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WM 2026: DFB-Team verliert letztes WM-Gruppenspiel gegen Ecuador Live-Blog Ittrich und Wagner – 1:0 von Sané hätte nicht zählen dürfen Undav gegen Ecuador wieder Joker – Sané bleibt in Startelf +++ Opa prophezeite Treffer für Haiti +++ Der Newsblog.

26.06.2026 - 00:24 Uhr aktualisiert Artikel anhörenWM 2026, Ecuador - Deutschland: Bundestrainer Julian Nagelsmann (Deutschland) klatscht nach dem Spiel Deniz Undav (Deutschland) ab. Foto: dpaElfenbeinküste steht erstmals in K.o.-Runde – Curaçao rausDie Elfenbeinküste hat Verbandsgeschichte geschrieben und erstmals bei einer Fußball-WM die K.o.-Runde erreicht. Der Afrikameister von 2024 gewann sein letztes Vorrundenspiel gegen Außenseiter Curaçao mit 2:0 (1:0). Für den von Dick Advocaat trainierten Karibikstaat endet die märchenhafte Fußballreise hingegen nach der Gruppenphase auf Platz vier. Der 78 Jahre alte Niederländer hatte zuletzt seine Zukunft offengelassen.DFB-Team verliert letztes WM-Gruppenspiel gegen EcuadorDie deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihr sportlich nachrangiges drittes Gruppenspiel bei der WM mit 1:2 (1:1) gegen Ecuador verloren. Für die K.-o.-Runde war die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann bereits vor dem Anstoß als Gruppensieger qualifiziert.Ittrich und Wagner: 1:0 von Sané hätte nicht zählen dürfenDer frühere Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich hätte das frühe 1:0 der DFB-Elf im dritten Gruppenspiel der Fußball-WM gegen Ecuador nicht gegeben. Seiner Meinung nach habe Aleksandar Pavlovic unmittelbar vor dem Treffer von Leroy Sané (2. Minute) den Fuß im Zweikampf mit seinem Gegenspieler zu weit oben gehabt. „Vor der Torerzielung ein klares Foulspiel, da lege ich mich fest“, sagte Ittrich als Experte bei MagentaTV. „Ein klarer Fußtreffer oben zu sehen.“ Schiedsrichterin Tori Penso (USA) gab den Treffer trotzdem, auch der Video-Assistent schritt nicht ein.Ein weiterer ehemaliger Bundesliga-Referee meldete ebenfalls Zweifel an: „Das ist aus meiner Sicht eine sehr mutige Entscheidung“, sagte Lutz Wagner in seiner Rolle als ARD-Experte. „Das wundert mich jetzt sehr, dass da auch kein Einspruch vom VAR kam. Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn dieses Tor zurückgenommen wird“, sagte der DFB-Schiedsrichter-Lehrwart.Mit Wirtz, Sané und Havertz gegen Ecuador - Undav bleibt EinwechselspielerJulian Nagelsmann verändert im letzten Gruppenspiel der Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft erstmals seine Startelf - doch Leroy Sané bleibt. Neu ins Team kommen gegen Ecuador die beiden Abwehrspieler Antonio Rüdiger und David Raum. Deniz Undav, der mit drei Treffern beste deutsche Torschütze im Turnier, soll auch in East Rutherford wieder nur als Joker zum Einsatz kommen. „Wir werden die Wechsel vornehmen, die wir müssen“, hatte Bundestrainer Nagelsmann in der Pressekonferenz gestern Abend Ortszeit in der Football-Arena der NFL-Teams New York Giants und New York Jets angekündigt. Er wolle ansonsten die Stammformation weiter einspielen für die K.o.