmung. Dabei „rudern“ die Menschen gemeinsam wie auf einem Wikingerboot. Zuletzt hatten die Norweger damit bereits auf dem Times Square für Aufsehen gesorgt.Undav bleibt auf der Bank, Südafrika im Turnier – das war die NachtAls der DFB die Mitteilung verschickte, dass Deniz Undav zusammen mit Julian Nagelsmann auf der Abschlusspressekonferenz die Fragen beantworten würde, da wurde das in Reporterkreisen als klares Signal gedeutet. Denn in der Regel wählen Trainer oder Medienstäbe für diesen Termin nur Spieler aus, die am kommenden Tag in der Startelf stehen werden. Aber Pustekuchen. Er werde nur die notwendigen Wechsel vornehmen, sagte der Bundestrainer. Sprich: Für den verletzten Nico Schlotterbeck und den angeschlagenen Nathaniel Brown rücken Antonio Rüdiger und David Raum in die Startelf. Deniz Undav konnte aber dank seiner Einladung zur Pressekonferenz immerhin sofort auf die Entscheidung reagieren. Philipp Schneider berichtet für uns aus New York.Die sportliche Nachricht der Nacht: Südafrika ist noch im Turnier. Und wie. Nach dem eher katastrophalen Eröffnungsspiel mit zwei roten Karten gegen Mexiko und dem eher glücklichen, späten Ausgleich gegen Tschechien schlug der WM-Gastgeber von 2010 überraschend Südkorea mit 1:0 und zieht damit als Gruppenzweiter in die K.-o.-Runde ein. Dort treffen Bafana Bafana auf Kanada, die den Gruppensieg verpassten und deswegen zum Sechzehntelfinale in die USA reisen müssen.Der Rückkehrer der Nacht: Neymar. Nach der völlig überraschenden Nominierung von Trainer Carlo Ancelotti verpasste er verletzt die ersten beiden Gruppenspiele Brasiliens. Beim 3:0-Sieg gegen Schottland (zwei Tore Vinícius Junior) forderte das Publikum seine Einwechslung und Ancelotti erhörte sie.Brasiliens Sieg bedeutet wahrscheinlich das Aus für Schottland. Mit drei Punkten und einer Tordifferenz von minus drei Treffern rechnet zumindest Trainer Steve Clarke nicht mehr mit einem Weiterkommen. „Ich denke, wir fahren nach Hause“, sagte der 62-Jährige nach dem 0:3 gegen Brasilien: „Ganz sicher“. Die Leistung gegen den Rekordweltmeister sei „enttäuschend“ gewesen, sagte er: „Wir haben es uns selbst schwer gemacht. Wir haben ihnen die Tore geschenkt, wir haben ihnen das Spiel gegeben, das sie wollten.“ In Erinnerung werden die Schotten trotzdem bleiben. Natürlich wegen ihrer Fans und der "Boston Beer Party".Raum und Rüdiger starten gegen Ecuador, Undav auf der Bank Julian Nagelsmann verzichtet im abschließenden WM-Gruppenspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf eine große Rotation. „Wir werden die Wechsel vornehmen, die wir vornehmen müssen“, sagte der Bundestrainer vor der Partie am Donnerstag (22 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Ecuador im Finalstadion in East Rutherford.Antonio Rüdiger wird den verletzten Nico Schlotterbeck (Innenbandriss im Sprunggelenk) in der Innenverteidigung ersetzen, David Raum verteidigt hinten links für den leicht angeschlagenen Nathaniel Brown (Adduktorenbeschwerden). Ansonsten lautet das Motto des Gruppensiegers nach Diskussionen im Trainerteam und Gesprächen mit den Spielern: Einspielen für die K.-o.-Phase.„Die Entscheidungen treffen wir nicht aus Jux und Dollerei“, sagte Nagelsmann. Das bedeutet auch, dass Super-Joker Deniz Undav trotz fünf Scorerpunkten (drei Tore und zwei Vorlagen) zunächst wieder auf der Bank sitzen wird. Undav sei „in herausragender Form“, betonte Nagelsmann, „aber wir wollen uns auf die K.-o.-Phase vorbereiten“.Länger verletzte Spieler wie Jamal Musiala, Kai Havertz, Felix Nmecha und auch Rückkehrer Manuel Neuer bräuchten „Rhythmus“. Damit erfüllt sich auch die Hoffnung von Oliver Baumann auf einen Einsatz nicht. Der Hoffenheimer galt lange als Nummer 1 in der DFB-Auswahl und musste erst kurz vor dem Turnier für Neuer weichen. Die Entscheidung sei „bei Olli auf Verständnis gestoßen“, sagte Nagelsmann. Viel Blau trotz Einreiseverbot Auf dem Weg zum Stadion in Atlanta herrscht Gleichstand. Mindestens. Das grüne Pentagramm auf rotem Grund ist präsent, klar, aber auch das tiefe Blau und das dunkle Rot mit dem Wappen mit der Palme. Haiti hat es geschafft, zumindest der Schätzung nach, genauso viele Fans zu diesem Spiel zu bringen wie Marokko. Was erstaunlich ist, denn Haiti gehört zu den Ländern, die bei der Einreise in die USA einem "Travel Ban" unterliegen. Das heißt: Es herrscht ein