Sophia ReddigStromausfall in zehntausenden Haushalten bei Odessa nach russischem AngriffIn der Region Odessa am Schwarzen Meer ist in der Nacht in zehntausenden Haushalten die Stromversorgung ausgefallen. Zuvor hatte Russland eine Energieanlage des Versorgers DTEK angegriffen, teilte das Unternehmen selbst mit. Bis zum Morgen sei die Stromversorgung für einige Haushalte wiederhergestellt worden, heißt es über den Kurznachrichtendienst Telegram weiter. Die Reparaturarbeiten dauerten an. Sophia ReddigLitauens Staatsspitze offenbar in Schutzräume geflohenNicht nur am Flughafen, auch in der litauischen Hauptstadt Vilnius ist Luftalarm ausgelöst worden. Die Einwohner sollten auf Aufforderung der Behörden vorsorglich Schutz suchen. Auch die Staatsspitze wurde nach Medienberichten zur Sicherheit in Schutzräume gebracht. Zudem wurde der Zugverkehr zwischenzeitlich ausgesetzt. Nach einer halben Stunde wurde der Alarm für Vilnius wieder aufgehoben. Zuvor hatten die Streitkräfte die Bevölkerung über eine mögliche Bedrohungslage durch eine Drohne im Osten des Landes informiert. Demnach wurde in Grenznähe ein mutmaßliches Flugobjekt gesichtet, das sich aus Richtung von Belarus dem EU- und Nato-Land näherte. Nato-Kampfjets seien alarmiert worden, teilte das Verteidigungsministerium in Vilnius ohne nähere Angaben mit. Vilnius befindet sich rund 30 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt. Sophia ReddigFlughafen Vilnius stellt nach Drohnenalarm Flugbetrieb einDer Flughafen der litauischen Hauptstadt Vilnius setzt wegen eines Drohnenalarms den Flugbetrieb aus. Auslöser sei eine Drohne im benachbarten Belarus, die in Richtung Litauen fliege, teilte das nationale Krisenzentrum mit. Die Herkunft des Fluggeräts ist der Behörde zufolge noch unklar. Erst gestern hatte ein Nato-Kampfjet nach estnischen Angaben eine mutmaßliche ukrainische Drohne über dem Nachbarland Litauens abgeschossen. In der Region kommt es wegen des Ukrainekriegs immer wieder zu Verletzungen des Luftraums der Nato-Staaten.Leon GinzelUkraine greift im Zentrum Russlands anMit Hunderten Drohnen hat die Ukraine in der Nacht nach russischen Angaben Industriegebiete in Zentralrussland angegriffen. Ein Ziel sei unter anderem die Großstadt Newinnomyssk in der südlichen Region Stawropol gewesen, wo sich eine große Chemiefabrik befindet. Auch die Region Nischni Nowgorod war betroffen. Dort betreibt der Ölkonzern Lukoil eine Raffinerie. Über den Regionen Leningrad, Moskau, Tula und Belgorod wurden russischen Medienberichten zufolge ebenfalls Drohnen gemeldet. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien 273 Flugkörper abgeschossen worden.Leon GinzelAngela Merkel und Mario Draghi laut Bericht als EU-Verhandler im GesprächIn der Europäischen Union laufen einem Bericht der Financial Times zufolge Gespräche, wer die EU bei möglichen Verhandlungen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin repräsentieren könnte. Dabei soll auch Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel in der engeren Auswahl sein. Die Zeitung beruft sich auf Insider. Demnach soll darüber beim EU-Außenministertreffen kommende Woche auf Zypern gesprochen werden.Neben Merkel soll auch der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, als möglicher Vermittler zur Diskussion stehen. Dem Italiener war am Wochenende der Internationale Karlspreis verliehen worden – die wichtigste Auszeichnung für Verdienste um die Europäische Einheit.Merkel hatte sich kürzlich auf der Digitalkonferenz re:publica zur Lage in der Ukraine geäußert. Sie bedaure, dass Europa »sein diplomatisches Potenzial« nicht ausreichend einsetze, sagte die Altkanzlerin. »Militärische Abschreckung plus diplomatische Aktivitäten, das finde ich wichtig«, sagte Merkel. Sie halte es für »nicht ausreichend«, wenn nur US-Präsident Donald Trump den Kontakt zu Russland halte. Auf die Frage nach einer möglichen Vermittlerrolle einer Europäerin oder eines Europäers sagte Merkel auf der re:publica, bei den Vehandlungen von Belarus vor gut zehn Jahren sei sie »jetzt nicht auf die Idee gekommen, einen Vermittler zu fragen, ob er für mich nach Minsk fährt und dort mit Putin spricht«. Sie fügte hinzu: »Das muss man selbst in die Hand nehmen.