Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa und SID.Hier geht es zum Spielplan, hier zum deutschen Kader, hier zu einer Übersicht über die Spielorte und Stadien, hier zu einem Überblick über alle WM-Teilnehmer und hier zur Schwerpunktseite zur WM mit allen Texten der SZ.Alle Nachrichten und SZ-Geschichten zur WM erhalten Sie auch zweimal täglich mit unseren Newslettern „SZ am Morgen“ und „SZ am Abend“. Hier können Sie sich dafür anmelden.Wichtige UpdatesGehört Deniz Undav in die Startelf?Wie die Regeländerungen diese WM verändernKai Havertz über Konkurrent Undav: „Ich schätze es sehr, dass er hier ist“Ronaldo trifft und spricht – nur über einen nichtKane vergibt, Kroatien im Glück – das war die Nacht Raum und Rüdiger starten gegen Ecuador, Undav auf der Bank Julian Nagelsmann verzichtet im abschließenden WM-Gruppenspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf eine große Rotation. „Wir werden die Wechsel vornehmen, die wir vornehmen müssen“, sagte der Bundestrainer vor der Partie am Donnerstag (22 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Ecuador im Finalstadion in East Rutherford.Antonio Rüdiger wird den verletzten Nico Schlotterbeck (Innenbandriss im Sprunggelenk) in der Innenverteidigung ersetzen, David Raum verteidigt hinten links für den leicht angeschlagenen Nathaniel Brown (Adduktorenbeschwerden). Ansonsten lautet das Motto des Gruppensiegers nach Diskussionen im Trainerteam und Gesprächen mit den Spielern: Einspielen für die K.-o.-Phase.„Die Entscheidungen treffen wir nicht aus Jux und Dollerei“, sagte Nagelsmann. Das bedeutet auch, dass Super-Joker Deniz Undav trotz fünf Scorerpunkten (drei Tore und zwei Vorlagen) zunächst wieder auf der Bank sitzen wird. Undav sei „in herausragender Form“, betonte Nagelsmann, „aber wir wollen uns auf die K.-o.-Phase vorbereiten“.Länger verletzte Spieler wie Jamal Musiala, Kai Havertz, Felix Nmecha und auch Rückkehrer Manuel Neuer bräuchten „Rhythmus“. Damit erfüllt sich auch die Hoffnung von Oliver Baumann auf einen Einsatz nicht. Der Hoffenheimer galt lange als Nummer 1 in der DFB-Auswahl und musste erst kurz vor dem Turnier für Neuer weichen. Die Entscheidung sei „bei Olli auf Verständnis gestoßen“, sagte Nagelsmann. Brown droht gegen Ecuador auszufallenNathaniel Brown hat nicht am letzten Teamtraining der Fußball-Nationalmannschaft vor dem WM-Spiel gegen Ecuador teilnehmen können. Der linke Außenverteidiger von Eintracht Frankfurt absolvierte auf dem Gelände in Winston-Salem wegen leichter Adduktorenbeschwerden eine individuelle Einheit.Dadurch wird der 23-Jährige zum Abschluss der Gruppenphase am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in East Rutherford absehbar nicht zum Einsatz kommen. Brown hatte in den beiden bisherigen Partien gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) als Startspieler hervorragende Leistungen gezeigt. Sein Backup gegen Ecuador ist der Leipziger David Raum.Alle anderen 21 Feldspieler und vier Torhüter waren bei der Abschlusseinheit im Teambasecamp in North Carolina dabei. Am Abend deutscher Zeit fliegt die DFB-Elf um Bundestrainer Julian Nagelsmann nach New Jersey, wo die Partie im WM-Stadion vor den Toren New Yorks stattfindet.Viel Blau trotz Einreiseverbot Auf dem Weg zum Stadion in Atlanta herrscht Gleichstand. Mindestens. Das grüne Pentagramm auf rotem Grund ist präsent, klar, aber auch das tiefe Blau und das dunkle Rot mit dem Wappen mit der Palme. Haiti hat es geschafft, zumindest der Schätzung nach, genauso viele Fans zu diesem Spiel zu bringen wie Marokko. Was erstaunlich ist, denn Haiti gehört zu den Ländern, die bei der Einreise in