Revision vergessener DDR-Kunst: Tiefenbohrung im Zwischenraum
In der Ausstellung „Produktive Unruhe“ in der robotron-Kantine Dresden wird mit zeitlichem und künstlerischem Abstand auf die Kunstleistungsschauen der DDR geblickt.
Lieber nicht heroisch: Partygäste in Werner Liebknechts Fotoserie „Fasching“, Kunsthochschule Dresden 1985
Werner Lieberknecht; © VG Bild-Kunst 2026
In der Dresdner robotron-Kantine pfeift es durch die mit Plastikplanen abgedichteten Fenster. In den 1970er Jahren errichtet, erging es dem Gebäude nach der Wende wie vielen ikonischen DDR-Bauten: Zwischennutzungen, uneingelöste Investorenversprechen und politischer Phlegmatismus führten dazu, dass die Kantine heute stark sanierungsbedürftig ist. Im vorigen Jahr wurden unter anderem auf Druck einer Initiative zum Erhalt des Gebäudes die nötigen Gelder zur Revitalisierung freigegeben und der komplette Umzug des Kunsthauses Dresden in die Kantine beschlossen. Das nutzt die Räumlichkeiten seit 2021 zusammen mit der Ostrale provisorisch als Ausstellungsort – wie jetzt für die Schau „Produktive Unruhe“.






