Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa und SID.Hier geht es zum Spielplan, hier zum deutschen Kader, hier zu einer Übersicht über die Spielorte und Stadien, hier zu einem Überblick über alle WM-Teilnehmer und hier zur Schwerpunktseite zur WM mit allen Texten der SZ.Alle Nachrichten und SZ-Geschichten zur WM erhalten Sie auch zweimal täglich mit unseren Newslettern „SZ am Morgen“ und „SZ am Abend“. Hier können Sie sich dafür anmelden.Wichtige UpdatesTrump bekommt DFB-Trikot von MerzFranzose Renard übernimmt Tunesiens NationalteamErgebnisse aus der Nacht: drei Spiele, kein SiegerKlopp bereut „Noch“-Spruch: „Hätte mir aufs Maul hauen können“ Somalischer Referee bekommt Prämie Kimmich verteidigt Sané: "Kritik verstehe ich nicht" Kapitän Joshua Kimmich hat seinen Nationalmannschaftskollegen Leroy Sané energisch gegen Kritik verteidigt. „Ich finde das nicht verständlich. Er war extrem engagiert, er hat mich auf unserer Seite nie alleine gelassen, ist immer zurückgesprintet“, sagte Kimmich am Dienstag im DFB-Camp in Winston-Salem.Sané hatte beim 7:1 gegen Curaçao zum WM-Auftakt zwei Großchancen vergeben. Ja, er habe „kein Tor gemacht, daran wirst du dann von außen immer gemessen. Wichtig ist, dass wir das intern als Mannschaft und mit dem Trainer nicht nur daran bemessen“, betonte Kimmich. „Cool, wenn er jedes Spiel drei Tore macht, aber er hat auch andere Aufgaben. Das hat er sehr gut gemacht. Daher verstehe ich die Kritik nicht, schon gar nicht nach einem 7:1.“ Lesen Sie dazu auch: Adidas fehlt der Buchstabe V beim BeflockenDer Ausrüster der deutschen Nationalmannschaft, Adidas, hat ein Problem mit dem Buchstaben V: Fans können derzeit online keine Originaltrikots mit den Namen der Spieler Kai Havertz, Aleksander Pavlović und Deniz Undav bestellen – bei der Beflockung ist der Buchstabe V ausgegangen. Adidas bestätigte einen entsprechenden Bericht der Bild.„Aufgrund der hohen Nachfrage nach Beflockungen der Spieler Undav, Havertz und Pavlović kam es kurzfristig zu Engpässen bei der Verfügbarkeit des Buchstabens ‘V’“, erklärte ein Sprecher. „In Zusammenarbeit mit unserem Partner 11teamsports konnten wir diese schnell beheben, sodass die Flocks mit dem Buchstaben ‘V’ in Kürze wieder online bestellbar sein werden.“ Warum das Trikot modisch gut ankommt, können Sie hier lesen: Leistungsklausel in Tuchels Vertrag Nur weil Thomas Tuchel seinen Vertrag als englischer Nationaltrainer vor einiger Zeit bis 2028 verlängert hat, bedeutet das nicht, dass der deutsche Trainer die Three Lions bei der Heim-EM in zwei Jahren auch trainieren wird. Dafür muss der 52-Jährige bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko gewisse Ziele erfüllen.„In jedem Vertrag mit der FA ist eine Leistungsklausel verankert, aber ich werde nicht ins Detail gehen, was diese beinhaltet“, sagte Mark Bullingham, Chief Executive Officer des englischen Verbandes vor dem ersten Spiel der Engländer bei der Weltmeisterschaft an diesem Mittwoch (22 Uhr MESZ im SZ-Liveticker) gegen Kroatien.In England hatte es Kritik daran gegeben, dass der Vertrag mit Tuchel bereits vor der WM verlängert wurde. Bullingham verteidigte diese Entscheidung nun. „Die Realität ist, dass er ein Top-Level-Coach ist, der nachgefragt sein würde“, sagte Bullingham. „Und wir wussten, dass wir jemanden haben, der einen wirklich guten Job macht und wir können nicht erwarten, dass er einfach wartet und schaut, wie es läuft“, sagte Bullingham.Wie Tuchel seine Mannschaft zum WM-Titel führen will, können Sie hier lesen.Frankreich startet mit viel OffensivdrangWenn am Abend die Franzosen ins WM-Turnier starten (21 Uhr gegen Senegal, Liveticker auf SZ.de), mag sich manch einer wundern. Waren die Teams von Trainer Didier Deschamps nicht immer für ihre Defensivkünste berüchtigt? Vieles hat sich geändert, Deschamps lässt