-Phase. Rüdiger ersetzt im Abwehrzentrum Nico Schlotterbeck, für den die WM in Amerika nach einer schweren Bänderverletzung am Fuß vorzeitig beendet ist. David Raum kommt auf der linken Außenverteidigerposition für den angeschlagenen Nathaniel Brown zum Einsatz. Die übrigen neun Positionen bleiben unverändert.Die Glaubensfrage: Warum Religion diese Fußball-WM prägtDas bringt der WM-Tag: Deschamps fehlt FrankreichAm Freitag fallen in den WM-Gruppen D, F und I die letzten Vorrundenentscheidungen. Besonderes Augenmerk aus deutscher Sicht dürfte auf dem Spiel Norwegen gegen Frankreich liegen. Hier entscheidet sich, wer der Achtelfinalgegner sein könnte. Die Franzosen werden dabei von den Co-Trainern betreut. Die Spiele des WM-Tages01.00 Uhr, Tunesien - Niederlande (ARD, MagentaTV): Für die Niederländer geht es um den Gruppensieg, für die Tunesier um nichts mehr. Nach zwei derben Klatschen gegen Schweden und Japan und einem Trainerwechsel während der Vorrunde gilt es, sich ehrenhaft zu verabschieden. Die Niederlande haben dagegen mal wieder Großes vor. Einzig das Wetter könnte Probleme bereiten. In Kansas City droht ein Unwetter. 01.00 Uhr, Japan - Schweden (MagentaTV): Das Duell entscheidet über das sichere Weiterkommen in die K.o.-Runde. Japan mit vier Punkten bislang wirkt gefestigter als die Schweden, für die die Vorrunde ein Wechselbad der Gefühle ist: Nach dem 5:1-Auftakt gegen Tunesien folgte das 1:5 gegen die Niederlande. 04.00 Uhr, Türkei - USA (MagentaTV): Ein Spiel, das nur noch für die Statistik taugt. Die USA stehen als Gruppensieger fest, die Türkei kann die K.o.-Runde nicht mehr erreichen. Verbandschef Ibrahim Haciosmanoglu sprach dem türkischen Nationalcoach Vincenzo Montella zwar das Vertrauen aus, eine weitere Niederlage könnte aber noch einmal zum Umdenken führen. Im US-Team dürfte rotiert werden. 04.00 Uhr, Paraguay - Australien (ARD, MagentaTV): Noch so ein Spiel, in dem es um das direkte Weiterkommen geht. Beide Teams sind punktgleich (3), Paraguay muss aber gewinnen, um an Australien vorbeizuziehen. Womöglich genügt aber bereits ein Punkt, um als einer der acht besten Gruppendritten die K.o.-Runde zu erreichen. Australien genügt auf jeden Fall ein Punkt, um als Zweiter sicher im Sechzehntelfinale zu stehen. 21.00 Uhr, Norwegen - Frankreich (ZDF, MagentaTV): Wie wirkt sich das Fehlen von Nationaltrainer Didier Deschamps auf die Grande Nation aus? Der 57-Jährige ist zurück nach Frankreich zur Beerdigung seiner Mutter geflogen und kann beim Spiel, das über den Gruppensieg entscheidet, nicht dabei sein. Sollte Deutschland das Achtelfinale erreichen, wird in diesem Match ein potenzieller Gegner ausgespielt. Die ebenfalls bereits qualifizierten Norweger müssen gewinnen, um Gruppenerster zu werden. 21.00 Uhr, Senegal - Irak (MagentaTV): Mit jeweils null Punkten muss für beide Teams zumindest ein Sieg her, um überhaupt noch die Chance auf die K.o.-Runde zu bekommen. Ob das dann reicht, ist jedoch unklar.Medien: Auto fährt bei WM-Party in Mexiko in MenschenmengeNach dem WM-Sieg Mexikos gegen Tschechien im letzten Gruppenspiel hat sich im Ferienort Cabo San Lucas ein Unglück mit mehreren Verletzten ereignet. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, fuhr ein Auto auf dem Boulevard Lázaro Cárdenas in eine feiernde Menschenmenge. Dabei wurden mindestens 17 Menschen verletzt. Sie wurden anschließend in verschiedene Krankenhäuser gebracht.Laut dem Generalsekretär der Stadtverwaltung von Los Cabos, Alberto Rentería Santana, gab ein Autofahrer, der in der Gegend unterwegs war, Gas, als er auf der Straße auf eine Gruppe von Menschen stieß. Der mutmaßliche Täter wurde nach dem Vorfall in dem Ort an der Südspitze der mexikanischen Halbinsel Baja California festgenommen. Die Ermittlungen laufen.Emotionaler Moment: Südafrika feiert historischen WM-ErfolgSüdafrika hat bei seiner vierten WM-Teilnahme erstmals die K.