Das aberkannte Tor von Jonathan Tah im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gegen Paraguay zum 2:1 wegen eines angeblichen Foulspiels sorgt für Diskussionen. „Für mich ist das keine klare Fehlentscheidung vom Schiedsrichter“, sagte MagentaTV-Experte Patrick Ittrich über den Eingriff der Video-Schiedsrichterin nach der Aktion in der ersten Hälfte der Verlängerung.Was war passiert? Nach einer Ecke köpfte Tah Deutschland zur 2:1-Führung. Doch dann griff der VAR, um den es bei der WM bislang relativ wenig Ärger gab, wegen eines angeblichen Stoßes von Waldemar Anton gegen Paraguays Keeper Orlando Gill ein. Nachdem der Unparteiische Jalal Jayed aus Marokko einen Hinweis aufs Ohr bekommen und sich die Aktion noch einmal angesehen hatte, entschied er zügig auf Foulspiel. „Für mich ist das zu kleinlich. Ich sehe kein Wegdrücken, kein Wegstoßen“, sagte Ittrich. Der VAR-Eingriff sei nicht notwendig gewesen. Ähnlich sah es ZDF-Experte Thorsten Kinhöfer: „Wir haben bei der WM schon ganz andere Situationen erlebt und der Torwart steht sofort wieder auf. Das ist ein normaler Kontakt, das ist nie und nimmer ein Foul. Mir fehlen die Worte.“Eine andere Meinung äußerte der frühere englische Schiedsrichter Mark Clattenburg. „Das ist ein klares Foul für mich“, sagte er beim US-Sender Fox Sports. (dpa)Florian ErbeMit ihrer kollektiven Ruder-Einlage haben die Norweger bei der Fußball-WM auch die Amerikaner angesteckt. Als die Nationalmannschaft um Stürmerstar Erling Haaland für das K.-o.-Spiel am Dienstag (19.00 Uhr, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV) im Dallas-Stadion gegen die Elfenbeinküste in Texas landete, wurde sie von Beamten des Flughafens auf dem Rollfeld-Boden sitzend und im Einklang rudernd empfangen. „Texas hat den roten Teppich für Norwegen ausgerollt“, schrieb Fox News in einem Post mit dem entsprechenden Video dazu.„Ich habe es nicht gesehen. Ich saß auf der falschen Seite des Flugzeugs, aber das ist schon eine surreale Sache“, sagte Norwegens Trainer Stale Solbakken bei der Pressekonferenz und ergänzte angesichts des Hypes scherzhaft: „Na ja, ich nehme an, der Erfinder des Ruderns hat es sich patentieren lassen – hoffe ich zumindest.“Mit dem Ruder-Schlachtgesang haben sich die norwegischen Fans vor und während der WM einen Namen gemacht. Die Aktion, die manche als „Viking Row“ bezeichnen, ist eine Art Weiterentwicklung des von Island bei der EM 2016 zelebrierten „Viking Clap“. Der Unterschied: Nach zwei immer schneller werdenden Trommelschlägen haben die Isländer jeweils in die Hände geklatscht – die Norweger dagegen „rudern“ auf ihren Plätzen vor und zurück.Norwegen ist erstmals seit 28 Jahren wieder bei einer WM dabei. Sollte gegen die Elfenbeinküste der Achtelfinal-Einzug klappen, würden Haaland und Co. ganz sicher auch wieder auf dem Rasen rudern – und die Fans auf der Tribüne. (dpa)Florian ErbeMexikos Fußball-Nationaltrainer Javier Aguirre ist sich der Verantwortung auch für das gesamte Land vor dem ersten K.-o-Spiel des WM-Mitgastgebers bewusst. Auf die Frage nach dem Gefühl einer moralischen Verpflichtung angesichts der Euphorie im Land sagte der 67-Jährige bei der Pressekonferenz: „Meine Verpflichtung ist wie Ihre: Den Job erfüllen.“Er versuche, das jeden Tag besser zu machen als am Tag vorher, und den Spielern das Beste mit auf den Weg zu geben. „Wenn das den Menschen Freude bringt, ist das wundervoll“, sagte Aguirre. Die Mexikaner treffen nach ihrer perfekten Vorrundenbilanz von drei Siegen in drei Spielen ohne Gegentor im Sechzehntelfinale in der deutschen Nacht auf Mittwoch (03.00 Uhr MESZ, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM und bei Magenta TV) auf Ecuador. Die Südamerikaner waren durch ein 2:1 im letzten Gruppenspiel gegen Deutschland weitergekommen. „Das spricht für sich“, betonte