Thomas Jefferson wäre stolz darauf, was die USA erreicht haben, ist sein Ur-Ur-Ur-Ur-Urenkel überzeugt. Aber er würde auch sagen: «Es ist 250 Jahre her. Es liegt viel Arbeit vor uns»Anders als der Autor der Unabhängigkeitserklärung blieben viele Gründerväter der USA unbekannt. Ein Delegierter ging mit dem Schiff unter, ein anderer starb verarmt an einem Nierenstein. Über ihr Erbe haben wir mit ihren Nachfahren gesprochen.25.06.2026, 05.30 Uhr11 LeseminutenDas Ölgemälde von John Trumbull zeigt, wie die Gründerväter am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung der USA in der Independence Hall in Philadelphia unterschrieben. Das Bild von 1818 hängt seit 1826 in der Rotunde des Capitols in Washington.Nach einem Schlaganfall war Thomas Lynch so geschwächt, dass er keine Feder mehr halten konnte. Der Politiker, der 1776 im kolonialen Parlament von South Carolina sass, war nicht in der Lage, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung zu unterschreiben. Stellvertretend für ihn musste sein Sohn das Dokument signieren. Doch auch der junge, erst 26-jährige Thomas Lynch Jr. war schwer angeschlagen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Seit einigen Monaten tobte der Unabhängigkeitskrieg, und als Hauptmann in der Infanterie hatte er sich in den Sümpfen von South Carolina Malaria eingefangen. Zwar schaffte er es zum zweiten Kontinentalkongress nach Pennsylvania und setzte dort seinen Namen auf das geschichtsträchtige Pergament, mit dem die 13 nordamerikanischen Kolonien ihre Trennung von Grossbritannien erklärten. Doch danach verschlechterte sich sein Zustand dramatisch. Mit Ende 20 war Thomas Lynch Jr. ein körperliches Wrack.Die Ärzte rieten ihm dringend zu einem Klimawechsel. Im Dezember 1779 begab er sich deshalb zusammen mit seiner 24-jährigen Frau, Elizabeth, im Hafen von Charleston an Bord des Segelschiffs «Polly». Das Paar versuchte inmitten des Krieges, unbemerkt von der britischen Marine, eine Karibikinsel zu erreichen.Doch kurz nach dem Auslaufen brach ein heftiger Sturm über den Atlantik herein. Offensichtlich kenterte die «Polly». Es gab keine Zeugen des Untergangs, kein treibendes Wrackteil wurde gefunden, keine angeschwemmten Leichen. Thomas Lynch Jr., der die Gründungsurkunde der Vereinigten Staaten unterschrieben hatte, und seine Frau Elizabeth blieben verschollen. Sie sind zu einer Fussnote der Geschichte geworden.«Die beiden haben keine Grabstätte, wir wissen praktisch nichts über sie», sagt Nancy McBride Wark. Die Frau aus North Carolina engagiert sich in einem Verein von Nachfahren der Unterzeichner, den Descendants of the Signers of the Declaration of Independence. Doch Lynch Jr. und seine junge Frau hatten keine Kinder. Entsprechend ist er bei der 1907 gegründeten Gesellschaft kaum ein Thema.Nancy McBride WarkPD«Aber wir wissen auch über viele andere der 56 Delegierten nur wenig», sagt Wark. Sie selber stammt von einem gewissen John Hart aus New Jersey ab. Ihr Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Urgrossvater gehört auch nicht zu den Berühmtheiten.Benjamin Franklin, Thomas Jefferson, George Washington: Das sind noch heute klingende Namen. Wegen des Musicals über ihn kennt in den USA praktisch jeder den ersten Finanzminister Alexander Hamilton. Die späteren Präsidenten John Adams und James Madison machten auch von sich reden.Einer wie John Hart hingegen dürfte den wenigsten Leuten ein Begriff sein. Dabei erzählt die Geschichte des