Krim-Hafenstadt Sewastopol sagt Open-Air-Veranstaltungen abIn der Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind für Montag alle öffentlichen Open-Air-Veranstaltungen abgesagt worden. Das teilte Stadtgouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram mit. Es werde auch keine Straßenbeleuchtung geben. Raswoschajew ruft die Bevölkerung zum Stromsparen auf. Zuvor hatten ukrainische Drohnenangriffe auf Versorgungswege und Energieanlagen zu einem Treibstoffmangel in der bei russischen Touristen beliebten Urlaubsregion geführt.Erst am Wochenende griff die Ukraine die Krim abermals massiv an. Nach Behördenangaben wurden im Raum Kertsch mindestens vier Menschen getötet und mehrere Menschen verletzt. Nach Berichten in sozialen Netzwerken gab es mehrere Explosionen und Brände in verschiedenen Regionen der Halbinsel. Ukraine: Tote nach russischen DrohnenangriffenIn der Ukraine sind nach Angaben der Behörden bei russischen Drohnenangriffen mehrere Menschen getötet worden. In dem nordukrainischen Gebiet Sumy starben ein 13 Jahre alter Junge, sein Vater und seine Großmutter, wie die örtliche Staatsanwaltschaft mitteilte. Den Angriff um kurz vor fünf Uhr morgens Ortszeit überlebten demnach die Mutter und zwei Geschwister. In Saporischschja im Südosten des Landes starb eine Frau infolge eines russischen Drohnenangriffs, wie Gouverneur Iwan Fedorow auf Telegram mitteilte. Drei weitere Menschen seien verletzt worden.Vanessa AngermannRussland wehrt Dutzende Drohnen über Moskau abDie russische Luftabwehr hat am frühen Morgen nach eigenen Angaben Dutzende Drohnen über Moskau abgeschossen. Insgesamt seien fast 60 auf die Hauptstadt zusteuernde Drohnen abgefangen worden, teilt Bürgermeister Sergej Sobjanin über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Rettungskräfte seien zu den Absturzstellen entsandt worden. Der Flugverkehr an den Hauptstadtflughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Wnukowo sowie im nahegelegenen Schukowski sei vorübergehend eingestellt worden, erklärt die Luftfahrtbehörde.Vanessa AngermannUkraine: Ein Toter bei russischem Raketenangriff auf Region OdessaBei einem russischen Raketenangriff auf die südukrainische Region Odessa wurden nach Angaben des örtlichen Gouverneurs ein Mensch getötet und drei weitere verletzt. Russland habe eine ballistische Rakete vom Typ Iskander auf einen landwirtschaftlichen Betrieb abgefeuert, teilt Gouverneur Oleh Kiper auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Dabei seien Fahrzeuge und Treibstofftanks in Brand geraten.Ukraine greift Krim mit Drohnen anBei neuen massiven ukrainischen Drohnenangriffen sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Behördenangaben im Raum Kertsch mindestens vier Menschen getötet worden. Nach den Attacken gebe es auch 28 Verletzte, teilte der von Moskau eingesetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow am Morgen bei Telegram mit. Details nannte er nicht.Nach Berichten in sozialen Netzwerken gab es mehrere Explosionen und Brände in verschiedenen Regionen der Halbinsel. Im Kraftstoffterminal der Hafenstadt Kertsch sei ein Feuer ausgebrochen, eine große Rauchwolke liege über der Region, berichtete das Telegram-Portal „Krymski Weter“ am Morgen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Behörden informierten in der Nacht auch über die Schließung der Krim-Brücke zwischen Kertsch und dem russischen Festland für den Autoverkehr. Auch der Hafen Kawkas auf der russischen Seite der Straße von Kertsch soll bei dem Angriff getroffen worden sein. Dort liegen ebenfalls ein Kraftstoffterminal und ein Öldepot. Die Ukraine versucht seit Wochen, mit den zunehmenden Angriffen die Krim von der Versorgung abzuschneiden.Auf der Halbinsel gibt es eine Benzinkrise. Der von Moskau eingesetzte Statthalter von Sewastopol, Michail Raswoschajew, informierte am Morgen bei Telegram, dass sich die Kraftstofflieferungen weiter verzögerten. Die für Sonntag geplante Zuteilung von Benzin für Autofahrer müsse abgesagt werden, teilte er mit. Tanken sei nur für