Stromausfall in Sewastopol nach ukrainischen AngriffenDie Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Krim ist nach nächtlichen Drohnenangriffen der Ukraine ohne Strom. Die Energieinfrastruktur sei getroffen und beschädigt worden, bestätigte der Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram. „Spezialisten begutachten den Maßstab der Schäden und tun alles Mögliche, um die Stromversorgung wiederherzustellen“, schrieb er. Medienberichten zufolge ist auch in einigen anderen Teilen der Krim nach einem Drohneneinschlag in einem Kraftwerk die Stromversorgung zusammengebrochen.In den ebenfalls von Russland besetzten Teilen der südukrainischen Region Cherson haben die Behörden nach mehreren Stunden Ausfall die Energieversorgung wiederhergestellt.Unter Beschuss ist auch die weit von der Front entfernte Wolgaregion Orenburg in Russland geraten. Der Gouverneur der Region, Jewgenij Solnzew, berichtete von einem schweren Angriff. „Einige Drohnen wurden über Industrieobjekten in der Stadt abgeschossen“, schrieb er in sozialen Netzwerken. Dort seien Katastrophenschutz und Feuerwehr im Einsatz, Verletzte gebe es nicht. Medienberichten zufolge wurde eine Anlage zur Verarbeitung von Erdgas beschossen. Über das Ausmaß der Schäden ist bislang nichts bekannt. Fabian DrahmouneUkrainische Behörden melden fünf Tote nach russischen AngriffenBei russischen Luftangriffen sind in verschiedenen Regionen der Ukraine fünf Menschen getötet worden. Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk kamen nach Angaben der dortigen Staatsanwaltschaft drei Menschen durch Drohnenangriffe im Kreis Nikopol ums Leben. Fünf weitere seien verletzt worden. Im benachbarten Gebiet Saporischschja wurde nach Angaben von Militärgouverneur Iwan Fedorow eine Frau durch einen Angriff mit Gleitbomben getötet. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. In der südukrainischen Stadt Cherson wurde Militärgouverneur Olexander Prokudin zufolge ein Mann durch russischen Beschuss getötet. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.Offenbar strategisch wichtige Brücke auf der Krim zerstörtDie ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben eine Eisenbahnbrücke auf der von Russland 2014 annektierten Halbinsel Krim zerstört. Die Brücke über den Nord-Krim-Kanal sei ein strategisch wichtiger Übergang gewesen, der für die Logistik der russischen Truppen große Bedeutung gehabt habe, teilt das Militär mit. Die ukrainischen Spezialkräfte erklären auf dem Kurznachrichtendienst Telegram, sie hätten in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Untergrund-Widerstandsbewegung zwei Angriffe auf die Brücke in der Nähe des Dorfes Rosdolne ausgeführt. Auf der Plattform X veröffentlichte Aufnahmen sollen den nächtlichen Angriff zeigen.Mindestens drei Tote bei russischem Raketenangriff auf Selenskyjs HeimatstadtBei einem russischen Raketenangriff sind in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet und rund 20 weitere verletzt worden. Beim Beschuss einer „zivilen Industrieanlage sind leider drei Menschen getötet worden“, teilte der Chef der Militärverwaltung der Stadt, Oleksandr Wilkul, am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit. Krywyj Rih ist die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und liegt etwa 80 Kilometer hinter der Front.Der Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Oleksandr Hanscha, teilte mit, dass die Industrieanlage durch den Raketenbeschuss beschädigt worden sei. Ihm zufolge gab es mindestens 23 Verletzte. Nach dem Angriff forderte Selenskyj die internationale Gemeinschaft dazu auf, den Druck auf Russland zu erhöhen, um Moskau zu Verhandlungen über ein Ende des Konflikts zu bewegen. Von den USA vermittelte Friedensgespräche treten seit Monaten auf der Stelle. Moskau beharrt unter anderem weiter auf seiner Forderung, dass die Ukraine die gesamte Donbass-Region abtreten soll, was Kiew strikt ablehnt. Ministerpräsidentin leitet ukrainische DelegationDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird nicht zur Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine reisen, die an diesem Mittwoch in Danzig (Gdańsk) eröffnet wird. Statt ihm wird die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko die ukrainische Delegation leiten, wie die Politikerin am Dienstag in Kiew bestätigte. Mit ihr würden Unternehmer, Leiter staatlicher Firmen sowie Kommunalvertreter und Abgeordnete nach Polen reisen. Konferenzen