Vorfahren von Nancy McBride Wark eindringlich davon, welche Opfer auch diejenigen, die zum weiteren Kreis der Gründerväter gehörten, auf sich nahmen.Er riskierte allesHart, genannt der «ehrliche John», war ein Landbesitzer aus Hopewell, New Jersey. Ein dreizehnfacher Familienvater und hart arbeitender Mann. Als Patriot sah er sich zum Dienst im kolonialen Parlament verpflichtet. Frustriert über die Briten, die die Kolonien ausbeuteten, folgte er dann dem Ruf nach Pennsylvania, um seine Unterschrift unter die Unabhängigkeitserklärung zu setzen. Dass er sein Leben riskierte, war ihm bewusst.Britische Soldaten machten sogleich Jagd auf die federführenden Revolutionäre. Die Nachfahrin Wark erzählt von einer Familienlegende, wonach sich John Hart im Bett unter der Decke neben seiner schwerkranken Frau versteckt hat, als Truppen des Feindes auf seiner Farm nach ihm suchten. «Ihr würdet doch nicht in das Bett einer kranken Frau eindringen», soll sie zu den Soldaten gesagt haben.John Hart (1726–1794), Delegierter aus New Jersey im Zweiten Kontinentalkongress. Bild von 1870.The New York Public LibraryWenige Monate später, so viel ist verbrieft, floh der über 60-jährige Hart in die Wälder der umliegenden Sourland Mountains. Seine Frau war ihrer Krankheit erlegen, feindliche Truppen hatten seine Farm geplündert, die Felder verwüstet. Er harrte wochenlang in der Wildnis aus. Dann, nachdem George Washington im Winter 1776 den Kriegsverlauf zugunsten der Amerikaner hatte drehen können, kehrte Hart auf sein Land zurück. So gut er konnte, stellte er sein Anwesen wieder her, bevor er es im Sommer 1778 völlig uneigennützig den Truppen überliess.Denn diese hatten einen entbehrungsreichen Winter in Valley Forge hinter sich, als sie durch die extreme Sommerhitze von New Jersey marschierten. Man geht von bis zu 15 000 Soldaten aus, denen Hart erlaubte, mit ihren Pferden und Wagen auf seinem Grundstück ihr Lager aufzuschlagen. Er nahm in Kauf, dass seine gesamte Ernte für das Jahr zertrampelt würde.Er stellte auch nie eine Rechnung für seine Verluste. Während sich General George Washingtons Männer danach gestärkt den Briten in der wegweisenden Schlacht von Monmouth stellten, starb der «ehrliche John», der alles für die Revolution gegeben hatte, einige Monate später finanziell ruiniert an einem Nierenstein.Der «Anwalt der Armen»Nicht viel besser war es seinem Freund Abraham Clark ergangen. Gemeinsam mit Hart wurde der tiefreligiöse, autodidaktische Jurist, der sich für die Rechte der Armen einsetzte, zum Kontinentalkongress nach Philadelphia berufen. «Man nannte ihn den ‹Anwalt der Armen›», sagt Shirley Smith, die in sechster Generation von ihm abstammt. Als glühender Patriot zögerte er genauso wenig wie Hart, die Unabhängigkeitserklärung zu unterzeichnen. Doch der Preis, den seine Familie bezahlte, war hoch.Shirley SmithPDSmith schildert, wie die Briten zwei seiner Söhne, die als Offiziere für die Kontinentalarmee kämpften, gefangen nahmen. Clark sollte dazu gebracht werden, seine Unterschrift von der Unabhängigkeitserklärung zurückzuziehen und dem König die Treue zu schwören. Auf dem berüchtigten Gefängnisschiff HMS «Jersey» folterten sie seine Söhne. «Doch er blieb standhaft», sagt Smith. Halb verhungert überlebten die beiden Offiziere die Gefangenschaft, einer, Thomas, erholte sich jedoch nicht wieder und starb wenige Jahre später mit nur 37 Jahren.Shirley Smith stammt vom anderen Sohn, Aaron Clark, ab. Die Nachfahrin