Aguirre. Die Mexikaner hoffen in dem Duell auch wieder auf die Unterstützung ihrer Fans im legendären Aztekenstadion mit mehr als 80.000 Zuschauern. „Die Fans sind unser bester 12. Mann“, bekräftigte Aguirre. Auf der Prachtstraße Reforma von Mexiko-Stadt hatten sich zuletzt geschätzte 800.000 Menschen versammelt, um den Sieg ihrer „El Tri“ gegen Tschechien (3:0) zu feiern. (dpa)Florian ErbeBrasiliens Superstar Neymar hat sich nach dem Last-Minute-Sieg gegen Japan ausgerechnet einen deutschen Ökonom vorgeknöpft. „Herr Joachim Klement … versuchen Sie es doch bitte bei der nächsten WM nochmal“, schrieb der 34-Jährige, der beim hart erkämpften 2:1 (0:1) im Sechzehntelfinale in Houston nicht eine Minute zum Einsatz kam, bei X und versah seinen Post zudem mit einem zwinkernden Emoji.Klement hatte mit seinem mathematischen Modell die letzten drei Weltmeister Deutschland (2014), Frankreich (2018) und Argentinien (2022) richtig vorausgesagt – und in diesem Jahr überraschend auf ein frühes Aus von Brasilien gegen Japan gesetzt. Geht es nach seinem eigens entwickelten Modell, das sich aus Bevölkerungsgröße, Wirtschaftskraft, Klima und FIFA-Rangliste berechnet, werden die Niederlande am 19. Juli in East Rutherford den WM-Pokal in die Luft stemmen. (sid)Florian ErbeBeim erlösenden Siegtreffer verzog Carlo Ancelotti keine Miene, bei der Pressekonferenz nach dem Spiel huschte dem erleichterten Trainer Brasiliens dann aber immer wieder ein Lächeln übers Gesicht. Sein Team habe beim hart erkämpften 2:1 (0:1) gegen Japan „leiden“ müssen, sagte Ancelotti, „aber das gehört dazu.“ Zweifel, ob die Brasilianer nach dem Kraftakt für das Achtelfinale gegen Norwegen oder die Elfenbeinküste „stark genug“ seien, wischte der kühle Italiener beiseite.„Ja, ja, wir sind stark genug. Wir schaffen das. Wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir müssen diesen Weg weitergehen“, sagte Ancelotti, der mit dem Rekordweltmeister den sechsten Stern jagt. Beinahe wäre der Traum vom WM-Titel schon am Montag im Sechzehntelfinale von Houston geplatzt, gegen die Japaner drehten die Brasilianer aber erstmals seit 2002 ein Spiel bei einer WM. Damals gewann die Selecao bekanntlich ihren fünften und bisher letzten Titel.Während seine Spieler nach dem Last-Minute-Treffer von Gabriel Martinelli (90.+5) eine gelbgrüne Party feierten und das WM-Stadion von Houston in ein gigantisches Sambodrom verwandelten, blieb Ancelotti gewohnt gelassen. Der 67-Jährige weiß: Der Weg bis zum Endspiel am 19. Juli in East Rutherford ist für die Südamerikaner noch weit.Doch schon im Achtelfinale am Sonntag (22.00 Uhr MESZ) können sich die Brasilianer erneut mit ihrem Sehnsuchtsort vor den Toren New Yorks vertraut machen. Dort war die Selecao mit einem 1:1 gegen Marokko ins Turnier gestartet. „Wir müssen uns weiter verbessern“, forderte Ancelotti, aber: „Jetzt erholen wir uns erstmal.“ (sid)Florian ErbeTrainer Graham Potter sieht das Sechzehntelfinale gegen einen Topgegner wie Frankreich für Schweden als einzigartige Gelegenheit. „Die Spieler brauchen den Glauben, dass sie diese Herausforderung meistern können“, sagte der 51-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Dienstag (23.00 Uhr MESZ, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM und bei Magenta TV): „Es ist eine Chance, die du einmal im Leben kriegst, dass du bei einer WM gegen so einen Gegner spielst.“ Er spüre deshalb „einfach Vorfreude“.Sein Team werde natürlich „nur wenige Chancen bekommen und müsse die nutzen“, führte Potter aus: „Wir müssen um unser Leben kämpfen, und das werden die Jungs machen.“ Vor allem könne man nicht nur auf einen Star wie Kylian Mbappé achten. „Da sind noch viele talentierte Topspieler mehr im Angriff, sie greifen herausragend an“, sagte der Engländer weiter: „Wir müssen als Team gut sein und verstehen, wie man zusammen verteidigen kann. Aber wir brauchen auch Entlastung nach vorne.