-o.-Phase erreicht und damit nationale Fußball-Geschichte geschrieben. Trainer Hugo Broos sank überwältigt auf die Knie, seine Schützlinge tanzten auf dem Rasen ausgelassen eine Polonaise. „Es ist unglaublich. Ich komme mir vor, als würde ich träumen. Diese Geschichte werde ich später meinen Kindern erzählen“, schilderte Siegtorschütze Thapelo Maseko nach dem 1:0 (0:0) gegen Südkorea seine Gefühle. Dank des Erfolges überstand die Bafana Bafana bei der vierten WM-Teilnahme als Zweiter der Gruppe A erstmals die Vorrunde und fordert nun im Sechzehntelfinale am Sonntag in Inglewood bei Los Angeles Co-Gastgeber Kanada. „Das ist ein sehr emotionaler Moment. Ich habe immer an diese Mannschaft geglaubt. Selbst in den vergangenen Wochen, als die Kritik sehr, sehr hart war“, sagte Trainer Broos. Torjubel bei der südafrikanischen Mannschaft: Das Land hat zum ersten Mal die Gruppenphase überstanden. dpaNächster deutscher WM-Gegner: Acht Optionen bleibenDie Auswahl für den möglichen nächsten Gegner der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat sich binnen weniger Stunden von 15 auf 8 Teams reduziert. Die DFB-Auswahl bekommt es in der ersten K.-o.-Runde mit einem Vorrundendritten zu tun – dieser kann aus den Gruppen A, B, C, D und F kommen. Eine konkrete Option ist dabei Schottland. Das Team hat die Vorrundengruppe C nach dem 0:3 (0:2) gegen Rekord-Weltmeister Brasilien auf Platz drei beendet und könnte für das Team von Trainer Julian Nagelsmann zum Rivalen im Sechzehntelfinale werden. Als weitere realistische Optionen gelten Australien und Paraguay, die in der Nacht zum Freitag (4.00 Uhr/MESZ) im direkten Duell die Plätze zwei und drei in Gruppe D unter sich ausmachen. Neben den drei wahrscheinlichsten Optionen sind auch Bosnien-Herzegowina als Dritter der Gruppe B, Südkorea als Dritter der Gruppe A sowie die Niederlande, Japan und Schweden aus Gruppe F weiterhin möglich. Das deutsche Sechzehntelfinale wird am Montag (22.30 Uhr/MESZ) in Foxborough bei Boston ausgetragen.Das war die WM-Nacht: Brasilien tanzt, Südafrika feiertVinícius Júnior tanzte an der Eckfahne und feierte mit Brasilien den Gruppensieg. Der Rekordweltmeister gewann sein letztes WM-Vorrundenspiel mit 3:0 (2:0) gegen Schottland und zog dadurch auf Rang eins in die K.-o.-Runde ein. Vor 64.478 Zuschauern in Miami schoss Vinícius Júnior seine Turniertore drei und vier (7./45.+3). Der frühere Hertha- und Leipzig-Stürmer Matheus Cunha (60.) schoss das dritte Tor. In der Schlussphase gab Neymar sein Debüt bei dieser WM.Die Schotten dagegen müssen noch die letzten Spiele der Gruppenphase abwarten, ob Tabellenplatz drei mit drei Punkten und minus drei Toren für einen Platz im Sechzehntelfinale reicht. Dann hätten sie bei ihrer neunten WM-Teilnahme zum ersten Mal die Vorrunde überstanden. Und dann kämen sie auch als deutscher Gegner am Montagabend in Boston infrage.Marokko nach Beinahe-Blamage dennoch selbstbewusstAuf Rang zwei ins Sechzehntelfinale geht es für Marokko, das zum Abschluss der WM-Vorrunde den krassen Außenseiter Haiti mit Mühe 4:2 (2:2) besiegte. Der Afrikameister machte gegen den Karibikstaat zweimal einen Rückstand wett.Marokkos Torwart Bono (10. Minute) brachte den Underdog per Eigentor in Führung. Es war erst das dritte WM-Tor von Haiti. Nach dem Ausgleich durch Achraf Hakimi (39.) drosch der Haitianer Wilson Isidor (43.) den Ball aus 26 Metern in den Winkel. Die 68.239 Fans in Atlanta flippten aus – oder schauten ungläubig drein. Der bei Bayern München gehandelte Ismael Saibari (45.