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Der Manager der schwedischen Elf, Stefan Pettersson, erklärte, Hintergrund sei, dass das Stadion gerade renoviert werde. „Sie wollten etwas abreißen, aber es sieht aus, als sei es in die falsche Richtung gefallen“, sagte Pettersson der Zeitung Aftenposten. „Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Sie haben wohl etwas gesprengt – und dabei ist etwas schiefgelaufen.“ Eine Längsseite war den Angaben zufolge auf die provisorische Pressetribüne gefallen.Auf das letzte Vorrundenspiel gegen Japan in der deutschen Nacht zum Freitag (1 Uhr) konnte sich das Team von Trainer Graham Potter trotzdem planmäßig vorbereiten. „Wir können den ganzen Platz und alle anderen Anlagen wie gewohnt benutzen“, sagte Pettersson.Undav bleibt auf der Bank, Südafrika im Turnier – das war die NachtAls der DFB die Mitteilung verschickte, dass Deniz Undav zusammen mit Julian Nagelsmann auf der Abschlusspressekonferenz die Fragen beantworten würde, da wurde das in Reporterkreisen als klares Signal gedeutet. Denn in der Regel wählen Trainer oder Medienstäbe für diesen Termin nur Spieler aus, die am kommenden Tag in der Startelf stehen werden. Aber Pustekuchen. Er werde nur die notwendigen Wechsel vornehmen, sagte der Bundestrainer. Sprich: Für den verletzten Nico Schlotterbeck und den angeschlagenen Nathaniel Brown rücken Antonio Rüdiger und David Raum in die Startelf. Deniz Undav konnte aber dank seiner Einladung zur Pressekonferenz immerhin sofort auf die Entscheidung reagieren. Philipp Schneider berichtet für uns aus New York.Die sportliche Nachricht der Nacht: Südafrika ist noch im Turnier. Und wie. Nach dem eher katastrophalen Eröffnungsspiel mit zwei roten Karten gegen Mexiko und dem eher glücklichen, späten Ausgleich gegen Tschechien schlug der WM-Gastgeber von 2010 überraschend Südkorea mit 1:0 und zieht damit als Gruppenzweiter in die K.-o.-Runde ein. Dort treffen Bafana Bafana auf Kanada, die den Gruppensieg verpassten und deswegen zum Sechzehntelfinale in die USA reisen müssen.Der Rückkehrer der Nacht: Neymar. Nach der völlig überraschenden Nominierung von Trainer Carlo Ancelotti verpasste er verletzt die ersten beiden Gruppenspiele Brasiliens. Beim 3:0-Sieg gegen Schottland (zwei Tore Vinícius Junior) forderte das Publikum seine Einwechslung und Ancelotti erhörte sie.Brasiliens Sieg bedeutet wahrscheinlich das Aus für Schottland. Mit drei Punkten und einer Tordifferenz von minus drei Treffern rechnet zumindest Trainer Steve Clarke nicht mehr mit einem Weiterkommen. „Ich denke, wir fahren nach Hause“, sagte der 62-Jährige nach dem 0:3 gegen Brasilien: „Ganz sicher“. Die Leistung gegen den Rekordweltmeister sei „enttäuschend“ gewesen, sagte er: „Wir haben es uns selbst schwer gemacht. Wir haben ihnen die Tore geschenkt, wir haben ihnen das Spiel gegeben, das sie wollten.“ In Erinnerung werden die Schotten trotzdem bleiben. Natürlich wegen ihrer Fans und der "Boston Beer Party".Norwegische Fußballfans feiern beim BaseballDie schottische „Tartan Army“ hat es in Boston vorgemacht – jetzt zogen die Norweger in New York gewissermaßen nach. Zu Hunderten besuchten norwegische Fußballfans das Baseballspiel der New York Mets und sorgten unter anderem mit ihrem inzwischen berühmten „Viking Row“ für reichlich Stimmung. Dabei „rudern“ die Menschen gemeinsam wie auf einem Wikingerboot. Zuletzt hatten die Norweger damit bereits auf dem Times Square für Aufsehen gesorgt.Raum und Rüdiger starten gegen Ecuador, Undav auf der Bank Julian Nagelsmann verzichtet im abschließenden