“Nach dem letzten Platz in der WM-Qualifikation und dem Lösen des Tickets über den Umweg Nations League sowie Playoffs sei es „schon großartig, dass wir so ein Spiel bekommen und diese Erfahrung machen dürfen. Aber es ist Fußball, und wir sind da um zu gewinnen“, betonte Potter. Er sehe es anders als viele Experten eben nicht so, dass sein Team in East Rutherford „nichts zu verlieren“ habe: „Eine Niederlage würde uns schon auch wehtun.“ Der Achtelfinal-Einzug sei schon das „klare Ziel“, so Defensivspieler Victor Lindelöf. (sid)Bundestrainer Julian Nagelsmann verzichtet im WM-Sechzehntelfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Paraguay in seiner Startelf überraschend auf Jamal Musiala. Der noch nicht in Bestform spielende Münchner wird durch Super-Joker Deniz Undav ersetzt. Im Gegensatz zur Niederlage beim Abschluss der Vorrunde gegen Ecuador (1:2) kehrt zudem der zuletzt leicht angeschlagene Nathaniel Brown nach seinen Adduktorenbeschwerden als Linksverteidiger zurück.Kapitän Joshua Kimmich, Jonathan Tah und Antonio Rüdiger komplettieren vor Torhüter Manuel Neuer die Viererkette.Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha kommen im Maschinenraum zum Einsatz, obwohl das Duo gegen Ecuador schwächelte.Leroy Sané, Kai Havertz und Florian Wirtz sollen in der Offensive hinter Stürmer Undav wirbeln. Die deutsche Aufstellung: Neuer – Kimmich, Tah, Rüdiger, Brown – Pavlovic, Nmecha – Sané, Havertz, Wirtz – Undav. – Trainer: Nagelsmann (sid)Die US-Bundespolizei FBI prüft während des WM-Sechzehntelfinals in Houston nach eigenen Angaben eine „im Internet kursierende Drohung“ gegen die Arena. Brasilien und Japan bestreiten in dem Stadion ihr erstes K.-o-Runden-Spiel. „Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Anhaltspunkte für die Glaubwürdigkeit der Drohung“, heißt es in einer FBI-Mitteilung, aus der mehrere US-Medien zitieren. Das FBI erklärte, es arbeite aktuell mit den Sicherheitsbehörden auf lokaler, bundesstaatlicher und nationaler Ebene zusammen, um den Urheber der Drohung zu ermitteln. „Wir analysieren und bewerten die Situation weiterhin“, hieß es. Die Öffentlichkeit werde aufgerufen, „wachsam zu bleiben und verdächtige Aktivitäten oder Personen unverzüglich den Strafverfolgungsbehörden zu melden.“ (dpa)Die norwegische Fußball-Nationalmannschaft muss in ihrem WM-Sechzehntelfinale gegen die Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) auf Außenverteidiger Julian Ryerson verzichten. „Er ist für morgen draußen“, sagte Nationaltrainer Stale Solbakken im norwegischen Rundfunk über den Profi von Borussia Dortmund. Ryerson (28) war im zweiten Gruppenspiel gegen Senegal (3:2) nach elf Minuten verletzt ausgewechselt worden. Er wurde durch Marcus Holmgren Pedersen ersetzt – im Vorrundenfinale gegen Frankreich (1:4) spielte allerdings Fredrik Aursnes auf seiner Position rechts hinten.„Wir haben Fredrik gut eingespielt, er hat gegen Frankreich eine sehr gute Partie gezeigt“, sagte Solbakken über die mögliche Alternative. Aber auch Holmgren Pedersen habe es gegen Senegal „gut“ gemacht. „Zwischen diesen beiden werde ich mich entscheiden, beide können mit großem Selbstvertrauen ins Spiel gehen“, sagte der Coach.Ryerson hatte am Montag am Aufwärmen mit der Mannschaft teilgenommen, danach aber ein individuelles Programm absolviert. Norwegen trifft am Dienstag (19.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) auf die Elfenbeinküste. (sid)Mats Hummels kann den verpflichtenden dreiminütigen Trinkpausen bei der Fußball-WM überhaupt nichts abgewinnen. „Bei um die 30 Grad angemessen, bei allem unter 25 Grad: absolut albern“, antwortete der Weltmeister von 2014 bei MagentaTV auf eine entsprechende Frage. „Ich wünsche mir, dass das wieder aus dem Fußball verschwindet, ganz ehrlich.