des Mannes, der selbst seine Söhne für die Gründung des Landes hergegeben hätte, wuchs in Akron, einem kleinen Ort im Gliedstaat Indiana, auf. «Wir hatten eine Kreuzung und eine Ampel», sagt sie. «Aber wir wohnten nicht im Zentrum, sondern sechs Kilometer entfernt.» Obwohl – oder vielleicht auch weil – sie in einer so abgeschiedenen Umgebung gross wurde, hat sich Smith früh für die Weltgeschichte interessiert.Ein Schlüsselerlebnis sei gewesen, als sie in der fünften Klasse das Tagebuch von Anne Frank gelesen habe, sagt sie im Videointerview aus Indiana, wo sie noch heute, nur eine halbe Stunde von Akron entfernt, lebt. «Von da an liebte ich Geschichte.»Noch in den kleinsten Städten in Indiana, so fügt sie hinzu, gebe es sehr gute Schulen. Doch erst mit 44 Jahren sei es ihr möglich gewesen, aufs College zu gehen. In ihrer Generation habe man geglaubt, dass Bildung Männersache sei, sagt sie. Sie konnte sich auch keine Universität leisten. Heute hat sie vier Abschlüsse. Shirley Smith will alles ganz genau wissen.Der Erzählung in ihrer Familie, dass man mit Abraham Clark verwandt sei, ging sie akribisch nach. Als sie es zweifelsfrei habe nachweisen können, sei sie begeistert gewesen, sagt sie. «Es war aufregend, ich begann, weiter zu recherchieren und mich in seine Briefe zu vertiefen.» Wie Nancy Wark hat sie sich intensiv der Ahnenforschung verschrieben. Der Stolz ist gross, die DNA der Männer, die das Land gegründet haben, in sich zu wissen.Abraham Clark (1726–1794). Porträt aus der Miriam and Ira D. Wallach Division of Art. Bild zwischen 1880 und 1889.ImagoDie Debatte um «echte» AmerikanerAber die beiden machen sich nichts vor. Mit den Namen John Hart und Abraham Clark können die meisten Amerikaner nichts anfangen. «In Amerika gibt es so viele Leute, die von sich behaupten, Nachfahren von Passagieren der ‹Mayflower› gewesen zu sein», wundert sich Smith. Im Unterschied zu diesen, so scheint sie sagen zu wollen, braucht sie sich nicht mit ihrer Abstammung aufzuspielen.Der Drang, sich als besonders «echte» Amerikaner darzustellen, greift nicht zuletzt in Donald Trumps Maga-Bewegung um sich. Nationalkonservative haben dafür den Begriff «Heritage Americans» geprägt. So bezeichnen sie Landsleute, die ihrer Meinung nach den wahren Kern des Staates ausmachen. Vizepräsident J. D. Vance hatte vor einem Jahr diese Debatte losgetreten, als er sich in einer Rede beim konservativen Claremont-Institut an Immigranten, der «modernen Linken» und vorgeblich progressiven Organisationen wie der Anti-Defamation League (ADL) abarbeitete.Dass die ADL in ihrem Kampf gegen Antisemitismus auch rechte Gruppen ins Visier genommen hatte, schien ihm zu missfallen. Er forderte sozusagen Narrenfreiheit für Patrioten, auch wenn sie extremes Gedankengut vertreten. Wenn es nach ihm geht, haben «Menschen, deren Vorfahren im Bürgerkrieg gekämpft haben, deutlich mehr Ansprüche auf Amerika als solche, die sagen, dass sie (die Radikalen) nicht hierhergehörten».Von solchen Diskussionen wollen sich die Nachfahren der Unterzeichner nicht vereinnahmen lassen. Die Shirley Smiths und Nancy Warks wissen, dass auf ihren stolzen Familiengeschichten auch Schatten liegen. Denn obwohl Thomas Jefferson als Autor der Unabhängigkeitserklärung festhielt, dass «alle Menschen gleich erschaffen» seien, hielt er – wie die grosse Mehrheit der 56 Delegierten – Sklaven.Porträt von Thomas Jefferson (1743–1826), gemalt von Rembrandt Peale, 1853.GettyStreit um die