die USA einem "Travel Ban" unterliegen. Das heißt: Es herrscht ein generelles Einreiseverbot. Die Haitianer im Stadion werden vermutlich fast alle in den USA leben.Im Stadion feierte der Teil in den blauen Trikots vor allem Wilson Isidor, der es bis in die Premier League zum AFC Sunderland geschafft hat. Die Fans bejubeln hier ihre Mannschaft übrigens nur ihretwillen. Haiti ist bereits ausgeschieden.Im Rollstuhl: Verletzter Koné wird im Stadion gefeiert Kanadas schwer verletzter Fußballprofi Ismael Koné ist bei der Rückkehr ins WM-Stadion von Vancouver von den Fans emotional begrüßt worden. Der Mittelfeldspieler, 24, hatte sich vor sechs Tagen beim 6:0 gegen Katar verletzt und wird wegen eines Beinbruchs für die restliche WM nicht mehr zur Verfügung stehen. Koné wurde bereits operiert und wird lange ausfallen.Gut eine Stunde vor dem letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz wurde der Profi des italienischen Klubs US Sassuolo mit einem Rollstuhl in die überdachte Arena geschoben. Koné winkte den Fans aus dem Innenraum zu. Derweil teilte die Disziplinarkommission der Fifa mit, dass der katarische Mittelfeldspieler Assim Madibo, der Koné so folgenschwer gefoult hatte, für fünf Spiele gesperrt wird. Madibo war mit Rot des Feldes verwiesen worden.In den Tagen nach der Verletzung besuchte Madibo Koné im Krankenhaus. Der katarische Fußballverband betonte in einer Stellungnahme, dieser Besuch spiegle „den Geist des Fair Play und die starken Beziehungen auf und neben dem Platz“ wider. Gehört Deniz Undav in die Startelf?In gerade einmal 58 Minuten war DFB-Stürmer Deniz Undav bei dieser WM bereits an fünf Toren beteiligt (3 Tore, 2 Assists). Doch was folgt aus einer solchen Quote? Dass er von Anfang an spielen muss – oder dass er der perfekte Einwechselspieler ist? Martin Schneider, stellvertretender Ressortleiter Sport bei der SZ, findet: Zumindest im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador sollte Undav auf keinen Fall beginnen. Martin argumentiert dabei mit demselben Modewort, mit dem Bundestrainer Julian Nagelsmann zuletzt erklärt hatte, wieso Manuel Neuer ins DFB-Tor zurückgekehrt ist: Aura.Aber sehen Sie selbst:NewsdeskFlorian UllmannWorüber die Schwester von David Alaba rapptDavid Alaba, der Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft, veröffentlichte bereits vor sieben Jahren den Song „Sag meinen Namen“. Doch er ist nicht der einzige Musiker in der Familie: Schwester Rose May Alaba ist Sängerin und probiert sich nun auch als Rapperin. „Schwester vom Alaba – er kickt Ball und ich kick’ Bars“, rappt sie beim Format eines Getränkeherstellers auf Instagram. Bislang sammelte mit ihren Bars, so der Ausdruck für Zeilen im Rapjargon, über 300 000 Aufrufe. Ihr Bruder bereitet sich derweil auf das letzte Vorrundenspiel der Österreicher vor, am sehr frühen Sonntagmorgen (4 Uhr/ZDF) trifft Alaba mit seinem Team auf Algerien. Ein Unentschieden würde sehr sicher fürs Weiterkommen reichen.WM in Vancouver? Es ist geradezu idyllisch!Wie das XXL-Turnier sich abseits der USA anfühlt, wie es um die Fußballkultur in Kanada oder Mexiko steht, das haben die herumgereisten SZ-Reporter Boris Herrmann und Felix Haselsteiner hier im Podcast „Und nun zur WM“ erzählt. Und wer lieber lesen als hören möchte, kann hier noch einmal Felix’ Erlebnisse aus Vancouver überfliegen. Wie die Regeländerungen diese WM verändernVor dem Turnier hat die Fifa zahlreiche Neuerungen eingeführt. Unter anderem müssen Spieler, die auf dem Feld behandelt werden, anschließend eine Minute warten, bis sie wieder am Spiel teilnehmen dürfen – zumindest dann, wenn der Gegner für sein Foul