«Maline HofmannUkrainische Truppen kommen bei Huljajpole voranDie Ukraine ist in Richtung von Huljajpole und Kupjansk sowie im Norden der Region Charkiw vorangekommen. Das geht aus dem täglichen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Demnach rückten ukrainische Einheiten im Norden der Stadt Selene vor. In den Siedlungen Synelnykowe und Lyman – beide südlich von Wowtschansk in der Region Charkiw – konnte die Ukraine ihre Stellungen halten.Lesen Sie hier mehr zum Frontverlauf:Julica JungehülsingNächtliche Angriffe auf mehrere Städte in der UkraineRussland hat ukrainischen Berichten zufolge in der Nacht erneut mehrere Städte und Regionen in der Ukraine angegriffen. Die Behörden meldeten nach Drohnenangriffen mindestens zwei Tote und zahlreiche Verletzte sowie zerstörte Gebäude in den Städten Odessa, Dnipro und Konotop. In Dnipro seien zwei Menschen getötet worden, teilte der Chef der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram mit. Aus dem Gebiet Sumy berichtete der zuständige Militärgouverneur über Treffer auf mehrere Gebäude in Konotop. Dort seien mindestens sechs Menschen verletzt worden. In Odessa wurden dem Leiter der örtlichen Militärverwaltung zufolge erneut mehrstöckige Wohnhäuser und Fahrzeuge getroffen. Ein Gebäude sei völlig zerstört worden.Anna-Lena SchlittNato-Kampfjet schießt verirrte ukrainische Drohne über Estland ab Ein Nato-Kampfjet hat über Estland eine offenbar verirrte ukrainische Drohne abgeschossen. Die Drohne sei von Lettland entdeckt und dann von einem in Litauen stationierten F-16-Kampfjet abgeschossen worden, sagte der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur. Sie sei von einem russischen Störsystem vom Kurs abgebracht worden.Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow habe sich für den Vorfall entschuldigt, sagte Pevkur. Estland habe keine Genehmigung dafür erteilt, dass sein Luftraum genutzt werden dürfe, und die Ukraine habe »nicht nach einer solchen Genehmigung gefragt«, sagte Pevkur. Es war das erste Mal seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Jahr 2022, dass die Nato eine ausländische Drohne über dem Luftraum der baltischen Staaten abgefangen hat. Russland wirft Estland, Lettland und Litauen immer wieder vor, dass sie der Ukraine als Basis für Angriffe auf russisches Territorium dienten. Die Länder weisen dies zurück. Die Ukraine wirft unterdessen Russland vor, absichtlich ukrainische Drohnen in die baltischen Staaten umzuleiten.Maxim NägeleRussische Ölraffinerie nach ukrainischem Drohnenangriff außer BetriebNach einem Drohnenangriff der Ukraine am vergangenen Freitag hat die russische Ölraffinerie Rjasan zwei Insidern zufolge den Betrieb eingestellt. Der Betreiber Rosneft äußerte sich zunächst nicht. Die Anlage macht fast fünf Prozent der gesamten Kapazität russischer Raffinerien aus. Beim Drohnenangriff auf die Stadt Rjasan südöstlich von Moskau wurden nach Angaben der örtlichen Behörden vier Menschen getötet. Zudem seien Wohngebäude und ein Industriebetrieb getroffen worden. Neben dem ukrainischen Angriff in Rjasan wurde heute ein mutmaßlicher Angriff auf eine Raffinerie in der Region Nischni Nowgorod bekannt. Lennart JerkeUkraine meldet Angriff auf russische ÖlraffinerieDie ukrainische Armee will nach eigenen Angaben eine russische Ölraffinerie des Konzerns Lukoil in der Region Nischni Nowgorod angegriffen haben. Weitere Angriffe hätten auf eine Ölpumpstation in der Region Jaroslawl gezielt, teilte das Militär bei Telegram mit. Das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt.Lennart JerkeMindestens zehn Tote nach russischen Angriffen in der Ukraine Durch russische Angriffe sind in der Ukraine mindestens zehn Menschen getötet worden. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, wurden bei Angriffen auf die Energieinfrastruktur in der Region Tschernihiw zwei Menschen getötet und 17 weitere verletzt. Bei den Angriffen seien auch ein Einkaufszentrum und ein Supermarkt beschädigt worden. Zwei weitere Menschen seien zudem in der Region Sumy getötet worden. Auch dort hätten die Angriffe »zivile Infrastruktur« getroffen. Das Onlinemedium The Kyiv Independent berichtete unter Berufung auf Behördenkreise zudem von jeweils zwei Toten in den Regionen Cherson, Charkiw und Donezk. Knapp 30 Menschen seien zudem verletzt worden.Lennart JerkeOffenbar ukrainische Drohne über Estland abgeschossenEin Nato-Kampfjet hat über Estland eine mutmaßlich ukrainische Drohe abgeschossen. Das teilte Verteidigungsminister Hanno Pevkur dem Nachrichtenportal Delfi mit. Er habe nach dem Vorfall »unverzüglich« seinen ukrainischen Amtskollegen benachrichtigt, dass die Ukraine keine Genehmigung habe, den estnischen Luftraum zu nutzen, sagte Pevkur. Seit März sind wiederholt ukrainische Militärdrohnen in den Luftraum der an Russland grenzenden Nato-Staaten Finnland, Lettland, Litauen und Estland eingedrungen. Die Nato selbst hat sich bisher nicht dazu geäußert. In Lettland trat vergangene Woche die Regierung infolge ihres Umgangs mit den Drohnenvorfällen zurück.Christina FelschenUkrainische Soldaten befreien Dorf an der Grenze zu DnipropetrowskBei den Gegenangriffen an der Grenze der Regionen Donezk und Dnipropetrowsk sind ukrainische Einheiten zuletzt erneut vorangekommen. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Ein renommierter ukrainischer Militärbeobachter berichtet demnach, dass sie das Dorf Ternowe südöstlich von Oleksandriwka befreit haben. Zugleich sei es der russischen Armee gelungen, einzelne Soldaten bei den nahe gelegenen Orten Stepowe und Werbowe knapp zwei Kilometer hinter ukrainische Linien zu schicken. Lesen Sie hier mehr dazu:Iven FenkerRussland übt Einsatz der AtomstreitkräfteDas russische Militär hält nach Angaben des Verteidigungsministeriums von diesem Dienstag bis Donnerstag ein Manöver seiner Atomstreitkräfte ab. Die Personalstärke werde mehr als 64.000 betragen. Unter anderem soll den Angaben zufolge auf russischem Gebiet der Einsatz von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern geübt werden.Lesen Sie hier mehr dazu:Iven FenkerWadephul nennt ukrainisches Krisenmanagement vorbildlichAußenminister Johann Wadephul hat das ukrainische Krisenmanagement angesichts russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur als Vorbild bezeichnet. »Erfolglos versucht Russland, die Ukraine seit über vier Jahren in den Blackout zu treiben. Das Gegenteil ist seither eingetreten«, sagte er. Die Ukraine habe unter Druck eine beeindruckende Anpassungs- und Innovationsfähigkeit unter Beweis gestellt. Deutschland könne vom Know-how und der Resilienz der Ukraine lernen, um die eigene kritische Energieinfrastruktur zu stärken.Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sagte, Russlands grausames Vorgehen gegen die Ukraine zeige, wie Angriffe auf die Energieversorgung gezielt gegen die Bevölkerung gerichtet werden können. Die Ukraine beweise täglich ihre Entschlossenheit, die Widerstandsfähigkeit ihrer Infrastruktur zu stärken.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Krieg gegen die Ukraine: Zehntausende Haushalte in Odessa ohne Strom
Russland hat eine Energieanlage am Schwarzen Meer angegriffen. In Litauen wurde nach einem Drohnenalarm laut Medien die Staatsspitze in Sicherheit gebracht. Das Liveblog