+1) brachte den Halbfinalisten von 2022 zurück ins Spiel. Soufiane Rahimi (78.) und Gessime Yassine (89.) sorgten schließlich noch für den marokkanischen Sieg.Mexiko mit perfekter VorrundeMit einer perfekten Vorrunden-Bilanz hat Mitgastgeber Mexiko unterdessen die WM-Euphorie im Land weiter befeuert und sieglose Tschechen nach Hause geschickt. „El Tri“ gewann 3:0 (0:0) gegen die mit Bundesliga-Power angereisten Osteuropäer. Zunächst traf WM-Debütant Mateo Chavez (55.), nur sechs Minuten später erhöhte Julián Quiñones. Die WM-Bilanz der Tschechen 20 Jahre nach dem Vorrunden-Aus ist mit nur einem Punkt verheerend. In der Gruppe belegen A belegen sie den letzten Platz. Und so konnte Trainer Javier Aguirre zumindest bei einem großen Fußball-Volksbegehren nachgeben: Zum ersten Mal durfte Wunder-Teenager Gilberto Mora mit 17 Jahren von Beginn an ran. Und auch Keeper Guillermo Ochoa kam bei seiner sechsten WM-Teilnahme mit bald 41 Jahren zu einem Ehreneinsatz. Er wurde in der 78. Minute für Raul Rangél eingewechselt.Südafrika schreibt Fußball-Geschichte Südafrika hat bei seiner vierten WM-Teilnahme erstmals die K.-o.-Phase erreicht und damit nationale Fußball-Geschichte geschrieben. Das Team des belgischen Trainers Hugo Broos gewann das letzte Vorrundenspiel gegen Südkorea mit 1:0 (0:0) und schloss die Gruppe A als Zweiter ab. Thapelo Maseko sorgte mit seinem Treffer in der 63. Minute für grenzenlosen Jubel bei Bafana Bafana. Im Sechzehntelfinale trifft Südafrika am Sonntag in Inglewood bei Los Angeles auf Co-Gastgeber Kanada, das nach dem 1:2 gegen die Schweiz als Zweiter der Gruppe B weiterkam. Südkorea beendete die Vorrunde mit drei Punkten auf Rang drei und muss jetzt um den Einzug in die K.o.-Phase zittern.Bosnien-Herzegowina reicht erster Sieg fürs WeiterkommenGrund zur Freude gab es auch bei Bosnien-Herzegowina. Den erstmaligen Einzug in eine K.-o.-Phase bei der WM feierten die Spieler und Verantwortlichen bereits direkt nach dem 3:1 gegen Katar. Wenige Stunden später stand das Erreichen des Sechzehntelfinales dann auch rechnerisch fest, dank der Siege von Brasilien und Marokko. „Wir sind als komplette Underdogs gekommen. Wir wollten etwas Großartiges schaffen und das haben wir geschafft“, sagte der stolze Nationalcoach Sergej Barbarez nach dem ersten Sieg seines Teams bei diesem Turnier.Erstes Tor nach 52 Jahren: Opa prophezeite Treffer für HaitiEine Entfernung von 26 Metern, eine Geschwindigkeit von 126 Stundenkilometern: Allein die Zahlen zu Wilson Isidors Traumtor gegen Marokko sind beeindruckend. Doch der erste selbst erzielte Treffer von Haiti bei dieser Weltmeisterschaft bedeutet so viel mehr.„Wir haben die Menschen in Haiti stolz gemacht. Wir können jetzt darauf aufbauen und kommen in vier Jahren stärker wieder“, sagte der Stürmer. Beim 2:4 war ihm das zwischenzeitliche 2:1 gelungen, Haitis erste Führung war als Eigentor gewertet worden. 1974 war Emmanuel Sanon mit seinen beiden Toren zum Nationalhelden geworden.Einen Zeitzeugen hat Isidor noch in der Familie. „Ich weiß, dass mein Großvater die Tore damals gesehen hat“, sagte der 25-Jährige. „Er war sehr stolz darauf und er hat mir gesagt, dass ich der nächste Torschütze werde. Ich denke, er ist nun sehr stolz auf mich.“Geheimfavorit? Marokko entgeht Blamage gegen HaitiBeinahe-Blamage statt Gruppensieg: Marokko hat zum Abschluss der WM-Vorrunde den krassen Außenseiter Haiti mit Mühe 4:2 (2:2) besiegt und zieht als Zweiter in die K.o.