Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa und SID.Hier geht es zum Spielplan, hier zum deutschen Kader, hier zu einer Übersicht über die Spielorte und Stadien, hier zu einem Überblick über alle WM-Teilnehmer und hier zur Schwerpunktseite zur WM mit allen Texten der SZ.Alle Nachrichten und SZ-Geschichten zur WM erhalten Sie auch zweimal täglich mit unseren Newslettern „SZ am Morgen“ und „SZ am Abend“. Hier können Sie sich dafür anmelden.Wichtige UpdatesSomalischer Referee bekommt Prämie Kritik an der Fifa wegen Einreise-ThemaNeuer und Brown starten gegen CuraçaoAufatmen beim ÖFB: Rangnick bleibt Österreichs Teamchef Zwei Deutsche in Toronto festgenommenKimmich wünscht sich bessere StimmungWie es diesem Land im WM-Sommer so geht? Nunja, Deutschland grummelt, Deutschland sucht sich selbst und Joshua Kimmich hat sich über den Zustand des Landes Gedanken gemacht. In einem Bild-Interview spricht der Bayern-Profi über "positiven Patriotismus und gesellschaftlichen Zusammenhalt - ohne dabei andere auszuschließen". „Selbstverständlich spüre ich die aktuelle Unzufriedenheit in Deutschland und auch, dass es politisch und gesellschaftlich ziemlich unruhig ist. Der Sport kann hier eine große Chance sein. “Corendon-Captain aus Curaçao tanzt mit FanMit 150 000 Einwohnern ist Curaçao ist das kleinste Land, das sich je für eine WM qualifiziert hat. Kein Wunder also, dass die Menschen von der Karibikinsel ausrasten vor Vorfreude. Zwei von ihnen ganz besonders, ihre Tanzeinlagen gehen gerade in den Sozialen Medien viral. Da tanzt ein Fan in blauem Shirt und Kappe auf dem Rollfeld einen Piloten an – und der macht mit, schwingt die Hüften, kniet wackelnd nieder.Im Hintergrund sieht man die Boeing der Corandon Dutch Airlines, die der Captain von Willemstad auf der Karibikinsel nach West Palm Beach in den USA steuern wird. Corendon ist offizieller Sponsor des Nationalteams von Curaçao, das als Land autonom ist, aber immer noch zum Königreich der Niederlande gehört. Es gibt sogar ein Video vom Flughafen nach der Ankunft, in dem die beiden wieder steppen. Ob Spieler und Fans des Karibikstaats auch am Sonntagabend noch Grund zum Tanzen haben, hängt auch von der deutschen Mannschaft ab. Anpfiff des Spiels ist am Abend um 19 Uhr.Eins ist aber schon klar: Kein Lufthansapilot hat so lockere Hüften wie der Corendon-Captain.Somalischer Referee bekommt Prämie Volle Gage trotz WM-Aus: Der somalische Schiedsrichter Omar Artan soll von der Fifa seine komplette Prämie für das Weltevent in den USA, Mexiko und Kanada erhalten. Wie die BBC berichtete, entschied sich der Weltverband dazu, obwohl der 34-Jährige nach verweigerter Einreise in die USA kein Spiel pfeifen kann. Wie hoch seine Prämie ausfällt, ist noch nicht klar. Die Referees werden nach dem Ende des Turniers bezahlt, das für Artan unter keinem guten Stern stand. Afrikas Schiedsrichter des Jahres 2025 war am Flughafen von Miami von US-Behörden abgewiesen worden. Im Gespräch mit der New York Times betonte der Somalier, „die richtigen Unterlagen und alles“ gehabt zu haben. Ein Vertreter des US-Außenministeriums teilte der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag mit, Artan stehe „mit mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen in Verbindung“, weshalb er „für die Einreise in die Vereinigten Staaten nicht zugelassen“ sei. Mittlerweile kündigte die Europäische Fußball-Union an, ihn beim Uefa Super Cup einzusetzen. Artan soll am 12. August in Salzburg die Partie zwischen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain und Europa-League-Champion Aston Villa leiten. „Zum Glück stellt Nagelsmann die Mannschaft auf, noch“, sagt KloppDie WM läuft seit wenigen Tagen, genauso ist es mit den zugehörigen TV-Übertragungen des