StatueEiner der Sklavenhalter war John Witherspoon. Seine Nachfahrin Stacey Bohning bezeichnet sich als «sehr patriotisch», aber dass das Erbe ihres Vorfahren belastet ist, blendet sie nicht aus. Vor ein paar Jahren forderten progressive Studenten, eine Statue von Witherspoon aus der Princeton-Universität zu entfernen. Witherspoon, ein Geistlicher aus Schottland, leitete die renommierte Bildungseinrichtung, die damals noch College of New Jersey hiess.Stacey BohningPD«Ich bin hingefahren, um mir die Statue anzuschauen», sagt Bohning, die in einem Vorort von St. Louis im Gliedstaat Missouri wohnt. Aus dem zentralen «Heartland» hat sie die weite Reise an den Ostküsten-Gliedstaat New Jersey auf sich genommen. «Ich wollte die Statue sehen, falls sie dereinst entfernt wird.»Wenn sie sich in die Schuhe von afroamerikanischen Aktivisten versetze, könne sie deren Sicht natürlich nachvollziehen, sagt Bohning. Aber Geschichte sei nun einmal ambivalent. «Wir sind uns alle einig, dass Sklaverei falsch war. Gleichzeitig hat John Witherspoon zur Gründung unseres Landes beigetragen und war mutig genug, sein Leben, sein Vermögen und seine Ehre zu riskieren.»Genauso wie Thomas Jefferson, würde John Works anfügen, der in siebter Generation von dem Gründervater abstammt. «Ich bin der Erste, der sagt, dass Jefferson eine sehr komplizierte Person war.» Während der Vordenker der Patrioten in der Unabhängigkeitserklärung für die Freiheit der Menschen plädierte, hielt er gleichzeitig auf seinem Landgut Monticello über 600 Sklaven.Im Herzen sei Jefferson gegen die Sklaverei gewesen, ist sich Works jedoch sicher. Schliesslich habe er sie in einer ursprünglichen Fassung der Unabhängigkeitserklärung verurteilt. Die «Sklaverei-Klausel» sei allerdings gestrichen worden, weil sich die Kolonien in Georgia und South Carolina ihr widersetzten.John Witherspoon (1723-1794), Präsident der Princeton University und der einzige aktive Geistliche, der die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnete.PDVerhältnis mit einer Sklavin?In Works’ Büro an der Upper East Side von Manhattan hängt ein Ölgemälde, das den rothaarigen Jefferson in den 1780er Jahren zeigt, als er Chefdiplomat in Frankreich war. «Er kam danach nicht mehr los vom guten französischen Wein und von der französischen Küche», sagt Works im Videointerview aus New York. Jefferson brachte auch massenhaft Möbel und Kunst aus Frankreich nach Monticello mit. «Er lebte über seine Verhältnisse.» Der Gründervater musste Kredite aufnehmen, und offenbar verpfändete er seine Sklaven. Deshalb, so sagt Works, sei er dann nicht in der Lage gewesen, seinen Sklaven die Freiheit zu schenken.Doch vereinzelt tat er es. So versprach er seinem leibeigenen, in Frankreich ausgebildeten Koch, James Hemings, die Freilassung, wenn dieser ihm einen Ersatz ausbilden würde. Als Hemings seinen jüngeren Bruder die französische Küche lehrte, hielt Jefferson sein Versprechen. Vielleicht steckte aber auch noch etwas anderes dahinter.Denn hartnäckig halten sich die Gerüchte, dass Jefferson eine Liebesbeziehung zu James’ Schwester Sally Hemings hatte. Um nicht zu sagen: Er nutzte sie womöglich sexuell aus. Angeblich war Thomas Jefferson der Vater von sechs Kindern seiner Sklavin.John Works will das nicht glauben. Die DNA-Tests von 1998, auf die sich die Nachfahren von Hemings berufen, seien allzu rudimentär gewesen, sagt er. Mithilfe des Max-Planck-Instituts ist er nun dabei, die Frage ein für alle