generelles Einreiseverbot. Die haitianischen Fans im Stadion leben fast alle in den USA.Im Stadion feierte der Teil in den blauen Trikots vor allem Wilson Isidor, der es bis in die Premier League zum AFC Sunderland geschafft hat. Die Fans bejubeln hier ihre Mannschaft übrigens nur ihretwillen. Haiti ist bereits ausgeschieden.Im Rollstuhl: Verletzter Koné wird im Stadion gefeiert Kanadas schwer verletzter Fußballprofi Ismael Koné ist bei der Rückkehr ins WM-Stadion von Vancouver von den Fans emotional begrüßt worden. Der Mittelfeldspieler, 24, hatte sich vor sechs Tagen beim 6:0 gegen Katar verletzt und wird wegen eines Beinbruchs für die restliche WM nicht mehr zur Verfügung stehen. Koné wurde bereits operiert und wird lange ausfallen.Gut eine Stunde vor dem letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz wurde der Profi des italienischen Klubs US Sassuolo mit einem Rollstuhl in die überdachte Arena geschoben. Koné winkte den Fans aus dem Innenraum zu. Derweil teilte die Disziplinarkommission der Fifa mit, dass der katarische Mittelfeldspieler Assim Madibo, der Koné so folgenschwer gefoult hatte, für fünf Spiele gesperrt wird. Madibo war mit Rot des Feldes verwiesen worden.In den Tagen nach der Verletzung besuchte Madibo Koné im Krankenhaus. Der katarische Fußballverband betonte in einer Stellungnahme, dieser Besuch spiegle „den Geist des Fair Play und die starken Beziehungen auf und neben dem Platz“ wider. Gehört Deniz Undav in die Startelf?In gerade einmal 58 Minuten war DFB-Stürmer Deniz Undav bei dieser WM bereits an fünf Toren beteiligt (3 Tore, 2 Assists). Doch was folgt aus einer solchen Quote? Dass er von Anfang an spielen muss – oder dass er der perfekte Einwechselspieler ist? Martin Schneider, stellvertretender Ressortleiter Sport bei der SZ, findet: Zumindest im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador sollte Undav auf keinen Fall beginnen. Martin argumentiert dabei mit demselben Modewort, mit dem Bundestrainer Julian Nagelsmann zuletzt erklärt hatte, wieso Manuel Neuer ins DFB-Tor zurückgekehrt ist: Aura.Aber sehen Sie selbst:Brown droht gegen Ecuador auszufallenNathaniel Brown hat nicht am letzten Teamtraining der Fußball-Nationalmannschaft vor dem WM-Spiel gegen Ecuador teilnehmen können. Der linke Außenverteidiger von Eintracht Frankfurt absolvierte auf dem Gelände in Winston-Salem wegen leichter Adduktorenbeschwerden eine individuelle Einheit.Dadurch wird der 23-Jährige zum Abschluss der Gruppenphase am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in East Rutherford absehbar nicht zum Einsatz kommen. Brown hatte in den beiden bisherigen Partien gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) als Startspieler hervorragende Leistungen gezeigt. Sein Backup gegen Ecuador ist der Leipziger David Raum.Alle anderen 21 Feldspieler und vier Torhüter waren bei der Abschlusseinheit im Teambasecamp in North Carolina dabei. Am Abend deutscher Zeit fliegt die DFB-Elf um Bundestrainer Julian Nagelsmann nach New Jersey, wo die Partie im WM-Stadion vor den Toren New Yorks stattfindet.NewsdeskFlorian UllmannWorüber die Schwester von David Alaba rapptDavid Alaba, der Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft, veröffentlichte bereits vor sieben Jahren den Song „Sag meinen Namen“. Doch er ist nicht der einzige Musiker in der Familie: Schwester Rose May Alaba ist Sängerin und probiert sich nun auch als Rapperin. „Schwester vom Alaba – er kickt Ball und ich kick’ Bars“, rappt sie beim Format eines Getränkeherstellers auf Instagram. Bislang sammelte mit ihren Bars, so der Ausdruck für Zeilen im Rapjargon, über 300 000 Aufrufe. Ihr Bruder bereitet sich derweil auf das letzte Vorrundenspiel der Österreicher vor, am sehr frühen Sonntagmorgen (4 Uhr/ZDF) trifft Alaba mit seinem Team auf Algerien. Ein Unentschieden würde sehr sicher fürs Weiterkommen reichen.WM in Vancouver? Es ist geradezu idyllisch!Wie das XXL-Turnier sich abseits der USA anfühlt, wie es um die Fußballkultur in Kanada oder Mexiko steht, das haben die herumgereisten SZ-Reporter Boris Herrmann und Felix Haselsteiner hier im Podcast „Und nun zur WM“ erzählt. Und wer lieber lesen als hören möchte, kann hier noch einmal Felix’ Erlebnisse aus Vancouver überfliegen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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