neuerdings beherzt stürmen in Frankreichs Nationalteam. Jedoch nicht ganz freiwillig, wie SZ-Reporter Claudio Catuogno beobachtet hat:Trump bekommt DFB-Trikot von MerzKanzler Friedrich Merz hat US-Präsident Donald Trump am Rande der G-7-Beratung über die Ukraine in Évian ein Trikot der deutschen Nationalmannschaft als verspätetes Geburtstagsgeschenk überreicht. Spielername: Trump. Nummer: 47. Der Republikaner ist der 47. Präsident der Vereinigten Staaten, wo derzeit – wie auch in Kanada und Mexiko – die Fußballweltmeisterschaft ausgetragen wird. Am Sonntag feierte Trump seinen 80. Geburtstag.Merz überreichte das Trikot vor einer Arbeitssitzung zur Lage in der Ukraine an Trump. Dieser hatte zu dem Zeitpunkt bereits am runden G-7-Tisch Platz genommen. Merz ging zu seinem Platz, wickelte das Shirt aus einem Papier und ging auf Trump zu. Der Präsident nahm das Trikot im Sitzen entgegen und hielt es mit Namen und Nummer auf der Rückseite in die Kameras. Dann legte der Präsident das T-Shirt zusammengewickelt auf den Tisch neben sich.Auf Instagram schrieb der Kanzler: „Herzlichen verspäteten Glückwunsch zum 80. Geburtstag. Schließlich spielen wir im selben Team.“ Zuletzt hatte es Misstöne zwischen Merz und Trump gegeben, nachdem sich der Bundeskanzler kritisch zum US-Vorgehen im Iran-Krieg geäußert hatte.In den Kommentaren unter dem Post löst die Geste größtenteils Irritation aus. Während einige Nutzer die Bemerkung Merz' in Frage stellen, dass er und Trump im selben Team spielten, kommentieren andere, sie hätten Bücher übers Völkerrecht passender gefunden. Und manch einer stellt sich die Frage: "Ist das AI oder wurde der Account gehackt?" Deutschland ist WM-ToptorschützeMit ihrem überlegenen Sieg gegen Curaçao am Sonntag ist die DFB-Elf im ewigen Tore-Ranking bei Weltmeisterschaften an Brasilien vorbeigezogen: Die Deutschen haben nun 239 Tore erzielt, Brasilien 238.Zu allem Übel für die Südamerikaner sicherte sich Deutschland den Spitzenrang auch noch mit einem 7:1, demselben Ergebnis also, mit dem Kroos, Klose und Co. bei der WM 2014 die Gastgeber mit Oscar und ohne Neymar aus dem Stadion von Belo Horizonte fegten, bevor sie im Finale von Rio auch Argentinien niederrangen.Immerhin ein winziges Trostpflaster für die Brasilianer, die in ihrem ersten WM-Spiel 2026 gegen Marokko nur ein Törchen erzielten: Sie sind mit fünf Titeln weiterhin Rekordweltmeister. Deutschland hat vier Titel und könnte, wenn’s gut läuft, diesen Sommer gleichziehen. Die Italiener mit ihren vier Titeln sind mal wieder nicht angereist. Und die Topfavoriten? Frankreich hat bisher zwei WM-Titel gesammelt, Spanien und England jeweils einen.Antonio Rüdiger verlängert bei Real MadridBei der WM ist Antonio Rüdiger in der Nationalelf nur noch zweite Wahl – bei Real Madrid allerdings bleibt er das Fundament der Abwehr. Der spanische Rekordmeister verkündete am Dienstag die Verlängerung des Ende des Monats auslaufenden Vertrages mit dem 33-Jährigen um ein Jahr bis 2027.Für Real hat Rüdiger in der vergangenen Saison wegen Verletzungen nur 18 Ligaspiele absolviert, aber war er fit, dann war er auch gesetzt. Anders sieht es bei Bundestrainer Julian Nagelsmann aus: Rüdiger, 83-maliger Nationalspieler, ist beim DFB-Team erster Ersatz für die Stamm-Innenverteidiger Jonathan Tah (Bayern München) und Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund). Gegen Curaçao (7:1) zum WM-Auftakt wurde er in der 73. Minute eingewechselt.„Desaster“: Iraner wütend über Reisestrapazen bei WMKapitän Mehdi Taremi sprach von einem „Desaster“, Trainer Amir Ghalenoei beklagte die „Unterdrückung“ seines Teams. Die Iraner waren davon ausgegangen, nach dem Spiel gegen Neuseeland eine Nacht in Kalifornien bleiben zu können. Stattdessen wurde das Team zur sofortigen Abreise in sein Teamquartier im mexikanischen Tijuana aufgefordert. Wieso das geändert wurde, wisse er nicht, sagte Ghalenoei, aber: „Wir sind das am meisten unterdrückte Team im Turnier.