WM-Gruppenspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf eine große Rotation. „Wir werden die Wechsel vornehmen, die wir vornehmen müssen“, sagte der Bundestrainer vor der Partie am Donnerstag (22 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Ecuador im Finalstadion in East Rutherford.Antonio Rüdiger wird den verletzten Nico Schlotterbeck (Innenbandriss im Sprunggelenk) in der Innenverteidigung ersetzen, David Raum verteidigt hinten links für den leicht angeschlagenen Nathaniel Brown (Adduktorenbeschwerden). Ansonsten lautet das Motto des Gruppensiegers nach Diskussionen im Trainerteam und Gesprächen mit den Spielern: Einspielen für die K.-o.-Phase.„Die Entscheidungen treffen wir nicht aus Jux und Dollerei“, sagte Nagelsmann. Das bedeutet auch, dass Super-Joker Deniz Undav trotz fünf Scorerpunkten (drei Tore und zwei Vorlagen) zunächst wieder auf der Bank sitzen wird. Undav sei „in herausragender Form“, betonte Nagelsmann, „aber wir wollen uns auf die K.-o.-Phase vorbereiten“.Länger verletzte Spieler wie Jamal Musiala, Kai Havertz, Felix Nmecha und auch Rückkehrer Manuel Neuer bräuchten „Rhythmus“. Damit erfüllt sich auch die Hoffnung von Oliver Baumann auf einen Einsatz nicht. Der Hoffenheimer galt lange als Nummer 1 in der DFB-Auswahl und musste erst kurz vor dem Turnier für Neuer weichen. Die Entscheidung sei „bei Olli auf Verständnis gestoßen“, sagte Nagelsmann. Viel Blau trotz Einreiseverbot Auf dem Weg zum Stadion in Atlanta herrscht Gleichstand. Mindestens. Das grüne Pentagramm auf rotem Grund ist präsent, klar, aber auch das tiefe Blau und das dunkle Rot mit dem Wappen mit der Palme. Haiti hat es geschafft, zumindest der Schätzung nach, genauso viele Fans zu diesem Spiel zu bringen wie Marokko. Was erstaunlich ist, denn Haiti gehört zu den Ländern, die bei der Einreise in die USA einem "Travel Ban" unterliegen. Das heißt: Es herrscht ein generelles Einreiseverbot. Die haitianischen Fans im Stadion leben fast alle in den USA.Im Stadion feierte der Teil in den blauen Trikots vor allem Wilson Isidor, der es bis in die Premier League zum AFC Sunderland geschafft hat. Die Fans bejubeln hier ihre Mannschaft übrigens nur ihretwillen. Haiti ist bereits ausgeschieden.Im Rollstuhl: Verletzter Koné wird im Stadion gefeiert Kanadas schwer verletzter Fußballprofi Ismael Koné ist bei der Rückkehr ins WM-Stadion von Vancouver von den Fans emotional begrüßt worden. Der Mittelfeldspieler, 24, hatte sich vor sechs Tagen beim 6:0 gegen Katar verletzt und wird wegen eines Beinbruchs für die restliche WM nicht mehr zur Verfügung stehen. Koné wurde bereits operiert und wird lange ausfallen.Gut eine Stunde vor dem letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz wurde der Profi des italienischen Klubs US Sassuolo mit einem Rollstuhl in die überdachte Arena geschoben. Koné winkte den Fans aus dem Innenraum zu. Derweil teilte die Disziplinarkommission der Fifa mit, dass der katarische Mittelfeldspieler Assim Madibo, der Koné so folgenschwer gefoult hatte, für fünf Spiele gesperrt wird. Madibo war mit Rot des Feldes verwiesen worden.In den Tagen nach der Verletzung besuchte Madibo Koné im Krankenhaus. Der katarische Fußballverband betonte in einer Stellungnahme, dieser Besuch spiegle „den Geist des Fair Play und die starken Beziehungen auf und neben dem Platz“ wider. Gehört Deniz Undav in die Startelf?In gerade einmal 58 Minuten war DFB-Stürmer Deniz Undav bei dieser WM bereits an fünf Toren beteiligt (3 Tore, 2 Assists). Doch was folgt aus einer solchen Quote? Dass er von Anfang an spielen muss – oder dass er der perfekte Einwechselspieler ist? Martin