-Phase ein. Der Afrikameister machte gegen den Karibikstaat zweimal einen Rückstand wett, musste in der Gruppe C aber letztlich Brasilien den Vortritt lassen. Der Rekordweltmeister besiegte im Parallelspiel Schottland 3:0 (2:0).Marokkos Torwart Bono (10. Minute) brachte den Underdog per Eigentor in Führung. Es war erst das dritte WM-Tor von Haiti. Nach dem Ausgleich durch Achraf Hakimi (39.) drosch der Haitianer Wilson Isidor (43.) den Ball aus 26 Metern in den Winkel. Die 68.239 Fans in Atlanta flippten aus - oder schauten ungläubig drein. Der bei Bayern München gehandelte Ismael Saibari (45.+1) brachte den Halbfinalisten von 2022 zurück ins Spiel. Soufiane Rahimi (78.) und Gessime Yassine (89.) sorgten schließlich noch für den marokkanischen Sieg. Türkischer Nationaltrainer schließt Rücktritt ausDer türkische Nationaltrainer Vincenzo Montella hat einen Abschied nach dem frühen Aus bei der Fußball-WM ausgeschlossen. „Wenn die Frage ist: Will ich zurücktreten? Dann ist die Antwort: Nein. Ich habe noch immer Energie und Leidenschaft. Wenn jemand will, dass ich zurücktrete, dann müssen sie akzeptieren, dass ich das nicht tun werde“, sagte der Italiener einen Tag vor dem abschließenden Duell mit Co-Gastgeber USA am Freitag (4.00 Uhr MESZ/Magenta TV). Es habe noch nie einem türkischen Nationaltrainer gegeben, der ein Team sowohl zu einer EM als auch zu einer WM geführt habe. „Ich habe die Unterstützung des Präsidenten, das reicht mir. Und ich habe die Unterstützung der Spieler“, sagte Montella. Die Türkei haben nach zwei Niederlagen gegen Australien (0:2) und Paraguay (0:1) keine Chance mehr auf den Einzug in die K.o.-Phase der WM und stehen vor dem dritten Spieltag als Letzter in Gruppe D fest. Die USA haben den Gruppensieg bereits sicher.Zahlreiche Deutschland-Fans feiern am Times SquareHunderte Deutschland-Fans haben sich am berühmten Times Square in New York auf das abschließende Gruppenspiel der DFB-Elf bei der Fußball-WM eingestimmt. Zahlreiche weiße Trikots und schwarz-rot-goldene Fahnen waren am späten Mittwochnachmittag (Ortszeit) im Zentrum der Millionen-Metropole zu sehen. Die Fans feierten, hüpften und sangen „Humba täterä“. Perücken, überdimensionale Hüte, selbst gebastelte WM-Pokale und eine aufblasbare Brezel in XXL-Größe - an Accessoires war alles dabei.Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat den Gruppensieg schon vor der Partie gegen Ecuador heute (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in East Rutherford sicher. Für die Südamerikaner indes geht es noch um den Einzug in die K.-o.-Phase. Auch eine Gruppe Ecuador-Fans feierte am Times Square.Bosnien-Herzegowina schlägt Katar - WM-Traum geht weiterMit einem Sieg gegen Katar hat sich Bosnien-Herzegowina den Traum von der K.o.-Runde bei der WM so gut wie erfüllt. Die Mannschaft von Trainer und Ex-Bundesligaprofi Sergej Barbarez bezwang den Außenseiter aus dem Emirat verdient mit 3:1 (2:1). Vor 66.925 Zuschauern in Seattle sorgten Kerim Alajbegovic (29. Minute), Sultan Al-Brake per Eigentor (34.) und Ermin Mahmic (80.) für die Treffer der Bosnier, die zum zweiten Mal nach 2014 bei einer Weltmeisterschaft dabei sind.Die Mannschaft um den 40 Jahre alten Stürmerstar Edin Dzeko liegt in der Abschlusstabelle von Gruppe B auf Rang drei. Die nun vier Punkte werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit reichen, um als einer der acht besten Gruppendritten weiterzukommen. Katar ist dagegen ausgeschieden und wartet weiter auf den ersten Sieg bei einer WM. Manzambi glänzt wieder: Schweiz entreißt Kanada GruppensiegAngeführt von Freiburgs Juwel Johan Manzambi hat die Schweiz Gastgeber Kanada den Gruppensieg bei der Fußball-WM entrissen. Die Eidgenossen setzten sich im direkten Duell in Vancouver mit 2:1 (0:0) durch und beendeten die Vorrundengruppe B mit sieben Zählern auf Platz eins. Die Kanadier von Cheftrainer Jesse Marsch erreichten als Zweiter mit vier Punkten aber ebenfalls das Sechzehntelfinale.Der frühere Augsburger Ruben Vargas (46. Minute) sowie Manzambi (57.) mit seinem dritten Turniertor ließen die Schweizer vor 52.497 Zuschauern im Heimstadion von Ex-Weltmeister Thomas Müller jubeln. Der unmittelbar davor eingewechselte Promise David (76.) schaffte für Kanada nur noch den Anschluss. Spekulationen, wonach beide Teams für das sichere Weiterkommen auf ein Remis spielen könnten, bewahrheiteten sich nicht. Die Schweiz kann damit in Vancouver bleiben und wird am 2. Juli ihr Sechzehntelfinale gegen einen noch nicht feststehenden Gruppendritten austragen. Für Kanada geht es bereits an diesem Sonntag (21.00 Uhr/MEZ) in Inglewood bei Los Angeles weiter. Gegner wird dann der Zweite aus der Gruppe A sein.Nach Beinbruch von Kanadas Koné: Fünf Spiele SperreDer katarische Fußball-Nationalspieler Assim Madibo ist nach seinem Tritt gegen Kanadas Ismael Koné für fünf Spiele gesperrt worden. Madibo hatte nach seinem Foul gegen Koné am vergangenen Freitag beim 0:6 im WM-Vorrundenspiel gegen Co-Gastgeber Kanada die Rote Karte gesehen. Koné hatte sich bei der Aktion das Bein gebrochen und fällt monatelang aus. Die Sperre für Madibo gilt nach Angaben des Weltverbandes FIFA wie üblich für alle Länderspiele auch nach der Weltmeisterschaft.Adidas-Boss: Deutschland-Trikots begehrt wie nie Die WM-Trikots der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bleiben ein Verkaufsschlager. Er schätze, dass in Summe mehr als drei Millionen Deutschland-Jerseys verkauft würden, sagte Adidas-Vorstandschef Björn Gulden bei einer Medienrunde in New York. Man verkaufe dreimal so viele DFB-Trikots wie noch bei der WM in Katar vor vier Jahren. Das sei ein Rekordwert. Die Nachfrage nach dem weißen Heimtrikot sei wie üblich am größten, erklärte Gulden. Aber auch das blaue Auswärtstrikot ziehe deutlich besser als noch das pinke für die Heim-EM vor zwei Jahren. Am meisten würden Mexiko-Trikots verkauft – vor denen der Teams von Argentinien und Deutschland.FIFA will offenbar Münzwurfregel vor Elfmeterschießen ändernDer Fußball-Weltverband FIFA möchte einem Medienbericht zufolge bei der WM die Regeln für den Münzwurf vor dem Elfmeterschießen ändern. Demnach solle es bereits ab der K.o.-Phase dieser WM nur noch einen statt zwei Münzwürfe von den Schiedsrichtern vor dem Elfmeterschießen geben, berichtet „The Athletic“. Handschlag verweigert? Wieder Wirbel um Thomas ParteyDer umstrittene WM-Teilnehmer Thomas Partey steht erneut im Fokus. Der ghanaische Fußball-Nationalspieler wurde während der Partie in Boston von englischen Fans nicht nur lautstark ausgebuht. Vielmehr sorgte eine Szene unmittelbar vor dem Anpfiff in den sozialen Medien für Diskussionen und Spekulationen. Videos scheinen zu zeigen, wie Englands Verteidiger Djed Spence den üblichen Handschlag nach den Nationalhymnen offenbar verweigert. Die Aufnahmen lassen die Situation allerdings nicht eindeutig erkennen. Zahlreiche Nutzer