nicht mindestens mit einer gelben Karte bestraft wurde.Beim Spiel Belgien gegen Iran hat das zu der kuriosen Situation geführt, dass der offenkundig verletzte Belgier Leandro Trossard zwei Minuten lang liegen blieb, sich jedoch nicht behandeln ließ. Auch ansonsten gab es so einige Fälle, bei denen der von der Fifa gewünschte Effekt nicht eingetreten ist, wie SZ-Autor Martin Schneider berichtet:Kai Havertz über Konkurrent Undav: „Ich schätze es sehr, dass er hier ist“DFB-Stürmer Kai Havertz hat in einem Interview mit der Zeit unter anderem daüber gesprochen, warum er in Deutschland von einigen Fußballfans noch immer unterschätzt werden könnte. „Wahrscheinlich, weil ich nicht in der Bundesliga spiele. Auch bei Toni Kroos und İlkay Gündoğan, die über Jahre im Ausland spielten, war das zeitweise der Fall“, sagte der frühere Leverkusener, der inzwischen beim FC Arsenal in London spielt. „Über mich heißt es oft: 'Der Havertz hat wieder kein Tor gemacht! Und wenn ich dann eins schieße, sagt man: Ja, muss er ja auch, wurde aber auch Zeit!' Ich nehme das niemandem übel“, so Havertz, der bereits in zwei Champions-League-Endspielen getroffen hat: 2021 für den FC Chelsea und diesen Sommer für den FC Arsenal. Für Deutschland hat er in 60 Länderspielen 24 Mal getroffen.Auf der Jagd nach Toren habe er seine eigene Strategie. „Die Verteidiger sollen nie wissen, wo ich bin, wohin ich will, was ich vorhabe, wo ich wann sein werde. Das ist für sie am schlimmsten. Ich versuche, für Verteidiger ein Gespenst zu sein“, beschreibt Havertz seinen Spielstil.Den aktuell wohl beliebtesten deutschen Nationalspieler, Angreifer und Torjäger Deniz Undav, betrachte er indes „überhaupt nicht“ als Konkurrenz, so der 27-Jährige: „Ich schätze es sehr, dass er hier ist. Wir haben Deniz gebraucht, zuletzt gegen die Elfenbeinküste, da hat er uns zum Sieg geschossen.“Zum Vorrundenabschluss gegen Ecuador am Donnerstag (22 Uhr/ARD) im Endspielstadion von East Rutherford spricht einiges dafür, dass Havertz eine Pause bekommen könnte. Bringt Bundestrainer Julian Nagelsmann Undav, der zuletzt doppelt beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste traf, also in der Startelf? „Wir können ja auch gut zusammenspielen. Ich hinter oder neben ihm. Ich freue mich für jeden Mitspieler, der liefert. Wir sind eine Mannschaft“, sagte Havertz.Ronaldo trifft und spricht – nur über einen nichtCristiano Ronaldo hat sich mit zwei Toren gegen Usbekistan in dieser WM angemeldet, er ist jetzt auch da, das sollten alle wissen. Und natürlich geht es ihm auch weiterhin um seine eigenen Bestmarken. Nur über einen will er so gar nicht sprechen: Lionel Messi, mit 18 Toren neuerdings WM-Rekordtorjäger. SZ-Reporter Javier Cáceres berichtet von nervösen Presseleuten bei den Portugiesen, als Ronaldo nach dem 5:0 gegen die Usbeken vor den Mikros auftaucht.Kulinarische Pause des VAR bei Ghana gegen England?Ghanas Trainer Carlos Queiroz hat dem Videoschiedsrichter nach dem 0:0 gegen England eine kulinarische Pause unterstellt. „Wieder einmal hat der VAR einen Kaffee getrunken. Das ist verständlich, ich würde mir auch ab und zu gern einen Kaffee gönnen, aber es war ein klarer Elfmeter, Rote Karte“, sagte der 73 Jahre alte Portugiese. Er spielte auf eine knifflige Szene nach knapp 80 Minuten an. England-Verteidiger Ezri Konsas hatte den zum Tor eilenden Prince Adu energisch vom Schuss abgehalten. Der VAR schaute sich das riskante Einsteigen nicht an.„Wir hatten unsere Chancen, bis zu dem Punkt, an dem sie Glück hatten. Sehr viel Glück“, sagte Queiroz bei der Pressekonferenz. „Ich bin mir nicht sicher, ob der Videobeweis bei der Weltmeisterschaft noch funktioniert. Haben wir den Videobeweis überhaupt noch? Funktioniert er noch?