Wann haben Sie das letzte Mal IMs, Inoffizielle Mitarbeiter der Stasi also, nackt tanzen sehen? Noch nie? Dann sollten Sie unbedingt die Ausstellung der Künstlerin Gabriele Stötzer besuchen, die im Berliner Gropius Bau eröffnet hat. Gleich im Eingangsraum laufen mehrere Super-8-Filme, projiziert auf große Wände, die in einen wilden Irrgarten der ostdeutschen Geschichte führen. Je nachdem, bei welchem Film man hängen bleibt, führen junge Menschen die wunderlichsten Tätigkeiten vor, überwiegend in der Kulisse von Erfurt oder der wiesenreichen Gegend um das thüringische Hüpstedt. Darunter sind auch die zwei Männer, Kai und Karsten, die sich entkleiden, mit Farbe beschmieren und mit wachsender Begeisterung tanzen.
Kunst einer Außenseiterin: Gabriele Stötzer im Gropius-Bau
Als sie mit 24 aus dem Gefängnis entlassen wurde, wusste Gabriele Stötzer, dass sie Künstlerin werden wollte. Sie arbeitete im Untergrund, blieb lange Außenseiterin. Jetzt widmet der Berliner Gropius Bau ihr eine Ausstellung.







