Die Temperaturen sind derzeit in vielen Landstrichen tropisch, eine Besserung ist nicht in Sicht. Solch extreme Hitzeereignisse werden künftig wohl immer häufiger auftreten. Unternehmen haben daher gute Gründe, sich angesichts der zunehmend heißen Sommer Sorgen zu machen.

Ein Report der Ratingagentur Moody’s mahnte bereits 2021, dass durch den Klimawandel induzierter Hitzestress für extrem viele Branchen zu einem echten Risiko werde. In dem Bericht heißt es auch, extreme Temperaturen stellten nicht nur wegen steigender Kosten für Kühlung und veränderter Nachfrage eine Bedrohung für Unternehmen dar, sondern auch aufgrund ihrer negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Tatsächlich können Hitzewellen Erschöpfung, Krämpfe, eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit, Komplikationen bei Menschen mit Diabetes und sogar Schlaganfälle verursachen. Was das Ganze noch schwerwiegender macht: Das Risiko betrifft sämtliche Bevölkerungsgruppen – und damit auch die Belegschaft Ihres Unternehmens.

Neben den direkten Gesundheitskosten, die Hitzewellen verursachen, zählt die Weltgesundheitsorganisation den Produktivitätsverlust zu den gravierendsten wirtschaftlichen Folgen. Schätzungen zufolge gehen weltweit jedes Jahr etwa rund 2 Prozent der gesamten Arbeitszeit durch Hitzestress am Arbeitsplatz verloren.Einen kühlen Kopf zu bewahren, fällt bei extremer Hitze schwer. Doch Erkenntnisse aus dem Gesundheitswesen bieten wertvolle Ansätze, wie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ihre Mitarbeitenden wirksam schützen können. Aus meiner Erfahrung als Ärztin in einer internationalen Unternehmensberatung habe ich sechs neue und bewährte Strategien zusammengetragen: