Debatte über queere Kunst in der DDR: Lesbische Ikonen und der Sozialismus
Ein Podium will dem Leitbild der sozialistischen Ehe entkommen. Daher wurde dort das Schicksal lesbischer Künstlerinnen in der DDR aufgearbeitet.
Zwei sitzende Mädchen, 1922-1940er Jahre, Bronze von Dorothea von Philipsborn
Valentin Wedde.Courtesy: Kunstgewerbemuseum–Staatliche Kunstsammlungen Dresden und KVOST, Berlin
Es könnte einer jener stillen Momente sein, die man an Badeseetagen kurz vor Einsetzen der Abendmelancholie beobachtet: Zwei Frauen sitzen vorsichtig aneinandergelehnt, die Oberkörper zwischen den nach hinten gestützten Armen eingehängt. Das Knie der einen berührt das Bein der anderen. Ihre Blicke sind gesenkt, intim, aber auch traurig.