“Die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sind angehalten, in der Mitte der Halbzeiten jeweils eine Trinkpause („Hydration Break") an der Seitenlinie anzusetzen. „So ein erzwungenes Time-out, künstlich, manchmal in Drangphasen einer Mannschaft hinein, das gefällt mir gar nicht“, sagte Hummels. „Weil es das Spiel beeinflusst.“ Stattdessen könne diskutiert werden, ein taktisches Time-out pro Spiel und Trainer einzuführen.Zudem komme es zu kuriosen Situationen. „Die Spieler wollen kurz was trinken und wieder auf den Platz, und dann winken die Schiedsrichter sie wieder raus“, sagte Hummels. Sein Fazit: „Das ist eine Werbepause – das weiß jeder." (sid)Wenige Tage nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft ist Miroslav Koubek seinen Job als Nationaltrainer Tschechiens los. Beide Seiten hätten sich auf ein Ende der Zusammenarbeit verständigt, teilte der tschechische Fußball-Verband mit.Nach dem WM-Misserfolg habe er sich dazu entschieden, seinen Rücktritt anzubieten, sagte Koubek laut Verbands-Pressemitteilung. In dieser erhob der 74-Jährige auch schwere Vorwürfe gegenüber der heimischen Presse: „Zu meiner Entscheidung hat auch die Medienkampagne beigetragen, die auf einer Reihe von Halbwahrheiten und Erfindungen gegen meine Person beruhte.“Unmittelbar nach dem 0:3 gegen Mitgastgeber Mexiko im letzten Gruppenspiel hatte Koubek einen Rücktritt noch ausgeschlossen. „Ich habe einen Vertrag und ich gebe nie auf“, hatte er gesagt: „Darüber denke ich nicht mal nach.“Koubek trainiert die Tschechen seit Dezember vergangenen Jahres und führte das Team über die Playoffs zur ersten WM-Teilnahme seit 20 Jahren. (dpa)Harry Kane ist laut dem früheren Fußballstar Michael Owen der beste Stürmer in der englischen Geschichte, den Wechsel in die Bundesliga hätte er sich aber sparen können. „Mein einziger Kritikpunkt an Harry ist sein Wechsel zu Bayern München. (...) Seine Spielweise ist so reif: wie er sich ins Mittelfeld fallen lässt, Angriffe einleitet und sie dann auch selbst abschließt. Aber gemessen an seiner Karriere, ist er zu gut für die Bundesliga“, schrieb Owen in einer Kolumne der „Daily Mail“. Vom Niveau der Bundesliga hält der 89-malige englische Nationalspieler nicht viel. „Wegen Harry verfolge ich die Liga jetzt intensiver, und abgesehen von den Bayern ist das Niveau dort sehr durchschnittlich. Woche für Woche spielt er in einer Mannschaft, die den Ballbesitz und das Spielgeschehen dominiert und sich Chance um Chance erspielt“, so Owen. Bundesliga-Meisterschaften mit München zu gewinnen, seien kein wirklicher Maßstab, „denn die Bayern gewinnen diese Titel ohnehin fast immer“.Für Owen wäre es die größere Leistung gewesen, erfolgreichster Torschütze in der Geschichte der Premier League zu werden. „Nach Ablauf seines Vertrags bei Tottenham hätte er sich zudem seinen nächsten Verein aussuchen können. Manchester United hätte Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um ihn zu verpflichten. Wahrscheinlich hätte er schon vor Erling Haalands Wechsel zu Manchester City dorthin gehen sollen“, kritisierte Owen. Nach Südkoreas enttäuschendem Ausscheiden bei der Fußball-WM hat die Polizei verschärfte Sicherheitsmaßnahmen für die Rückkehr der Nationalmannschaft am Flughafen Incheon angekündigt. Anlass ist vor allem der grassierende Groll gegen den bereits zurückgetretenen Trainer Hong Myung-bo. In einem südkoreanischen Online-Forum hat ein anonymer Nutzer gar gedroht, Hong am Tag seiner Rückkehr am Flughafen töten zu wollen.So werden laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme 160 Polizeibeamte am Flughafen Incheon stationiert sein, der Flughafenbetreiber werde zudem ein 25-köpfiges Security-Team mobilisieren.Der 57-Jährige war schon bei der WM 2014 als Nationaltrainer