“ Englands Offensive um Bayern-Stürmer Harry Kane war an Ghanas Abwehr-Bollwerk verzweifelt und kassierte auf seiner Titel-Mission einen Dämpfer. Wer sich übrigens für eher unbekannte Teams wie Ghana, die Kapverden oder Ecuador interessiert, kann sich hier umfassend informieren: eine Weltkarte aller WM-Teilnehmer mit Kurzinfos zu den Mannschaften. Basketballer Steph Curry – ein Vorbild für Jamal MusialaJamal Musiala zieht Inspiration aus seiner zweiten Leidenschaft Basketball – und sieht dort vor allem Stephen Curry als Vorbild. „Ich möchte die gleiche Freude versprühen, die er auf dem Platz vermittelt“, sagte Musiala (23) der Sport Bild. Der 38 Jahre alte Point Guard der Golden State Warriors habe „hart gearbeitet, um da hinzukommen, wo er heute ist“, sagte Musiala bewundernd und ergänzte: „Curry hatte ähnlich wie ich mit Verletzungen zu kämpfen, er musste sich durchbeißen. Er hatte in seiner Karriere gute und schlechte Phasen, aus denen er gelernt hat. Er hat immer an sich geglaubt.“ Außerdem gefalle ihm, wie Curry „als Mensch ist. Er hat sich trotz des Erfolges nie verändert, ist immer freundlich und sympathisch geblieben. Ich habe ihn zwar noch nicht persönlich getroffen. Aber alles, was ich von ihm mitbekomme, ist, dass er ein sehr guter Typ ist.“ Überhaupt glaubt Musiala, dass die deutsche Elf viel lernen kann von den Basketballern. NBA-Champion New York Knicks lebe von seinem „mannschaftlichen Zusammenhalt“, sagte er. Finalgegner San Antonio Spurs habe zwar „die besseren Einzelspieler“ gehabt, „aber das Team der Knicks passte einfach besser zusammen. Und das kann bei uns auch der entscheidende Faktor werden.“ Genau wie ein Musiala in Topform. „Je mehr Minuten und Spiele ich mache, ein umso besseres Gefühl bekomme ich am Ball. Das Zocken macht mir wieder richtig Spaß“, sagte er. Kane vergibt, Kroatien im Glück – das war die Nacht Im Turnier der Superschützen hat sich Harry Kane einen für ihn ungewöhnlichen Fehlversuch geleistet. In der 87. Minute knallte er die beste Chance der Engländer beim 0:0 gegen Ghana volley aus gut fünf Metern über das Tor. Er selbst nahm es gelassen. "Ich kam nicht richtig über den Ball. So ist das eben. Ich bin lange genug Stürmer, um zu wissen, dass sie nicht immer reingehen.“Weniger gelassen nahm Ghanas Trainer Carlos Queiroz eine Szene in der 79. Minute. Da foulte seiner Ansicht nach Englands Verteidiger Ezri Konsa seinen Angreifer Prince Adu. Der VAR habe sich „einen Kaffee geholt, was ja normal ist. Aber das war ein klarer Elfmeter und eine Rote Karte“, schimpfte Queiroz.Nochmal Glück hatte Kroatien, das trotz einer vor allem in der ersten Halbzeit schwachen Leistung am Ende 1:0 gegen Panama gewann. Ante Budimir erzielte nach Vorlage des Münchners Josip Stanisic das Tor des Tages. Anlass zur Feier gab es trotzdem: Luka Modric absolvierte als erst vierter Spieler der Geschichte sein 200. Länderspiel und wurde von seinen Mitspielern gefeiert (siehe Blogeintrag unten).Beim 1:0 von Kolumbien gegen die DR Kongo hatte dagegen Michel Kuka Mboladinga seinen großen Auftritt, obwohl er wie eine Statue auf der Tribüne in Regungslosigkeit verharrte. Seine Kleidung aus Jackett, Hemd, Krawatte und Anzughose spiegelt die Farben der Flagge der Demokratischen Republik Kongo wider. So verfolgte Mboladinga, besser bekannt als „Lumumba Vea“, das WM-Spiel in Zapopan.