Senders Magenta. Und dort stehen bekanntlich wortgewaltige Experten am Mikrofon. Menschen wie Jürgen Klopp, der prompt ein paar Kommentare Richtung Bundestrainer Nagelsmann in die Welt setzte. Die SZ-Reporter Philipp Schneider und Philipp Selldorf berichten aus Houston, dem Spielort des ersten deutschen Spiels, und ordnen die Debatte ein: Diebstahl bei Engländern aufgeklärtDie englische Nationalmannschaft kann nach dem Diebstahl von Trainingsequipment aufatmen. Wie Torhüter Dean Henderson nach der ersten Trainingseinheit berichtete, sei „alles wieder da. Also ist alles gut.“ Am späten Samstagabend wurden zwei Männer wegen des Diebstahls angeklagt - laut der Staatsanwaltschaft von Jackson County soll die gestohlene Ausrüstung einen Wert von 18.000 Dollar gehabt haben. „Jackson County wird keine kriminellen Handlungen dulden, die sich gegen Besucher der Weltmeisterschaft richten, einschließlich der internationalen Mannschaften, die hierher gereist sind, um an den Wettkämpfen teilzunehmen,“ sagte Melesa Johnson, die Staatsanwältin von Jackson County. Die beiden verdächtigen Männer befinden sich in Haft, die Kaution wurde auf jeweils 75.000 Dollar festgesetzt. Zuvor hatte Kansas Citys Bürgermeister Quinton Lucas mitgeteilt, dass Behörden auf „lokaler, staatlicher und föderaler Ebene“ Ermittlungen aufgenommen hätten, nachdem Fahrzeuge, die Ausrüstung von Florida zum Trainingsgelände Swope Soccer Village transportierten, aufgebrochen worden waren. Auch Abwehrspieler Dan Burn bestätigte, dass seine Ausrüstung und seine Schuhe wieder da seien.Türkei enttäuscht gegen wuchtige AustralierDie Türkei hat ihr WM-Comeback nach 24 Jahren verpatzt und gegen Australien überraschend eine Niederlage kassiert. In Vancouver verlor das Team 0:2 (0:1) und steht vor dem Duell mit Paraguay bereits unter Druck. Der ehemals beim FC Bayern unter Vertrag stehende Nestory Irankunda (27.) traf für Australien zur Führung, St.-Pauli-Profi Connor Metcalfe sorgte in der 75. Minute für das 2:0. Ins Duell mit Co-Gastgeber USA können die Socceroos am Freitag in Gruppe D mit Selbstvertrauen und einer echten Chance auf die K.-o.-Runde gehen. 2002 waren die Türken zuletzt für eine WM qualifiziert, für die Generation um Reals Arda Güler und Kapitän Hakan Calhanoglu ist das XXL-Turnier die erste WM-Teilnahme. Trotz der mühsamen Qualifikation über die Playoffs ging die Türkei als Favorit ins Duell mit Australien und hatte auch mehr Ballbesitz - konnte damit aber zu wenig anfangen. Mit teilweise neun Mann im eigenen Strafraum verteidigte Australien die Führung, für die Türkei gab es kein Durchkommen. Das Tor durch Irankunda, der inzwischen beim FC Watford unter Vertrag steht, fiel durch einen Konter unmittelbar, nachdem Güler die erste echte Chance für die Türkei hatte. Auch beim zweiten Treffer nutzten die Australier eine Unachtsamkeit der drückenden Türken aus. Metcalfe traf von außerhalb des Strafraums mit einem Schuss ins kurze Eck - und das nach einer Saison ohne einen Treffer für St. Pauli.Kritik an der Fifa wegen Einreise-ThemaAnnalena Baerbock, Präsidentin der UN-Generalversammlung, hat die Fifa in der Debatte um verweigerte Einreisen kritisiert. „Der krasseste Fall“ sei, dass der somalische Schiedsrichter Omar Artan aus Somalia von den USA abgewiesen wurde, sagte sie im Podcast „Calcio d´Oro“.„Das ist halt eben der Moment, wo es nicht mehr heißen kann, man ist neutral, man kann sich nicht äußern. Neutralität heißt, dass man alle Schiedsrichter einreisen lässt“, betonte Baerbock. „Jetzt muss die Fifa aktiv werden, um deutlich zu machen, dass sie zu ihren eigenen Regeln steht.“ Die Einreisebestimmungen in den USA sind ein großes Thema rund um diese WM. Für besonders viel Wirbel sorgte der Fall des 34 Jahre alten somalischen Schiedsrichters Artan, der nicht ins Land durfte - wegen angeblicher Verbindungen zu einer Terrororganisation. Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte gesagt, dass die verweigerte Einreise „natürlich unglücklich“ sei. „Wir kontrollieren nicht alles. Wir versuchen, wir werden diskutieren, wir werden sprechen, wir werden sehen. Manchmal ist es gut, einfach zu chillen, relaxen. Wir versuchen, alles zu lösen“, sagte Infantino. „Aber wir müssen respektieren, dass wir nicht die Könige der Welt sind, die über Regierungen und die Polizei bestimmen. Wir sind eine Sportorganisation.“Nicht Batman, sondern Edgar Davids: Schotte widmet das Tor seinem NeffenEs war weit mehr als nur ein Tor: Als Schottlands Matchwinner John McGinn nach seinem entscheidenden Treffer zum 1:0-Sieg gegen Haiti vor die Tribüne lief, galt sein erster Gedanke nicht dem ersten WM-Erfolg seiner Mannschaft seit 36 Jahren, sondern seinem Neffen Jack. Mit den Händen formte McGinn eine Brille vor seinem Gesicht.„Es bedeutet mir die Welt. Ich bin mir sicher, wenn er wieder in die Schule geht, werden all seine Mitschüler darüber reden“, sagte McGinn über das emotionale Zeichen für seinen Neffen, der auf der Tribüne saß.Der Junge leidet an einer Sehschwäche und ist beim Fußballspielen auf eine Brille angewiesen. Heutzutage tragen eigentlich alle Fußballer, die schlecht sehen, Kontaktlinsen. Ein Vorbild für Kinder wie einst den Niederländer Edgar Davids, der um die Jahrtausendwende mit Sportbrille im Gesicht für Juventus Turin spielte, gibt es nicht mehr.„Wenn du jünger bist, ist das oft schwierig, weil du dich sozial ausgeschlossen fühlst. Deshalb will ich ihn so ein wenig unterstützen und ihm Kraft schicken.“John McGinn, schottischer TorschützeFifa räumt technische Störung ein Eine technische Panne hat für Verwirrung beim TV-Publikum während des WM-Spiels zwischen der Schweiz und Katar (1:1) gesorgt. Weil eine kurze Störung die Erstellung der Abseits-Grafik vor dem der Schweiz zugesprochenen Elfmeter verhinderte, rätselten Zuschauer und Experten über eine mögliche Abseitsstellung vor dem Foul von Katars Torwart Mahmud Abunada an Remo Freuler.„Ich hätte mit einer Abseitsposition gerechnet“, sagte der frühere Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer im ZDF. „Ich kann mir nur vorstellen, dass die Kamera eine falsche Perspektive gezeigt hat oder die halbautomatische Abseitslinie ausgefallen ist.“Der Fußball-Weltverband wies in einer Mitteilung darauf hin, dass der Arbeitsablauf des Video-Assistenten durch die technische Panne nicht beeinträchtigt gewesen sei. „Die vom VAR zur Überprüfung der Positionen der betreffenden Spieler verwendeten Linien ergaben in keiner der beiden Situationen unmittelbar vor der Elfmeterentscheidung, dass sich der Angreifer in einer Abseitsposition befand“, hieß es von der Fifa.Vinícius' Knaller hilft BrasilienBrasilien und Marokko trennen sich zum Auftakt in einer zumindest in der ersten Halbzeit hochklassigen Partie mit 1:1. Vinícius Junior brachte eine zunächst strauchelnde Seleção durch eine starke Einzelaktion ins Spiel zurück. Ein enttäuschendes Ergebnis, das zur allgemeinen Stimmung rund um die Seleção passt, wie SZ-Reporter Boris Herrmann aus New York berichtet. Da hilft es auch wenig, dass Trainer Carlo Ancelotti seine gewohnte Aura sprechen lässt: Neuer und Brown starten gegen CuraçaoRückkehrer Manuel Neuer steht beim WM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Curaçao im Tor. Das bestätigte Bundestrainer Julian Nagelsmann auf der abschließenden Pressekonferenz in Houston. „Alle Spieler sind gesund und Manu wird beginnen“, sagte Nagelsmann. Auf der linken Außenverteidigerposition bekommt Nathaniel Brown den Vorzug vor David Raum.Damit feiert