in den sozialen Netzwerken werten die vermeintliche Geste des Tottenham-Profis dennoch als Zeichen des Protests.Der Engländer Djed Spence (hinten links) ignoriert vor dem Spiel die Begrüßung des Ghanaers Thomas Partey (Mitte, vorne). dpaDer frühere Profi vom FC Arsenal hatte den WM-Auftakt in Kanada wegen einer Einreisesperre verpasst. Der 33-Jährige steht seit April dieses Jahres wegen Missbrauchsvorwürfen in London vor Gericht. Ihm wird in der Anklage vorgeworfen, im Dezember 2020 eine Frau zweimal vergewaltigt zu haben. In die USA durfte er einreisen, wurde von den Fans im Stadion aber nicht gerade herzlich empfangen.Ghana-Coach wütet: VAR in der Kaffeepause?Ghanas Trainer Carlos Queiroz hat dem Videoschiedsrichter nach dem 0:0 gegen England bei der Fußball-WM eine kulinarische Pause unterstellt. „Wieder einmal hat der VAR einen Kaffee getrunken. Das ist verständlich, ich würde mir auch ab und zu gern einen Kaffee gönnen, aber es war ein klarer Elfmeter, Rote Karte“, sagte der 73 Jahre alte Portugiese. Er spielte auf eine knifflige Szene nach knapp 80 Minuten an. England-Verteidiger Ezri Konsas hatte den zum Tor eilenden Prince Adu energisch vom Schuss abgehalten. Der VAR schaute sich das riskante Einsteigen nicht an. Ezri Konsas in Kniehöhe im Tackling gegen Prince Edu: Umstrittene Szene. Imago„Wir hatten unsere Chancen, bis zu dem Punkt, an dem sie Glück hatten. Sehr viel Glück“, sagte Queiroz bei der Pressekonferenz. „Ich bin mir nicht sicher, ob der Videobeweis bei der Weltmeisterschaft noch funktioniert. Haben wir den Videobeweis überhaupt noch? Funktioniert er noch?“Nach Frisuren-Scherz: Der „echte Ronaldo“ beschenkt LewelingWas für ein WM-Souvenir: Jamie Leweling hat nach seinem Frisuren-Scherz von Brasiliens einstigem Topstürmer Ronaldo ein Trikot mit persönlicher Widmung geschenkt bekommen. Stolz präsentierte der Stuttgarter Offensivspieler das Präsent bei der Pressekonferenz der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Winston-Salem. „Jeder hat mitbekommen, ich habe mein Profilbild geändert vor der WM, ja diese Ronaldo-Frisur. Es war eigentlich ein Spaß oder als Spaß gedacht. Aber mittlerweile hat es so viel Aufmerksamkeit bekommen, dass auch der echte Ronaldo mir ein Trikot geschenkt hat. Das hat mich sehr gefreut“, sagte der 25-Jährige. Der Hintergrund der ungewöhnlichen Stürmer-Connection: Leweling hatte etwas überraschend für die WM das DFB-Trikot mit der Nummer Neun bekommen. Daraufhin zeigte er sich in den sozialen Medien per Fotomontage mit der legendären Ronaldo-Frisur vom WM-Triumph 2002 – ein Haarbüschel mit auffälliger Dreiecksform über der Stirn. Ronaldo hatte die Neun als Nummer gehabt und damit Brasilien in Japan vor 24 Jahren zum WM-Sieg gegen Deutschland (2:0) geschossen. In Stuttgart trägt Leweling die Nummer 18 auf dem Trikot. Die Aktion fand großen Anklang in den sozialen Netzwerken und erreichte auch Ronaldo selbst. Eine brasilianische TV-Reporterin überreichte dann das Trikot nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste in Toronto, bei dem Leweling sein WM-Debüt gab. Und die Geschichte könnte noch weitergehen. Denn Leweling machte noch ein „Versprechen an Deutschland“. Holt die DFB-Elf am 19. Juli den Titel, wird die Fotomontage Realität. „Wenn wir das Finale gewinnen, dann mache ich mir die Frisur auf jeden Fall“, sagte Leweling lachend.Jamie Leweling zeigt bei der DFB-Pressekonferenz das signierte Ronaldo-Trikot. dpaUS-Regierung lockert Reiseauflagen