Wer nach dem 7:1-Erfolg im Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 das Haar in der Suppe sucht, landet derzeit in der Regel bei Leroy Sané. Nach der geglückten Pflichtaufgabe gegen Curaçao geriet der Flügelstürmer mal wieder in den Fokus der Kritiker. Weil er auch gegen Curaçao teilweise unglücklich agierte, dazu in der 63. Minute eine Großchance vergab, befindet sich der ehemalige Bayern-Spieler erneut im Mittelpunkt der Kritik.Doch auf seinen Kapitän Joshua Kimmich kann er sich verlassen. Kimmich sprach nämlich am Dienstag auf einer Pressekonferenz des DFB, sprang seinem Kollegen zur Seite und nutzte die Gelegenheit, um seinen Mitspieler mal ausführlich zu loben.

Die Kritik habe er mitbekommen, so Kimmich. „Finde ich nicht so verständlich, ehrlicherweise“, diktierte er den Journalisten in die Notizblöcke. „Ich fand ihn extrem engagiert“, lobte er weiter. Und wer ist schon näher dran als Kimmich selbst, der als rechter Verteidiger direkt hinter Sané auflief und besonders das Umschaltverhalten seines Vordermanns lobte: „Das ist auch etwas, worauf ich achte.“

Steht mal wieder reichlich Kritik gegenüber: Leroy Sané

© Tom Weller/dpa

Der Öffentlichkeit warf Kimmich vor, Sané nur auf Basis von Treffern und Vorlagen zu messen. Er selbst hob dessen Disziplin hervor, mit der Sané stets auch nach hinten arbeite: „Er hat mich nie allein gelassen, ist immer zurückgesprintet. Bei Ballverlusten hat er immer versucht, schnell wieder hinter den Ball zu kommen. Natürlich hat er jetzt kein Tor gemacht. Daran wirst du dann von außen immer gemessen als Offensivspieler.“