Mal zu klären. Er habe, so betont er, schon vor 28 Jahren gesagt: «Wenn sich Wissenschaft verbessert oder jemand einen schriftlichen Beleg findet und es erwiesen ist, dass Jefferson diese Kinder gezeugt hat, dann werde ich sie mit offenen Armen in der Familie willkommen heissen.»John WorksPDUnd auch wenn Jefferson ein Betrüger und Heuchler oder noch viel schlimmer gewesen sein sollte, würde das für John Works nichts an seinen Errungenschaften ändern. «Martin Luther King hatte uneheliche Beziehungen», sagt er. «Schmälert das seine Leistungen?»Impulse für die GegenwartWie Stacey Bohning plädiert Works dafür, die Ambiguität der Geschichte auszuhalten. Nancy McBride Wark, die Nachfahrin des «ehrlichen John», stört sich auch daran, dass die historische Aufarbeitung in der Pop-Kultur zunehmend verfälscht werde. Wenn im Musical «Hamilton» berühmte Figuren von Afroamerikanern verkörpert würden, sei das ja an sich verdienstvoll. Doch sie fürchte, dass gerade dadurch für eine jüngere Generation vergessengehe, wie tiefgreifend die Sklaverei das Land im Griff gehabt habe.250 Jahre nach der Gründung der Vereinigten Staaten, darin sind sich die Nachfahren einig, lohnt sich ein unverfälschter Blick auf die Delegierten. Denn sie waren nicht perfekt, doch gaben sie dem Land Impulse, an die man sich heute erinnern sollte.Der «ehrliche John», so sagt Nancy Wark, wäre entsetzt über all die Unehrlichkeit in der gegenwärtigen US-Politik. Sie denkt dabei nicht nur an Trump, sondern auch an «verwerfliche» Demokraten wie Graham Platner, der sich bei den parteiinternen Vorwahlen für den Senat im Gliedstaat Maine trotz einem Nazi-Tattoo und trotz übergriffigem Verhalten gegenüber Frauen durchsetzte.Dass es in dem Land mittlerweile soziale Netze gebe, würde Abraham Clark, den «Anwalt der Armen», freuen, meint Shirley Smith. «Nicht erfreut wäre er über die politische Atmosphäre.» Im Unterschied zu den Politikern heute habe kaum einer der Delegierten von damals den eigenen Erfolg im Blick gehabt. Allen sei es um das amerikanische Volk gegangen.So würdigt Stacey Bohning auch «ihren» John Witherspoon. Diesen, so meint sie, dürfte es mit Genugtuung erfüllen, dass Princeton sich als Eliteuniversität erhalten habe. Aber als presbyterianischer Theologe war er ein misstrauischer Mann. Er glaubte, dass Menschen in Machtpositionen dazu neigen würden, diese zu missbrauchen. Bohning denkt, dass Witherspoon konsterniert wäre, wenn er sehen könnte, wie sich die Trump-Regierung Machtbefugnisse aneigne, ohne vom Kongress daran gehindert zu werden.Jefferson, sagt auch John Works, würde die Amerikaner auffordern, das Gleichgewicht zwischen der Legislative, der Judikative und der Exekutive wiederherzustellen. Wenn er etwas mit Donald Trump geteilt habe, dann am ehesten seine Abneigung gegen die Presse. Die jahrelangen, heftigen Angriffe der föderalistischen Zeitungen setzten ihm so zu, dass er sie wiederholt als Lügenpresse beschimpfte: «Was nicht wahr ist, findet man immer im Überfluss in den Zeitungen», erklärte er einmal.Er plädierte aber auch dafür, dass jeder ein Recht auf seine Meinung habe. Nur solle man sich gegenseitig respektieren. «Ich denke, das wäre seine Hauptbotschaft, wenn er das heutige Amerika sähe», meint John Works. Er würde sagen: «Wir haben grosse Fortschritte gemacht bei dem Versuch, die Gleichheit aller zu erreichen. Es ist noch nicht perfekt. Es ist 250 Jahre her. Es liegt noch viel Arbeit vor uns.»Passend zum Artikel