“ Die Chancen auf das erstmalige Erreichen der K.-o.-Runde sehen Taremi und Co. dadurch geschmälert. „Bei der WM musst du dich gut auf das nächste Spiel vorbereiten. Aber diese Unterstützung haben wir nicht. Die Fifa könnte uns da mehr helfen“, sagte der Angreifer. Fifa-Präsident Gianni Infantino schaute zwar nach dem Spiel in der iranischen Kabine vorbei, konnte die Spieler aber offenbar nicht beruhigen.Monatelang stand die WM-Teilnahme wegen des Kriegs mit den USA infrage, am Tag nach dem verkündeten Friedensabkommen lief Irans Team dann in Los Angeles auf. Proteste der zahlreichen in Kalifornien lebenden Exil-Iraner gegen das Regime hatten die Partie bereits im Vorfeld begleitet. Im Stadion waren trotz Verbot viele historische „Schah-Flaggen“ zu sehen, bei der iranischen Hymne ertönten deutliche Pfiffe.Ansonsten stand bei dem 2:2 aber der Fußball im Vordergrund. Kapitän Taremi hofft, dass sich die Situation für die kommenden Spiele gegen Belgien und Ägypten verbessert.„ Wir sind hier, um Fußball zu spielen.“Mehdi Taremi, Kapitän des iranischen NationalteamsAuch das ZDF hat sich bei der Übertragung des Spiels auf das Wesentliche konzentriert, schreibt Stefan Fischer:Löw spricht über aktuelles DFB-TeamNach dem 7:1 der deutschen Elf gegen Curaçao hat sich auch Joachim Löw mit dem Leistungsstand des Nationalteams beschäftigt. Und er tat das, ganz zeitgeistig, auf TikTok in einem Talk mit Toni Kroos. Stoßrichtung: Der frühere Bundestrainer hat scho au noch seine Zweifel. „Die Mannschaft hat viel Qualität, aber noch nicht die Stabilität, die es braucht, um Titel zu gewinnen.“Ein bisschen Frieden: Nur Unentschieden an einem WM-Spieltag gab's zuletzt vor 68 JahrenSo einen öden Spieltag gab es letztmals bei der WM 1958. Am Montag (Ortszeit) spielte Europameister Spanien nur 0:0 gegen Außenseiter Kap Verde. Belgien und Ägypten trennten sich 1:1. Auf 1:1 einigten sich auch Saudi-Arabien und Uruguay. Und sogar das mit Spannung erwartete Spiel Irans gegen Neuseeland endete remis: 2:2.Auf den Plätzen ging's um Fußball – und auch ein bisschen um Frieden. Denn wenn man das Ganze positiv sehen will, was selten eine schlechte Idee ist, könnte man es ausdrücken wie der Fußball-Weltverband:„Perfekt ausgeglichen, so wie es sein sollte.“FifaNur einmal zuvor gab es so einen friedlichen WM-Spieltag: am 15. Juni 1958. In den Gruppenmatches beim Turnier in Schweden endeten folgende Spiele ohne Sieger: Deutschland gegen Nordirland 2:2, England gegen Österreich 2:2, Paraguay gegen Jugoslawien 3:3 und Schweden gegen Wales 0:0.Kurios: Das Team von Kap Verde war beim Remis gegen Ex-Weltmeister Spanien sogar so friedlich unterwegs, dass es mit nur einem einzigen Foul auskam. Ein bisschen Freude kam danach auch auf.Die Tränen des kapverdischen TormannesDass der Torhüter der Kapverden die Favoriten aus Spanien zur Verzweiflung treibt, ist bisher eines der großen Themen des Turniers. Sein Name: Vozinha. Seine Geschichte: mehr als erstaunlich. Und mal abseitig gefragt: Ist Manuel Neuer etwa gar nicht der beste 40-jährige Keeper dieser WM? SZ-Reporter Martin Schneider hat Vozinha in Atlanta beobachtet: Franzose Renard übernimmt Tunesiens NationalteamNach nur einem WM-Spiel hat der tunesische Fußballverband seinen Trainer entlassen. Sabri Lamouchi, 54, der das Team erst im Januar übernommen hatte, muss nach dem 1:5 gegen Schweden gehen. Nun soll der Franzose Hervé Renard Tunesiens Elf für das restliche Turnier anführen, zitierte das staatliche Fernsehen den Verbandspräsidenten Moez Nasri.Die Trennung von Lamouchi erfolgte „im gegenseitigen Einvernehmen“, hieß es vom Verband bei Instagram. Schon zuvor hatte das tunesische Fernsehen berichtet, dass der bisherige Coach das Quartier