die operativen Dienste möglich.Die Tourismusindustrie auf der Krim erwartet, dass in diesem Sommer wegen der ukrainischen Angriffe und der Versorgungskrise Millionen von Urlaubern wegbleiben. Russland hatte die Krim bereits 2014 annektiert und nutzt sie auch als Brückenkopf in seinem seit mehr als vier Jahren laufenden Angriffskrieg gegen die Ukraine. Selenskyj schickt Orden nach Polen zurückIm Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj einen Schlussstrich gezogen und einen umstrittenen Orden nach Warschau zurückgeschickt. Er verstehe, dass der Orden des Weißen Adlers eine besondere Ehrung darstelle, schrieb Selenskyj dazu auf X. „Es ist ein Symbol des höchsten Vertrauens der Republik Polen.“ Ein derartiges Symbol brauche Verdienst, aber auch Respekt für die Werte, die die Basis der Gesellschaft formen. „Wenn daher die Ansicht besteht, dass dieses besondere Symbol bei (Zarin) Katharina II., bei (Italiens Diktator) Benito Mussolini und (Ex-Bundeskanzler) Gerhard Schröder verbleiben darf, dann haben wir dem in der Ukraine nichts entgegenzusetzen“, schrieb Selenskyj weiter. Er zeigte sich zugleich versöhnlich. Die Ukraine werde weiterhin offen sein „für alle sinnvollen Formate der Zusammenarbeit“, um widersprüchliche Auslegungen der schwierigen und schmerzhaften Kapitel der gemeinsamen Vergangenheit zu vermeiden.Hintergrund ist die Entscheidung des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, Selenskyj in einem Streit um Geschichte den „Orden des Weißen Adlers“ abzuerkennen. „Wir hatten damals geglaubt, dass der 2023 verliehene Orden des Weißen Adlers dem ukrainischen Volk und der Armee galt“, schrieb Selenskyj. So sei es damals erklärt worden. „Heute habe ich den Orden dem polnischen Präsidenten zurückgeschickt.“ Ukrainische Medien posteten Fotos aus der Poststelle des Präsidialamts in Kiew, die den verpackten und an Nawrocki adressierten Orden zeigen.Der polnische Präsident hatte in einer Erklärung beteuert, die Aberkennung sei „nicht gegen die ukrainische Nation gerichtet“ und ändere nichts an der strategischen Ausrichtung der polnischen Sicherheitspolitik.Inzwischen will auch der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow eine staatliche Auszeichnung Polens zurückgeben. Er verzichte auf das Goldene Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen, mit dem er im vergangenen Jahr ausgezeichnet worden sei, schrieb er am Morgen bei Telegram. Budanow sprach von einer unfreundlichen Geste Nawrockis gegenüber dem ukrainischen Volk und einem Geschenk an den Aggressor Russland. Auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hatte die Rückgabe einer Auszeichnung angekündigt.Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hatte Nawrocki und Selenskyj am Freitag zur Mäßigung aufgerufen. „Der Konflikt zwischen Polen und der Ukraine freut Putin und schockiert unsere Verbündeten“, schrieb er bei X. Der Streit eskaliert knapp eine Woche vor einer Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine im polnischen Danzig.Selenskyj hatte die höchste Auszeichnung Polens 2023 von Nawrockis Vorgänger Andrzej Duda verliehen bekommen, um die Freundschaft zwischen Polen und der Ukraine angesichts der russischen Aggression gegen Kiew zu unterstreichen. Selenskyj hatte den Streit Ende Mai ausgelöst, als er einer Armee-Einheit den Beinamen „Helden der UPA“ verlieh. Kiew ehrt das Andenken an die Untergrundkämpfer der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA), weil sie nach dem Zweiten Weltkrieg Widerstand gegen die Sowjetherrschaft leisteten. Während des Krieges hatten die Bewaffneten aber Massaker an Zehntausenden Polen und Juden in der heutigen Westukraine verübt. Bundesregierung geht nicht auf Polens Forderung einDie Bundesregierung hat ausweichend auf die polnische Forderung nach einem Platz bei den Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine reagiert. „Wir halten den Zeitpunkt momentan nicht für geeignet, um Formate oder Teilnehmerschaften zu diskutieren“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Die Frage des Verhandlungsformats stelle sich momentan nicht. Er fügte aber hinzu: „Natürlich werden europäische Verhandlungsschritte stets aufs Engste mit der polnischen Regierung abgestimmt.