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Hitzewelle: So bleiben Sie bei hohen Temperaturen produktiv im Job Heiße Tage können zur Belastung werden – vor allem bei Präsenzpflicht im Büro. Diese Tricks schaffen Abhilfe.

Anabel Schröter 18.06.2026 - 17:49 Uhr Wie Sie sich auch im Job auf Hitzewellen einstellen. Foto: IMAGO/Westend61Sommer, Sonne und Schwitzen im Büro: Bei Hitze um die 30 Grad kann der Arbeitsplatz zur Sauna werden. Wie sollen sich Arbeitnehmer da konzentrieren und die Produktivität aufrechterhalten?Eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigt zwar, dass die Leistungsfähigkeit bei höheren Lufttemperaturen selbst nach vier Stunden noch gegeben ist. Allerdings fühle man sich, so die Arbeitsforscher, weniger frisch und die Leistungsbereitschaft nehme ab. Kurzum: In der Hitze leidet die Motivation.Mit diesen Tipps bleiben Sie trotz hoher Temperaturen produktiv:Arbeitszeiten anpassen: Flexibilität nutzenWer keine festen Arbeitszeiten hat, sollte die Flexibilität ausnutzen. Denn in den Morgenstunden ist es oft noch kühler und die Innentemperaturen erträglicher. Wenn der Chef es zulässt, können Arbeitnehmer an extremen Hitzetagen auch Überstunden abbauen.Sollte das nicht möglich sein, dann helfen häufigere Pausen. Auf diese Weise kann die Konzentration auch trotz hoher Temperaturen aufrechterhalten werden. Expertinnen und Experten empfehlen, etwa alle 45 Minuten für rund zehn Minuten zu pausieren. Am besten nicht am Arbeitsplatz selbst, sondern an einem kühleren Ort oder an der frischen Luft im Schatten.Debatte um Arbeitszeit 8-Stunden-Tag oder 48-Stunden-Woche – das ist jetzt die Frage Die Bundesregierung plant, die tägliche durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit zu ersetzen. Was bedeutet das? Die wichtigsten Fragen und Antworten. von Sophie CrocollRichtig essen und trinken: Hydriert bleibenBei hohen Temperaturen sollte auch für ausreichend Wasser gesorgt werden. „Trinken hilft ungemein, um mit der Hitze besser umzugehen“, sagt Ernährungswissenschaftler Karsten Köhler. Die menschlichen Organe haben einen großen Wasseranteil, weshalb der Körper versucht, den Wasserhaushalt aufrecht zu halten. Zudem kühlt die Haut den Körper durch Schweiß. Dafür benötigt er ausreichend Flüssigkeit.Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Wasseraufnahme von etwa 2,5 Liter pro Tag. Darin ist auch die Flüssigkeit eingerechnet, die in der Nahrung enthalten ist – etwa in Obst und Gemüse. Das heißt, man sollte im Schnitt etwa 1,5 Liter pro Tag trinken.Hitze „Wer nach Durst trinkt, nimmt nicht genug Flüssigkeit zu sich, gerade wenn es so heiß ist“ Genug zu trinken ist gerade bei Hitze für die Leistungsfähigkeit wichtig. Wie viel Flüssigkeit wir benötigen, erklärt ein Ernährungswissenschaftler. von Svenja GelowiczBei hohen Temperaturen sollte noch einmal mehr Wasser konsumiert werden. „Wir haben in einer Studie festgestellt, dass bei Sommerhitze bei Büroarbeit innerhalb von acht Stunden etwa ein Liter mehr als sonst getrunken wird, um den Verlust durchs Schwitzen auszugleichen“, erklärt Kersten Bux von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.Der Experte für Arbeitsschutz weist außerdem auf einen weiteren Aspekt hin: „Wer hohe körperliche Leistung auf der Arbeit erbringt, muss nicht nur mehr trinken, sondern auch auf den Elektrolythaushalt achten. Bei Büroarbeitern wird dieser durch eine ausgewogene und gesunde Ernährung ausgeglichen.“Statt drei fester Mahlzeiten ist es bei hohen Temperaturen ratsam, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen. Anstelle von fettigen und schwer verdaulichen Speisen sollte lieber leichte Nahrung wie Salat oder fettarmer Fisch gewählt werden.Und auch die Temperatur des Essens und der Getränke spielt eine Rolle: „Das kühle Feierabendbier ist keine gute Idee. Durch die niedrige Temperatur muss der Körper nachheizen und verbrennt dadurch zusätzliche Energie.