Um kurz nach 18 Uhr Ortszeit beginnt die Erde im Norden Venezuelas zu beben. Das Beben trifft die Hauptstadt Caracas, auch mehrere andere Bundesstaaten melden starke Erschütterungen. Weniger als eine Minute später bebt es wieder – dieses Mal noch heftiger.

Hunderttausende Menschen leben in den Regionen Venezuelas, in denen das Erdbeben laut Modellmessungen stark spürbar gewesen sein muss. So stark also, dass auch Häuser und Infrastruktur, die nicht erdbebensicher bebaut sind, schwere Schäden nehmen können. Laut den bisher verfügbaren Informationen soll es in Teilen von Caracas schwere Schäden gegeben haben. Auch Städte wie Catia La Mar nahe dem vermuteten Erdbeben-Epizentrum und der internationale Flughafen Simón‑Bolívar sind betroffen. Mindestens 162 Menschen sollen tot sein. Aus vielen Regionen weiß man derzeit jedoch noch wenig.