“Der polnische Außenminister Radosław Sikorski hatte zuvor die Führungsrolle von Deutschland, Frankreich und Großbritannien bei den Gesprächen zum Ukrainekrieg kritisiert. Polen befinde sich an vorderster Front, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Dabei verwies er unter anderem auf die durch das Land laufenden Rüstungslieferungen an die Ukraine. Polen trage das Risiko dafür und fordere daher einen Platz am Verhandlungstisch.Kornelius sagte, es würden derzeit keine Verhandlungen geführt, Russland erkläre zudem keine Verhandlungsbereitschaft. „Deutschland ist auch nicht in einer Führungsposition, um zu entscheiden, wer verhandelt“, ergänzte er. Die Ukraine sei als Kriegsziel Russlands in vorderster Position, um über den Sinn der Begleitung von möglichen Verhandlungen zu entscheiden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Großbritannien, Italien und Polen für kommende Woche zu einem sogenannten E5-Treffen nach Berlin eingeladen. Dabei soll es um die Nachbereitung des G-7-Gipfels und des EU-Gipfels aus den vergangenen Tagen gehen. Uli PutzPolen fordert Platz am Verhandlungstisch zur UkraineDer polnische Außenminister Radosław Sikorski kritisiert die Führungsrolle von Deutschland, Frankreich und Großbritannien bei den Gesprächen zum Ukrainekrieg. „Zwischen dem Schwarzen Meer, der Ostsee und der Adria leben 120 Millionen Menschen in der EU, zusammen mit Skandinavien sind es 150 Millionen Menschen, die von Russlands Aggression viel direkter bedroht sind als Deutschland“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.„Wir sind Nachbarn sowohl von Russland als auch der Ukraine, Sie sind das in Deutschland nicht“, sagte er der Zeitung. Polen befinde sich an vorderster Front, führte er aus und verwies auf die durch das Land laufenden Rüstungslieferungen an die Ukraine. Polen trage das Risiko dafür und fordere daher einen Platz am Verhandlungstisch. Er schlug demnach vor, „den Weg über die in den EU-Verträgen festgelegten Institutionen gehen, wie den EU-Ratspräsidenten“. Oder man müsse an einer „Koalition der Willigen“ arbeiten, die den Kontinent bei Verhandlungen vertritt, sagte er der F.A.S.Die Europäische Union präsentiert sich gespalten in dieser Frage. Ratspräsident António Costa wurde beim EU-Gipfel nach der umstrittenen Kontaktaufnahme seines Teams mit Moskau von Bundeskanzler Friedrich Merz und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron hart ausgebremst. Die beiden wollen zusammen mit dem nicht mehr zur EU gehörenden Großbritannien die Federführung bei den Friedensbemühungen behalten. Uli PutzEin Toter nach Drohnenangriff auf Schiff im Schwarzen MeerBei einem Drohnenangriff auf ein Schiff unter panamaischer Flagge im Schwarzen Meer sind ein Besatzungsmitglied getötet und zwei weitere verletzt worden. Der Vorfall habe sich bereits am Donnerstag ereignet, teilt die panamaische Schifffahrtsbehörde AMP mit und erklärt: „Wir haben die vorgesehenen Verfahren eingeleitet, um offizielle Informationen über den Vorfall einzuholen, und stehen mit den beteiligten Stellen in Kontakt.“ Der Zustand eines der verletzten Seeleute sei ernst. Das Schiff habe jedoch seine Fahrt fortsetzen können.Uli PutzTusk mahnt im Streit zwischen Polen und der Ukraine zur RuheDer polnische Ministerpräsident Donald Tusk ruft im Streit zwischen Polen und der Ukraine über die Aberkennung eines Ordens zur Besonnenheit auf. Es sei die Aufgabe des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und des polnischen Staatsoberhaupts Karol Nawrocki, die Gemüter zu beruhigen statt Spannungen zu schüren, sagt Tusk. Nawrocki hatte Selenskyj den höchsten Orden Polens entzogen, nachdem dieser eine ukrainische Armeeeinheit nach der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) benannt hatte. Dies sorgt in Polen für Empörung, da UPA-Nationalisten im Zweiten Weltkrieg