für Irans WM-TeamDie US-Regierung lockert die Reisebeschränkungen für die iranische Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Für das Gruppenspiel gegen Ägypten am Freitag (5 Uhr am Samstag deutscher Zeit) in Seattle dürfe die Mannschaft bereits zwei Tage vor der Partie in die USA einreisen, teilte das Heimatschutzministerium (DHS) auf Anfrage mit.Bei den ersten beiden WM-Partien in Los Angeles war dem Team die Einreise nach US-Medienberichten erst innerhalb von 24 Stunden vor dem Anpfiff gestattet worden. An der Pflicht zur sofortigen Ausreise nach dem Spiel halte die Regierung fest, hieß es nun. „Die iranische Mannschaft wird weiterhin verpflichtet sein, das Land am Tag des Spiels zu verlassen“, erklärte ein DHS-Sprecher. Die übrigen Sicherheitsvorkehrungen blieben unverändert.Nach Angaben des Weißen Hauses war eine Überprüfung der Regelung bereits zuvor in Aussicht gestellt worden. Der Leiter der Fifa-Taskforce des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, hatte in den vergangenen Tagen erklärt, die Reisevorgaben würden fortlaufend bewertet. Das iranische Team hat sein Basislager im mexikanischen Tijuana. Iranische Spieler und Funktionäre hatten die Sonderauflagen wiederholt kritisiert und eine Gleichbehandlung mit den anderen WM-Teilnehmern gefordert.Tod der Mutter: Frankreichs WM-Coach Deschamps reist abTraurige Nachrichten um Didier Deschamps: Wegen des Todes seiner Mutter wird Frankreichs Nationaltrainer nicht beim nächsten WM-Spiel des Ex-Weltmeisters gegen Norwegen dabei sein. Dies gab der französische Fußball-Verband vor dem letzten Gruppenspiel der „Bleus“ am Freitag (21.00 Uhr) gegen Norwegen in Boston bekannt. „Der Nationaltrainer musste heute Morgen den schmerzlichen Tod seiner Mutter verkraften. Er wird nach Frankreich zurückkehren, um an der Beerdigung teilzunehmen“, hieß es.„In Absprache mit Philippe Diallo, dem Präsidenten des französischen Fußballverbands, der sich im Trainingslager der französischen Nationalmannschaft aufhält, hat Didier Deschamps seinem Assistenten Guy Stéphan die Verantwortung übertragen, die Mannschaft bis zu seiner Rückkehr zu leiten“, teilte der Verband mit.Der 57-jährige Deschamps ist seit 2012 Nationalcoach und holte mit der Auswahl 2018 den WM-Titel. Nach dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko soll er Berichten zufolge von Frankreichs Fußball-Legende Zinédine Zidane abgelöst werden.Didier Deschamps (li.), Assistent Guy Stephan. afpLebende Statue bei WM: Kongo-Fan zieht Blicke auf sichWährend um ihn herum die Fans schreien, jubeln und fluchen, verharrt Michel Kuka Mboladinga in absoluter Regungslosigkeit. Sein rechter Arm ist dabei erhoben, sein Blick geht in die Ferne. Seine Kleidung aus Jackett, Hemd, Krawatte und Anzughose spiegelt die Farben der Flagge der Demokratischen Republik Kongo wider. So verfolgte Mboladinga, besser bekannt als „Lumumba Vea“, das WM-Spiel Kongos in Zapopan gegen Kolumbien.Seine Pose ist der Lumumba-Statue nachempfunden, die in Kongos Hauptstadt Kinshasa steht. Sie ist eine Hommage an den 1961 ermordeten Präsidenten Patrice Lumumba. „So wie Lumumba sein Leben für unser Land geopfert hat, ist mein Opfer ein kleiner Preis, den ich gerne zahle, weil mir diese Mannschaft so sehr am Herzen liegt“, sagte Mboladinga.Michel Nkuka Mboladinga posiert als Statue des ermordeten Unabhängigkeitshelden des Landes, Patrice Lumumba, vor dem WM-Gruppenspiel der Gruppe K zwischen Kolumbien und dem Kongo in Zapopan. dpa