PfadnavigationHomeSportFußballWMSpiel in Seattle„Keine Zeremonien“ – Iran und Ägypten protestieren gegen ihr Pride-MatchStand: 20:13 UhrLesedauer: 2 MinutenBelgien verpasst im zweiten Gruppenspiel den erhofften Befreiungsschlag. De Bruyne, Lukaku und Co. können Irans Torhüter trotz zahlreicher Großchancen nicht überwinden.Ausgerechnet der Iran und Ägypten treten in Seattle beim Pride-Match gegeneinander an. Das gefällt den Ländern nicht. Kurz vor der Austragung haben sie ein gemeinsames Protest-Schreiben aufgesetzt.An diesem Samstagmorgen ist es so weit. Der Iran und Ägypten kämpfen am Pride-Wochenende beim Pride-Match in Seattle um den Gruppensieg und den Einzug in das Sechzehntelfinale (5.00 Uhr, MagentaTV und im Liveticker bei WELT).Vor dem Anpfiff des abschließenden Spiels in Gruppe G geht es nicht nur ums Sportliche. Nach Informationen der Zeitschrift „The Athletic“ fordern Iran und Ägypten die Fifa auf, sämtliche Pride-Aktionen und Regenbogen-Symbole rund um das Spiel zu unterbinden. In einem gemeinsamen Protest-Schreiben verlangen die Verbände, dass „keine entsprechenden Zeremonien oder Werbeaktionen“ im Stadion rund um das Spiel stattfinden.Schon direkt nach der Gruppenauslosung im vergangenen Dezember machten die Fußballverbände beider Länder deutlich, was sie von einem Pride-Match bei der Weltmeisterschaft halten. Das Schicksal wollte es, dass die beiden muslimischen Länder in Seattle am Pride-Wochenende gegeneinander antreten, an dem in der demokratisch-liberalen Stadt die LGBTQ+-Gemeinschaft gefeiert wird. Dass es das Pride-Match an diesem Termin geben werde, stand schon vor der Auslosung fest. Im Iran droht Homosexuellen die TodesstrafeÄgyptens Verband wies in einem Schreiben an die Fifa und dessen Generalsekretär Mattias Grafström „jegliche Aktivitäten“ zurück, die Homosexualität während der Partie fördern. „Solche Aktivitäten widersprechen den kulturellen, religiösen und sozialen Werten der (...) arabischen und muslimischen Gesellschaften“, hieß es. Irans Verbandschef Mehdi Tadsch sprach laut Nachrichtenagentur Isna von einer „unvernünftigen Handlung, die die Unterstützung einer bestimmten Gruppe darstellt“.Lesen Sie auchBeide Verbände sollen über einen Boykott oder einen Spielabbruch bei entsprechenden Aktionen nachgedacht haben. Im Iran werden homosexuelle Menschen massiv verfolgt, für gleichgeschlechtliche Beziehungen droht die Todesstrafe. In Ägypten gibt es Straftatbestände „zum Schutz der Moral oder Religion“, nach denen auch Homosexualität geahndet werden kann, etwa in Gesetzen zu Prostitution oder den allgemeinen Sitten. Lesen Sie auchDie Fifa scheint bislang nicht vor den beiden Ländern einzuknicken. Die Weltmeisterschaft sei ein „inklusives Event“, erklärte der Verband. Fans aller sexuellen Orientierungen seien bei den Spielen willkommen. Und in Seattle gibt man sich kämpferisch. Aus dem Organisationskomitee heißt es: „Lasst uns die Menschen willkommen heißen – und zeigen, wie stolz wir sind.“ step
Spiel in Seattle: „Keine Zeremonien“ – Iran und Ägypten protestieren gegen ihr Pride-Match - WELT
Ausgerechnet der Iran und Ägypten treten in Seattle beim Pride-Match gegeneinander an. Das gefällt den Ländern nicht. Kurz vor der Austragung haben sie ein gemeinsames Protest-Schreiben aufgesetzt.