Massaker an Polen verübten.Ben MenglerSelenskyj wirft Belarus Aufstellung von Signalverstärkern für russische Drohnen vorDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Belarus vorgeworfen, Signalverstärker für russische Drohnen an der Grenze zur Ukraine aufgestellt zu haben und von Machthaber Alexander Lukaschenko deren Abbau innerhalb einer Woche gefordert. „Wenn er das nicht macht, machen wir es“, sagte Selenskyj bei einer Pressekonferenz mit dem Präsidenten von Honduras, Nasry Asfura. Auf belarussischem Gebiet befinde sich Technik, die den Beschuss auf die ukrainische Bevölkerung lenke, sagte er.Ben MenglerPolens Präsident entzieht Selenskyj höchste Auszeichnung des Landes Knapp eine Woche vor einer geplanten Wiederaufbau-Konferenz für die Ukraine im polnischen Danzig ist ein polnisch-ukrainischer Geschichtsstreit eskaliert. Polens Präsident Karol Nawrocki gab auf der Plattform X bekannt, er habe sich entschieden, seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj den „Orden des Weißen Adlers“ abzuerkennen.Diese höchste Auszeichnung Polens hatte Selenskyj 2023 von Nawrockis Vorgänger Andrzej Duda verliehen bekommen, um die Freundschaft zwischen Polen und der Ukraine angesichts der russischen Aggression gegen Kiew zu unterstreichen. Die nunmehrige Aberkennung sei „nicht gegen die ukrainische Nation gerichtet“ und ändere nichts an der strategischen Ausrichtung der polnischen Sicherheitspolitik, beteuerte Nawrocki in einer von der Nachrichtenagentur PAP zitierten Erklärung.Massaker an Polen und JudenSelenskyj hatte den Streit Ende Mai ausgelöst, als er einer Armee-Einheit den Beinamen „Helden der UPA“ verlieh. Kiew ehrt das Andenken an die Untergrundkämpfer der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA), weil sie nach dem Zweiten Weltkrieg Widerstand gegen die Sowjetherrschaft leisteten. Während des Krieges hatten die Bewaffneten aber Massaker an Zehntausenden Polen und Juden in der heutigen Westukraine verübt. In Polen war die Ehrung der UPA durch Selenskyj daher parteiübergreifend auf Empörung gestoßen.Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha kündigte an, seinerseits eine hohe staatliche Auszeichnung zurückzugeben, die ihm 2022 von Polen verliehen worden sei. Sybiha nannte den Entzug des Ordens an Selenskyj auf Facebook einen strategischen Fehler des polnischen Präsidenten, von dem nur Moskau profitiere. Er sprach von ungerechtfertigten und herablassenden Schritten polnischer Politiker nicht nur gegenüber Selenskyj, sondern gegenüber dem ukrainischen Staat.Der Streit überschattet eine wichtige gemeinsame Veranstaltung, die in einer Woche geplant ist. In Danzig (Gdansk) soll am 25. und 26. Juni eine Wiederaufbau-Konferenz für die Ukraine stattfinden, an der die EU, die G7 und andere Geber beteiligt sind. Polen und die Ukraine sind gemeinsam Gastgeber.Costa bekommt Unterstützung für Russland-Initiative EU-Ratspräsident António Costa hat beim EU-Gipfel von mehreren Regierungschefs Unterstützung für die Kontaktaufnahme seines Teams zu Russland bekommen. „Die Eröffnung eines Gesprächskanals ist aus unserer Sicht kein Fehler – und ich vertraue António Costa“, sagte Irlands Regierungschef Micheál Martin. „Natürlich würde er im Rahmen unserer europäischen Zuständigkeiten im Falle der Aufnahme von Verhandlungen die Union vertreten.“ Bis dahin sei es jedoch noch ein weiter Weg. Auch der lettische Ministerpräsident Andris Kulbergs sprach sich dafür aus, dass Costa für die EU am Verhandlungstisch sitzt. „Es sollte kein einzelnes Land diese Rolle übernehmen“, sagte er. „Wir haben die Institutionen geschaffen, das ist also klar. Wir sollten die Regeln nicht ändern.“ Der österreichische Kanzler Christian Stocker stellte sich ebenfalls hinter den Ratspräsidenten. „Es hat keine Kritik an Costa gegeben, weil es darum geht, dass wir Kanäle haben und dass wir uns vorbereiten auf eine Situation, wenn Verhandlungen eintreten“, sagte er. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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