Ich weiß, ich klinge gerade wie Friedrich Merz, aber: Mein Job bietet mir Struktur im Alltag, feste Routinen, oft Wertschätzung und die besten Kolleg:innen, die mein Leid über stressige Termine oder unliebsame Aufgaben teilen.Als ich den Text meiner Kollegin Katharina Hölter über Henry Kalischs Weg aus der Arbeitslosigkeit las, wusste ich ihn einmal mehr zu schätzen.Kalisch ist ein sogenannter Ungelernter. Er hat keinen formalen Berufsabschluss und war viele Jahre arbeitslos. Mich hat sehr berührt, wie er diese Zeit beschrieben hat. Während seine Mutter arbeiten ging, habe er oft zu Hause gesessen. »Und dann kam mir häufig der Gedanke: Du bist gerade nutzlos, du tust nichts für die Gesellschaft. Ich bin fähig zu arbeiten, aber ich kümmere mich einfach nicht«, sagte er meiner Kollegin.Nun, mit Ende 20, hat er einen Neustart gewagt und eine Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik begonnen. Wird er hier langfristig Fuß fassen? Schafft er es endlich, sich aus der Perspektivlosigkeit freizukämpfen? Ich kann den Text, für den ihn meine Kollegin Kalisch über eineinhalb Jahre hinweg immer wieder getroffen hat, wärmstens empfehlen.Viel Freude dabei wünschtFranca Quecke, Redakteurin SPIEGEL Start
Meinung: Startklar-Newsletter: Wie zieht man die Ausbildung erfolgreich durch?
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