Als jüngst nach und nach die talentiertesten und damit reichsten Fußballer der Welt in den USA zur Weltmeisterschaft anreisten, erinnerte der Ankunftsbereich mehr an eine Modewoche als an einen Sportlertreff. Vor allem stachen die zahlreichen Luxushandtaschen ins Auge – waschechte It-Bags, die ganz selbstverständlich in den Händen baumelten oder auf den Aluminiumkoffern geschoben wurden. Die Jungmillionäre mit Ballaffinität haben die klassische Handtasche als ultimatives Statussymbol für sich entdeckt.

Allen voran der Norweger Erling Haaland, der sich inzwischen einen regelrechten Namen mit seiner exquisiten Hermès-Birkin-Bag-Sammlung gemacht hat. Eine Birkin Bag ist das Luxusgut schlechthin: extrem teuer, streng limitiert und nur einer absoluten Elite vorbehalten. Nur wer das nötige finanzielle und soziale Kapital besitzt, kommt überhaupt in die Nähe dieser Tasche.

Modischer Abflug: Die norwegischen Nationalspieler Leo Skiri Østigård, Erling Braut Haaland und Morten Thorsby (v.l.) brechen vom GA-Terminal am Flughafen Oslo-Gardermoen zur Weltmeisterschaft auf.

© Lise Åserud/imago

Zu Haalands Prachtstücken gehört etwa die ultra-seltene HAC Birkin 50 „Endless Road“ mit einem Schätzwert von rund 40.000 Euro, auf die er auch für die Anreise in die USA setzte. Bei diesem Modell wird eine Berglandschaft durch eine aufwendige Leder-Marketerie dargestellt – eine Kunsttechnik, bei der verschiedenfarbige Lederstücke wie ein hochpräzises Puzzle so nahtlos aneinandergefügt werden, dass eine völlig glatte Oberfläche entsteht.