Schneider, stellvertretender Ressortleiter Sport bei der SZ, findet: Zumindest im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador sollte Undav auf keinen Fall beginnen. Martin argumentiert dabei mit demselben Modewort, mit dem Bundestrainer Julian Nagelsmann zuletzt erklärt hatte, wieso Manuel Neuer ins DFB-Tor zurückgekehrt ist: Aura.Aber sehen Sie selbst:Brown droht gegen Ecuador auszufallenNathaniel Brown hat nicht am letzten Teamtraining der Fußball-Nationalmannschaft vor dem WM-Spiel gegen Ecuador teilnehmen können. Der linke Außenverteidiger von Eintracht Frankfurt absolvierte auf dem Gelände in Winston-Salem wegen leichter Adduktorenbeschwerden eine individuelle Einheit.Dadurch wird der 23-Jährige zum Abschluss der Gruppenphase am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in East Rutherford absehbar nicht zum Einsatz kommen. Brown hatte in den beiden bisherigen Partien gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) als Startspieler hervorragende Leistungen gezeigt. Sein Backup gegen Ecuador ist der Leipziger David Raum.Alle anderen 21 Feldspieler und vier Torhüter waren bei der Abschlusseinheit im Teambasecamp in North Carolina dabei. Am Abend deutscher Zeit fliegt die DFB-Elf um Bundestrainer Julian Nagelsmann nach New Jersey, wo die Partie im WM-Stadion vor den Toren New Yorks stattfindet.NewsdeskFlorian UllmannWorüber die Schwester von David Alaba rapptDavid Alaba, der Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft, veröffentlichte bereits vor sieben Jahren den Song „Sag meinen Namen“. Doch er ist nicht der einzige Musiker in der Familie: Schwester Rose May Alaba ist Sängerin und probiert sich nun auch als Rapperin. „Schwester vom Alaba – er kickt Ball und ich kick’ Bars“, rappt sie beim Format eines Getränkeherstellers auf Instagram. Bislang sammelte mit ihren Bars, so der Ausdruck für Zeilen im Rapjargon, über 300 000 Aufrufe. Ihr Bruder bereitet sich derweil auf das letzte Vorrundenspiel der Österreicher vor, am sehr frühen Sonntagmorgen (4 Uhr/ZDF) trifft Alaba mit seinem Team auf Algerien. Ein Unentschieden würde sehr sicher fürs Weiterkommen reichen.WM in Vancouver? Es ist geradezu idyllisch!Wie das XXL-Turnier sich abseits der USA anfühlt, wie es um die Fußballkultur in Kanada oder Mexiko steht, das haben die herumgereisten SZ-Reporter Boris Herrmann und Felix Haselsteiner hier im Podcast „Und nun zur WM“ erzählt. Und wer lieber lesen als hören möchte, kann hier noch einmal Felix’ Erlebnisse aus Vancouver überfliegen. Wie die Regeländerungen diese WM verändernVor dem Turnier hat die Fifa zahlreiche Neuerungen eingeführt. Unter anderem müssen Spieler, die auf dem Feld behandelt werden, anschließend eine Minute warten, bis sie wieder am Spiel teilnehmen dürfen – zumindest dann, wenn der Gegner für sein Foul nicht mindestens mit einer gelben Karte bestraft wurde.Beim Spiel Belgien gegen Iran hat das zu der kuriosen Situation geführt, dass der offenkundig verletzte Belgier Leandro Trossard zwei Minuten lang liegen blieb, sich jedoch nicht behandeln ließ. Auch ansonsten gab es so einige Fälle, bei denen der von der Fifa gewünschte Effekt nicht eingetreten ist, wie SZ-Autor Martin Schneider berichtet:Kai Havertz über Konkurrent Undav: „Ich schätze es sehr, dass er hier ist“DFB-Stürmer Kai Havertz hat in einem Interview mit der Zeit unter anderem daüber gesprochen, warum er in Deutschland von einigen Fußballfans noch immer unterschätzt werden könnte. „Wahrscheinlich, weil ich nicht in der Bundesliga spiele. Auch bei Toni Kroos und İlkay Gündoğan, die über Jahre im Ausland spielten, war