Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich hätte das frühe 1:0 der DFB-Elf im dritten Gruppenspiel der Fußball-WM gegen Ecuador nicht gegeben. Seiner Meinung nach habe Aleksandar Pavlović unmittelbar vor dem Treffer von Leroy Sané (2. Minute) den Fuß im Zweikampf mit seinem Gegenspieler zu weit oben gehabt. »Vor der Torerzielung ein klares Foulspiel, da lege ich mich fest«, sagte Ittrich als Experte bei MagentaTV. »Ein klarer Fußtreffer oben zu sehen.«
Auch ein weiterer ehemaliger Bundesliga-Referee meldete Zweifel an: »Das ist aus meiner Sicht eine sehr mutige Entscheidung«, sagte Lutz Wagner in seiner Rolle als ARD-Experte. »Das wundert mich jetzt sehr, dass da auch kein Einspruch vom VAR kam. Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn dieses Tor zurückgenommen wird«, sagte der DFB-Schiedsrichter-Lehrwart.Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe äußerte sich bei der »BILD-Zeitung« . »Diese Entscheidung ist natürlich ein Witz. Zu unseren Gunsten, wir freuen uns, aber objektiv müssen wir sagen: Das ist nicht akzeptabel«, sagte er.
Erstes DFB-Tor für Sané bei einem großen TurnierFür Sané war es das erste Turniertor in seinem insgesamt 14. Spiel bei einer WM oder EM. Die aktuelle Weltmeisterschaft ist das fünfte große Turnier für den 30 Jahre alten Flügelspieler von Galatasaray Istanbul.Um Sané hatte es vor dem Spiel tagelang Diskussionen gegeben. Er spielte bei den ersten beiden Spielen in der Offensiv unauffällig, dafür in der Rückwärtsbewegung konzentriert und aufmerksam. Viele Fans und Experten forderten, Deniz Undav an seiner Stelle in die Startelf zu bringen. Bundestrainer Nagelsmann hielt aber an seiner etablierten Offensive fest, die sich für das weitere Turnier einspielen solle.