zum Wiederaufbau der Ukraine fanden bisher in Lugano, London, Berlin und Rom statt. In diesem Jahr ist Polen Ausrichter. Am Wochenende war zwischen Kiew und Warschau ein Streit um die ukrainisch-polnische Geschichte eskaliert. Polens Präsident Karol Nawrocki hatte Selenskyj daraufhin den Orden des Weißen Adlers, Polens höchste Auszeichnung, entzogen, die ihm 2023 verliehen worden war. Ob Selenskyj der Konferenz deshalb fernbleibt, wurde nicht mitgeteilt. Auch Nawrocki wird nicht nach Danzig reisen. Er habe von der polnischen Regierung keine Einladung erhalten, teilte die Präsidialkanzlei mit. Polens Ministerpräsident Donald Tusk erklärte, dass die Konferenz stattfinde, „unabhängig davon, wer unsere Arbeit in Warschau und Kiew ruiniert“. Im Interesse Polens werde er die Spannungen nicht weiter schüren. Medien: Wieder Ölterminal auf der Krim attackiertDie Ukraine hat Medienberichten zufolge abermals strategisch wichtige Objekte in der russischen Schwarzmeerregion Krasnodar und auf der von Moskau annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Getroffen worden seien dabei auch ein Ölterminal und ein Öldepot nahe der Großstadt Kertsch im Osten der Krim, berichtete das Internetportal „Ukrajinska Prawda“. Auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge wurde demnach mit dem Hafen Kawkas im Gebiet Krasnodar ebenfalls eine schon früher attackierte Anlage erneut unter Beschuss genommen.Offiziell gibt es bislang keine Bestätigung für die Angriffe. Das russische Verteidigungsministerium meldete lediglich den Abschuss von insgesamt 143 ukrainischen Drohnen, ohne Angaben zu den Folgen zu machen. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder und Videos zeigen Explosionen und Feuer in der Nacht und dunkle Rauchwolken am Morgen. Die Flughäfen von Krasnodar und Sotschi waren stundenlang für den Flugverkehr gesperrt. Auf der Krim landen seit Beginn des vor mehr als vier Jahren von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Kriegs gegen die Ukraine ohnehin keine Passagierflugzeuge mehr. Russische Angriffe auf die UkraineRussland hat die Ukraine in der Nacht zum Dienstag mit 135 Drohnen angegriffen. Davon hätten 118 abgewehrt werden können, teilte die ukrainische Luftwaffe am Morgen mit. Man habe 13 Einschläge von Drohnen registriert. Am Montagabend waren bei einem Luftangriff im Gebiet Dnipropetrowsk laut Behördenangaben eine ältere Frau getötet und neun Menschen verletzt worden. In Sumy, im Nordosten der Ukraine, wurden Behördenangaben zufolge sechs Gleitbomben bei einem Angriff auf ein Industriegebiet eingesetzt. Dabei wurde demnach auch ein Bus getroffen, der Fahrer schwer verletzt.Sabrina FrangosUkraine: Sechs Verletzte nach russischen LuftangriffenBei russischen Luftangriffen auf die Ukraine wurden nach Angaben lokaler Behörden in der Nacht sechs Menschen verletzt. Zuvor waren bei einem ukrainischen Angriff auf ein Werk für Raketenelektronik in der russischen Grenzregion Woronesch laut des dortigen Gouverneurs fünf Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.Sabrina FrangosRussland: Mit Raketen bestückte Tu-160-Bomber absolvieren Testflug über BarentsseeRussische mit Raketen bestückte Bomber vom Typ Tu-160 absolvieren nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau derzeit einen 16-stündigen Flug über der Barentssee und dem Europäischen Nordmeer. Der Routineflug in der neutralen Zone umfasse auch einen Test zur Luftbetankung, teilt das Ministerium auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Maschinen werden nach russischen Angaben von MiG-31-Kampfjets begleitet und zeitweise von ausländischen Kampfflugzeugen eskortiert. Um welche Länder es sich dabei handelt, wird nicht mitgeteilt. Im Norden grenzt Russland an die Nato-Mitglieder Norwegen und Finnland.Sabrina FrangosUkraine: Luftalarm in Kiew – Drohnenangriff auf CharkiwIn der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben die Behörden Luftalarm ausgelöst und die Bevölkerung aufgerufen, Schutzräume aufzusuchen. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte in der vergangenen Woche vor einem massiven russischen Angriff gewarnt. Die zweitgrößte ukrainische Stadt Charkiw wurde nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow in der Nacht mit Drohnen und zwei Raketen angegriffen. Dabei sei eine Frau verletzt worden, teilt er auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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