das zeitweise der Fall“, sagte der frühere Leverkusener, der inzwischen beim FC Arsenal in London spielt. „Über mich heißt es oft: 'Der Havertz hat wieder kein Tor gemacht! Und wenn ich dann eins schieße, sagt man: Ja, muss er ja auch, wurde aber auch Zeit!' Ich nehme das niemandem übel“, so Havertz, der bereits in zwei Champions-League-Endspielen getroffen hat: 2021 für den FC Chelsea und diesen Sommer für den FC Arsenal. Für Deutschland hat er in 60 Länderspielen 24 Mal getroffen.Auf der Jagd nach Toren habe er seine eigene Strategie. „Die Verteidiger sollen nie wissen, wo ich bin, wohin ich will, was ich vorhabe, wo ich wann sein werde. Das ist für sie am schlimmsten. Ich versuche, für Verteidiger ein Gespenst zu sein“, beschreibt Havertz seinen Spielstil.Den aktuell wohl beliebtesten deutschen Nationalspieler, Angreifer und Torjäger Deniz Undav, betrachte er indes „überhaupt nicht“ als Konkurrenz, so der 27-Jährige: „Ich schätze es sehr, dass er hier ist. Wir haben Deniz gebraucht, zuletzt gegen die Elfenbeinküste, da hat er uns zum Sieg geschossen.“Zum Vorrundenabschluss gegen Ecuador am Donnerstag (22 Uhr/ARD) im Endspielstadion von East Rutherford spricht einiges dafür, dass Havertz eine Pause bekommen könnte. Bringt Bundestrainer Julian Nagelsmann Undav, der zuletzt doppelt beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste traf, also in der Startelf? „Wir können ja auch gut zusammenspielen. Ich hinter oder neben ihm. Ich freue mich für jeden Mitspieler, der liefert. Wir sind eine Mannschaft“, sagte Havertz.Ronaldo trifft und spricht – nur über einen nichtCristiano Ronaldo hat sich mit zwei Toren gegen Usbekistan in dieser WM angemeldet, er ist jetzt auch da, das sollten alle wissen. Und natürlich geht es ihm auch weiterhin um seine eigenen Bestmarken. Nur über einen will er so gar nicht sprechen: Lionel Messi, mit 18 Toren neuerdings WM-Rekordtorjäger. SZ-Reporter Javier Cáceres berichtet von nervösen Presseleuten bei den Portugiesen, als Ronaldo nach dem 5:0 gegen die Usbeken vor den Mikros auftaucht.Kulinarische Pause des VAR bei Ghana gegen England?Ghanas Trainer Carlos Queiroz hat dem Videoschiedsrichter nach dem 0:0 gegen England eine kulinarische Pause unterstellt. „Wieder einmal hat der VAR einen Kaffee getrunken. Das ist verständlich, ich würde mir auch ab und zu gern einen Kaffee gönnen, aber es war ein klarer Elfmeter, Rote Karte“, sagte der 73 Jahre alte Portugiese. Er spielte auf eine knifflige Szene nach knapp 80 Minuten an. England-Verteidiger Ezri Konsas hatte den zum Tor eilenden Prince Adu energisch vom Schuss abgehalten. Der VAR schaute sich das riskante Einsteigen nicht an.„Wir hatten unsere Chancen, bis zu dem Punkt, an dem sie Glück hatten. Sehr viel Glück“, sagte Queiroz bei der Pressekonferenz. „Ich bin mir nicht sicher, ob der Videobeweis bei der Weltmeisterschaft noch funktioniert. Haben wir den Videobeweis überhaupt noch? Funktioniert er noch?“ Englands Offensive um Bayern-Stürmer Harry Kane war an Ghanas Abwehr-Bollwerk verzweifelt und kassierte auf seiner Titel-Mission einen Dämpfer. Wer sich übrigens für eher unbekannte Teams wie Ghana, die Kapverden oder Ecuador interessiert, kann sich hier umfassend informieren: eine Weltkarte aller WM-Teilnehmer mit Kurzinfos zu den Mannschaften. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
WM 2026: Tribüne auf dem schwedischen Trainingsgelände eingestürzt
Bei Renovierungsarbeiten ist wohl etwas schiefgelaufen, verletzt wurde niemand. Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt Deniz Undav erneut auf die Bank.