„Ich stehe regungslos da, weil ich glaube, dass das der Mannschaft emotionale Ausdauer verleiht“, hatte der 49-Jährige vor einigen Tagen dem Wall Street Journal gesagt.Seine Pose ist der Lumumba-Statue nachempfunden, die in Kongos Hauptstadt Kinshasa steht. Sie ist eine Hommage an den 1961 ermordeten Präsidenten Patrice Lumumba. „So wie Lumumba sein Leben für unser Land geopfert hat, ist mein Opfer ein kleiner Preis, den ich gerne zahle, weil mir diese Mannschaft so sehr am Herzen liegt“, sagte Mboladinga.Legendenfeier in TorontoMit einem hart erkämpften 1:0 gegen Panama hielt Kroatien sich in Toronto im Turnier und darf weiter auf das Sechzehntelfinale hoffen – doch das war nicht der Grund für eine Feier, die die Mannschaft nach dem Spiel begann. Eine große 200 und "Ewige Legende" stand auf den schwarzen T-Shirts, die sich die Kroaten überzogen, um einen besonderen Spieler in ihrer Mitte zu ehren: Luka Modric wurde immer wieder von seinen Kollegen in die Luft geworfen, nach seinem 200. Länderspiel, das ihm die Aufnahme in einen exklusiven Klub garantiert. Nur Lionel Messi (201 Länderspiele), Bader Al-Mutawa aus Kuwait (202) und Cristiano Ronaldo (230) haben häufiger als Modric für ihr Land gespielt. In die Ehrung stimmte auch das überwiegend kroatische Publikum in Toronto ein, das Modric schon während des Spiels immer wieder mit "Luka, Luka"-Sprechchören gefeiert hatte. Und am Ende dank eines Treffers von Ante Budimir erleichtert feststellen konnte: Auf die Kritik aus der Heimat an Modric hatte der Regisseur gegen Panama mit einer verbesserten Leistung antworten können. Und sich so die Chance offengehalten, bei der WM noch einige weitere Einsätze im kroatischen Trikot zu bekommen.Infantino verteidigt TrinkpausenFifa-Präsident Gianni Infantino hat die ungeliebten und teilweise unnötigen Trinkpausen während der Spiele der Fußball-WM verteidigt. Diese seien „ausschließlich eine sportliche Angelegenheit“ und „keine finanzielle Frage“, sagte der Schweizer. Der Weltverband erhalte durch die sogenannten „Hydration Breaks“, die von einer großen Sport-Getränkemarke präsentiert werden (Foto unten), angeblich „keine zusätzlichen Einnahmen, da alle kommerziellen Vereinbarungen lange im Voraus abgeschlossen wurden“.Erstmals werden die Partien bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada jeweils in der 22. und 67. Spielminute für drei Minuten unterbrochen. Dabei ist es egal, wie hoch die Temperaturen sind und ob ein Stadiondach geschlossen ist. Spieler, Trainer und Experten kritisierten die Neuerung. Zudem monieren die Kritiker, dass sich der Charakter des Spiels durch die „Timeouts“ ändere. Bei einigen Spielen ließen auch die Fans ihren Unmut heraus. Viele TV-Anstalten nutzen die Unterbrechung für einen zusätzlichen Werbeblock.Der Hauptgrund sei „die Hitze“. Dazu könne bei einem Turnier über 39 Tage mit bis zu acht Partien für ein Team „ein Moment der Erholung von enormer Bedeutung“ sein, sagte Infantino. Dabei ist die Spielfrequenz für Spitzenspieler im europäischen Liga- und Champions-League-Alltag deutlich höher. Er verwies darauf, dass jedes Spiel „unter denselben Bedingungen“ stattfinden solle: Es sei „sehr schwer zu akzeptieren, dass ein Trainer möglicherweise die Gelegenheit hat, ein Spiel durch Anpassungen zu beeinflussen, nur weil es heißer ist, während derselbe Trainer in einem anderen Spiel bei etwas niedrigeren Temperaturen nicht dieselbe Möglichkeit hat“.Immerhin müssen sich die Zuschauer in Deutschland nicht an die Trinkpausen gewöhnen. Weder die Deutsche Fußball Liga noch die Europäische Fußball-Union Uefa planen die Einführung einer verpflichtenden Unterbrechung. Das machten beide Verbände klar. In der Bundesliga und der 2. Liga sind die Pausen laut Regelwerk keine Pflicht, aber bei Bedarf schon länger möglich. Mehr ladenTickarooLive Blog Software