des Landes gescheitert. Damals schied die Mannschaft sang- und klanglos mit nur einem Punkt aus drei Spielen aus. Dennoch wurde der ehemalige Generalsekretär im Juli 2024 wieder Nationaltrainer. Nun gilt er im öffentlichen Diskurs als Hauptverantwortlicher für das erneut frühe Ausscheiden.Selbst Südkoreas Präsident forderte Konsequenzen. Er sei „angesichts dieses unerwarteten Ergebnisses nicht nur verblüfft, sondern empfinde es geradezu als absurd“, schrieb Lee Jae-myung in einem ausführlichen Statement bei X.Die Südkoreaner hatten bei dem XXL-Turnier eigentlich eine machbare WM-Gruppe erwischt. Nach dem 2:1-Sieg zum Auftakt gegen die Tschechen gingen aber die Partien gegen Mexiko und Südafrika verloren. Drei Punkte und eine im Vergleich zu schwache Tordifferenz reichten in der Tabelle aller Gruppendritten nicht zum Weiterkommen. (dpa)„Fußball“, sagte Gary Lineker in der Zeit großer DFB-Erfolge, „ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen die Deutschen.“ Doch das ist längst vorbei - und auch mit dem Respekt der englischen Stürmerlegende vor dem Erzrivalen ist es nicht mehr weit her.„Ich glaube – auch wenn ich mich irren kann –, dass dies eine der schwächsten deutschen Nationalmannschaften ist, die ich je gesehen habe“, sagte Lineker dem französischen Fachblatt L'Équipe. Sollte es bei der WM im Achtelfinale tatsächlich zu einem Duell des viermaligen Weltmeisters mit Frankreich kommen, könnten Les Bleus „problemlos ins Viertelfinale einziehen“.Warum das so ist? Deutschland lebe „in der Vergangenheit“, sagte Lineker und urteilte vernichtend: „Man darf nicht vergessen: Bei den letzten beiden Weltmeisterschaften sind sie nicht einmal über die Gruppenphase hinausgekommen. Ich glaube also“, fügte er lachend an, „man kann ruhig schlafen“.Kai Havertz findet das absolut nicht witzig. „Jeder kann seine Meinung haben“, sagte der in England beim FC Arsenal spielende DFB-Stürmer und ergänzte spitz: „Klar, bei so einem Turnier fangen viele Leute an, über einen zu sprechen. Ich glaube, da hört keiner groß hin. Wir haben schon viele Experten in unserem eigenen Land – wenn es in anderen Ländern auch anfängt, dann reicht es irgendwann mal. Es ist immer einfach, von außen auf uns einzuhauen. Aber mich interessiert das wirklich null.“Seinen legendären Spruch hatte Lineker übrigens schon 2022 aktualisiert. Ja, die Deutschen gewännen immer - „wenn sie es durch die Gruppenphase schaffen“, sagte er damals. Dies ist nun ja erstmals seit dem Triumph 2014 wieder der Fall ... (sid)Die XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko hat dem Fußball-Weltverband erwartungsgemäß einige Rekordzahlen beschert. Die 72 Spiele in der Vorrunde etwa wurden in den Stadien von insgesamt 4.644.549 Zuschauern besucht. Damit knackte das Turnier schon vor Beginn der K.-o.-Phase den Zuschauerrekord der WM 1994 in den USA mit rund 3,6 Millionen Zuschauern. Mit einem bisherigen Zuschauerschnitt von 64.508 Zuschauern kommt diese Weltmeisterschaft bislang allerdings nicht an jene von 1994 heran.Die in der ersten Turnierphase erzielten 215 Tore – also im Schnitt etwa drei pro Partie – markierten nach FIFA-Angaben zudem einen Rekord. Zum Vergleich: Bei der ganzen WM 2022 fielen 172 Treffer – allerdings wurden in Katar ebenso wie bei allen Turnieren seit 1998 auch nur insgesamt jeweils 64 Spiele ausgetragen.Wie der Weltverband mitteilte, kamen in der Vorrunde 999 Spieler zum Einsatz – Kanadas Bayern-Star Alphonso Davies wurde dann im ersten Sechzehntelfinale gegen Südafrika (1:0) der 1000. Akteur, der bei dieser WM auflief.Weil die Fanmassen in den Arenen auch verköstigt werden wollten, registrierte die FIFA zudem 2,8 Millionen verkaufte Biere und fast eine Million verkaufte Flaschen Wasser. Zudem wurden 300.000 Hotdogs gekauft. (dpa)Mehr ladenTickarooLive Blog Software