Neuer am Sonntag (19 Uhr/ARD und MagentaTV) sein DFB-Comeback nach 709 Tagen. Das letzte seiner bisher 124 Länderspiele bestritt der 40-Jährige beim Viertelfinal-Aus bei der Heim-EM 2024 gegen Spanien (1:2 n.V.).In den WM-Vorbereitungsspielen gegen Finnland (4:0) und die USA (2:1) fehlte Neuer aufgrund einer Wadenverletzung. Der Münchner wurde durch Oliver Baumann vertreten, der lange Zeit als Nummer eins für die WM galt. Einen umfangreichen Kadervergleich der beiden ungleichen Kontrahenten finden Sie übrigens hier. Lassen Sie sich von der Palme nicht abschrecken, es geht um Fußball: Später Ausgleich: Schweizer Blamage gegen KatarDamit hatte kaum einer gerechnet: Durch einen ganz späten Treffer luchst Außenseiter Katar im Glutofen von San Francisco dem klaren Favoriten Schweiz einen Punkt ab. Die Eidgenossen verpassen es, die Partie frühzeitig zu entscheiden und stehen nun in der Gruppe B schon gehörig unter Druck.Kommentar zum DFB-Team: An Unterkunft und Laune dürfte es diesmal nicht scheiternZweimal war fürs deutsche Nationalteam zuletzt nach der WM-Vorrunde Schluss. Als Grund (oder Ausrede) wurde unter anderem die jeweils suboptimale Unterbringung in Russland und Katar genannt. Vor dem Auftakt bei dieser WM gegen Curaçao beobachtet SZ-Reporter Philipp Schneider das DFB-Team in ihrem Quartier in Winston-Salem (North Carolina) und kommentiert : Das Zwischenmenschliche in der Mannschaft scheint zu passen – für leise Zweifel sorgt eher so manche Personalentscheidung auf dem Rasen.Aufatmen beim ÖFB: Rangnick bleibt Österreichs Teamchef Zuletzt hatte es etliche Spekulationen gegeben. Doch nun steht fest, dass Teamchef Ralf Rangnick auch nach der Weltmeisterschaft die österreichische Fußball-Nationalmannschaft trainieren wird. Der 67 Jahre alte Coach soll die Österreicher zur Europameisterschaft 2028 führen, wie der Verband mitteilte. Bei einer erfolgreichen Qualifikation für die EM in Großbritannien und Irland verlängert sich Rangnicks Vertrag automatisch für das Turnier. Rangnick ist seit Sommer 2022 Teamchef des Austria-Teams und qualifizierte sich mit der Alpenrepublik für die EM 2024 und die aktuelle WM. Diese beginnt für die ÖFB-Elf, die in Santa Barbara (Kalifornien) quartiert, am Mittwochmorgen um 6.00 Uhr (MESZ) gegen Jordanien (ZDF und Magenta TV).„Ich freue mich sehr, dass wir unseren Fans kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft diese großartigen Nachrichten präsentieren können“, sagte ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll. Zuletzt war Rangnick vor allem mit der AC Mailand in Verbindung gebracht worden, soll dem Klub laut der italienischen Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“ aber abgesagt haben.Wackelt der WM-Rekord von Miroslav Klose?Ihren ersten Doppeltorschützen hat dieses Turnier bereits gefunden: Folarin Balogun traf beim 4:1 der US-Amerikaner gegen Paraguay zweifach. Die ewige Torschützenliste bei Fußball-Weltmeisterschaften führt ein Deutscher an: Miroslav Klose erzielte insgesamt 16 Treffer. In den kommenden Wochen könnten vor allem Lionel Messi (bislang 13 Tore) und Kylian Mbappé (12 Tore) dem amtierenden Rekordhalter gefährlich werden. SZ-Reporter Christof Kneer hat mit dem 137-fachen Nationalspieler Klose gesprochen – über den Dreierpack in seinem ersten WM-Spiel 2002, über die Bedeutung von Auftaktpartien, und darüber, wie er die Chancen der DFB-Elf bei diesem Turnier einschätzt.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
WM 2026: Kimmich wünscht sich „positiven Patriotismus“
Der Münchner spricht über die allgemeine Stimmung im Land. Manuel Neuer und Nathaniel Brown stehen am Sonntag gegen Curaçao in der Startelf. Annalena Baerbock kritisiert die Fifa scharf wegen Einreise-Thema.














