Cristiano Ronaldo mit einer Duffle-Bag von Gucci zum Rollköfferchen. Getty Images Der Flughafen als Catwalk: Wie die Stars der Fussball-WM ihr Reisegepäck präsentieren.Fussballer gelten als modische Inspirationsquelle für Frisuren und Tattoos. Nun kommt noch ein Weiteres hinzu: Gepäck. Ganz entsprechend dem Effekt des «Tunnel-Walk» – des Moments, wenn Profisportler von der Umkleidekabine durch den Stadiontunnel in Richtung Spielfeld laufen – hat sich der Begriff «Terminal-Walk» etabliert: Die Szenerie, wenn ein Promi, begleitet von Fotografen und Kamerateams, durch den Flughafenterminal zur Weiterreise schreitet, hat sich in den letzten Jahren zu einem der erweiterten Laufstege der heutigen Modewelt gemausert.Gute Plattform für LuxusbrandsNebst den üblichen Stars aus Entertainment und Mode sind es die ebenso vielfotografierten, millionenschweren NFL-, NBA- und Fussballspieler, die mit ihrem ganz eigenen «#ProAthleteStyle» den Trend angekurbelt haben. Einige nutzen diese Momente, um Individualität zu zeigen. Andere, um die Dinge zu präsentieren, mit denen Brands sie ausgestattet haben. Denn natürlich haben auch die Luxuskonzerne und Designhäuser diese Plattform für sich entdeckt. Auch das französische Nationalteam reist mit einer Vielzahl unterschiedlicher Luxusreisetaschen an die WM. Getty Images An der Fussball-WM sind bisher die Reiseauftritte der französischen Nationalequipe aufgefallen – Koundé, Dembélé, Cherki und Thuram mit Hermès, Chanel und Louis Vuitton. Jene der deutschen Mannschaft, die mit Koffern der Traditionsfirma Rimowa aufliefen. Oder auch die mit Leopardenprint gemusterten Taschen der Spieler aus Kongo.Der Schweizer Nati-Stürmer Noah Okafor, der vor einem Jahr noch im LV-Logo-Outfit mit zwei poppigen «Speedy P9»-Louis-Vuitton-Taschen und einem Rollkoffer mit ikonischem Y-Muster von Goyard reiste, landete Anfang Juni mit viel schlichteren Gepäckstücken in Los Angeles: Eine taupefarbene Reisetasche, die schwer nach einem Hermès-Modell aussah, und ein schwarzer Rollkoffer mit Rillen.«#QuietLuxuryTravel» ist wohl auch bei ihm angekommen, ebenso bei Cristiano Ronaldo, dessen schwarze Duffle-Bag – so nennen sich sportive Umhängetaschen im Jargon – mit rotem Streifen klar auf die Marke Gucci verwies, wie ganz oben zu sehen ist. Die Devise lautet also derzeit, zumindest für Fussballer: Weniger ist mehr – solange dieses wenige von der richtigen Luxusmarke stammt. Newsletter Die besten Artikel aus «NZZ Bellevue», einmal pro Woche von der Redaktion für Sie zusammengestellt.