der Nationalmannschaft in Mexiko verlassen habe. Die deutliche Niederlage gegen Schweden war zu viel für Lamouchi, der als Nationaltrainer Tunesiens nur ein Spiel gewonnen hat: mit 1:0 gegen Haiti. In der WM-Vorbereitung hatte das Team des früheren französischen Nationalspielers mit 0:1 gegen Österreich und bei der Generalprobe mit 0:5 gegen Belgien verloren. Bleibt die Frage, warum er die Mannschaft dann überhaupt zur Weltmeisterschaft führen sollte.Sein Nachfolger Hervé Renard war auch mal französischer Nationalspieler. Er soll zeitnah im Teamcamp eintreffen, um die Vorbereitung auf das zweite Spiel gegen Japan am Sonntag (MESZ) zu übernehmen. Zuletzt war Renard, 57, als Trainer Saudi-Arabiens tätig. Er hat schon einige Erfahrung als Coach afrikanischer Nationalteams gesammelt: Sowohl Sambia als auch die Elfenbeinküste führte er zum Afrika-Cup-Titel. In den verbleibenden beiden WM-Vorrundenspielen steht Tunesien gegen Japan und gegen die Niederlande in der Gruppe F stark unter Druck.Ergebnisse aus der Nacht: drei Spiele, kein SiegerBelgien – Ägypten 1:1 Belgien verdankt der Einwechslung von Romelu Lukaku das Remis gegen Ägypten in Seattle. Der Stürmer war beim Ausgleich entscheidend beteiligt.Saudi-Arabien – Uruguay 1:1Uruguay verhindert in Miami die Auftaktniederlage gegen Saudi-Arabien.Iran – Neuseeland 2:2Neuseeland und Iran trennen sich in Inglewood in einem unterhaltsamen Spiel unentschieden. Die Iraner glichen zweimal einen Rückstand aus. Vielleicht lag es daran, dass sie letztendlich doch schon am Vorabend in die USA reisen durften?Trotz Verbot: Fans zeigen historische Iran-Flaggen bei WM-Spiel Zahlreiche Fans haben beim WM-Spiel Irans in Los Angeles trotz eines Fifa-Verbots die historische iranische Flagge gezeigt. Im Stadion waren schon lange vor dem Anpfiff gegen Neuseeland viele Zuschauer mit der früheren Nationalflagge zu sehen, die bis zur Islamischen Revolution 1979 offiziell verwendet wurde. Die Flagge mit Löwen- und Sonnenmotiv gilt heute als Symbol der Opposition. Der Oberste Gerichtshof des Bezirks Los Angeles bestätigte erst wenige Stunden vor dem Spiel, dass das Verbot der historischen Flagge bei der WM bestehen bleibt. Nach einem Bericht der New York Times war der Fall nach einer kurzfristigen Klage des „Institute for Voice of Liberty“ und eines iranischen Fans vorgezogen worden. Richter Curtis A. Kin erklärte, Meinungsfreiheit sei zwar „unglaublich wichtig“ und „heilig“, aber nicht unbegrenzt und müsse auf privatem Gelände angemessen geregelt werden können.Vor dem Stadion protestierten zahlreiche iranische Anhänger zudem gegen das Regime in Teheran. Während des Abspielens der iranischen Nationalhymne vor dem Anstoß waren im Stadion laute Pfiffe zu hören. In Südkalifornien lebt die größte iranische Gemeinde außerhalb Irans.Videoschiedsrichter erklärt HandgesteDer australische Schiedsrichter Shaun Evans hat den Verdacht zurückgewiesen, beim Spiel zwischen Deutschland und Curaçao mit einer Handgeste eine politische Botschaft gesendet zu haben. Evans wird in einer Mitteilung der Fifa mit den Worten zitiert, er habe weder absichtlich eine Geste noch ein Symbol verwendet, um irgendeine Zugehörigkeit oder Überzeugung zu vermitteln. Vor dem Anpfiff der Partie in Houston war Evans kurz im Video-Schiedsrichterraum zu sehen. Dabei formt er mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis und streckt die übrigen Finger aus. In sozialen Netzwerken wird seitdem spekuliert, ob es sich um ein von rechtsextremen Gruppen genutztes „White Power“-Symbol handelt. Evans weist das zurück und erklärt, er verstehe die Interpretation der Geste und bedauere sie. Zugleich betont er, das Handzeichen weder wissentlich noch absichtlich gezeigt zu haben. Es sei vielmehr ein „unwillkürliches, unterbewusstes Zucken“ gewesen.Mehr ladenTickarooLive Blog Software