“ Dadurch wird weitere Wärme im Körper erzeugt. „Besser sind Getränketemperaturen von zehn bis 15 Grad“, rät Bux.Ernährung bei Hitze „Das große Problem sind aber weniger warme Speisen, sondern eiskalte Getränke“ Büro-Raum kühl haltenWer kein klimatisiertes Büro hat, sollte für Sonnenschutz sorgen. Jalousien sollten bereits heruntergelassen werden, bevor die Sonne auf die Fenster scheint – und auch nach Feierabend noch geschlossen bleiben.Zudem sollte in den Morgenstunden gelüftet werden, dann ist die Luft am kühlsten. Spätestens ab 10 Uhr sollten die Fenster dann geschlossen bleiben. Denn sonst zirkuliert die heiße Luft von außen in den kühleren Raum. Außerdem kann es hilfreich sein, nicht benötigte elektrische Geräte abzuschalten. Denn Lampen, Drucker oder Bildschirme geben zusätzliche Wärme ab.Ein elektrisches Gerät, das Abkühlung schafft: der Ventilator. Allerdings sollte er richtig eingestellt werden, ansonsten kann es zu Kopfschmerzen und Verspannungen führen. Im besten Fall sollte er so positioniert werden, dass der Windzug auf den Oberkörper gerichtet ist.Auch bei der Nutzung von Klimaanlagen ist Vorsicht geboten. Ist der Unterschied zwischen Raum- und Außentemperatur zu hoch, kann es zu Erkältungen kommen.Hitzewelle Wie Sie mit der Wärmepumpe das Zuhause kühlen können von Stefan HajekBei Hitze auf den Körper hören: individuelle Bedürfnisse beachtenWie der eigene Körper mit der Hitze umgeht, ist ganz individuell. „Jeder Mensch reagiert anders auf hohe Temperaturen. Manche sind leistungsfähiger, andere weniger.“ Deshalb braucht auch jeder Mensch unterschiedliche Hilfsmittel und hat bei der Wärme unterschiedliche Bedürfnisse.Wenn Sie merken, dass es Ihnen nicht gut geht, dann reagieren Sie entsprechend. „Es kann auch helfen, zwischendurch mal die Arme unter kaltes Wasser zu halten. Die sollten danach aber nicht abgetrocknet werden, durch die Verdunstung wird etwas Kühle erzeugt“, erklärt Experte Bux.Luftige KleidungAn heißen Tagen sollte luftige Kleidung getragen werden. Sofern der Dresscode es zulässt, können Krawatte und Blazer im Schrank gelassen werden. Alternativen sind ein kurzärmliges Hemd, eine lockere Stoffhose oder ein Kleid. Luft- und feuchtigkeitsdurchlässige, leichte und bequeme Kleidung erleichtert das Schwitzen und verringert so die Hitzebelastung.Homeoffice als HitzeschutzWer die Möglichkeit hat, von zu Hause aus zu arbeiten, sollte dies nutzen. Denn viele Tipps lassen sich in den eigenen vier Wänden ausweiten: etwa ein kaltes Fußbad zu nehmen, statt lediglich die Unterarme zu kühlen. Die Kleidung kann im Homeoffice ebenfalls luftiger ausfallen.Und Bux weist auf einen weiteren Aspekt hin: „Wenn ich einen Arbeitsweg von einer Stunde habe, spare ich mir die Anfahrt, wenn ich im Homeoffice bin. Dann kann ich morgens schon eher mit der Arbeit beginnen, wenn es noch etwas kühl ist.“Hitzewelle: Guter Schlaf in tropischen NächtenIn heißen Sommernächten fällt es vielen Menschen schwer, einzuschlafen. Dabei ist guter Schlaf auch entscheidend für die Produktivität. Am besten ist es, wenn das Schlafzimmer eine Temperatur von 16 bis 18 Grad hat. Ist das nicht zu erreichen, müssen andere Wege helfen.Am besten sollte das Zimmer bereits am Tag abgedunkelt werden, damit die Hitze gar nicht erst hineinkommt. Dennoch ist frische Luft wichtig. Die Klimaanlage sollte aber abgeschaltet bleiben und Durchzug vermieden werden.Zudem kann es helfen, Baumwoll- oder Leinenbettwäsche zu nutzen. Diese Stoffe sind atmungsaktiver. Auch eine lauwarme bis warme Dusche vor dem Schlafengehen kann den Schlaf verbessern. Zu kaltes Wasser kann den Körper zusätzlich stressen, weil er sich wieder aufwärmen muss.Hinweis: Dieser Artikel erschien erstmals im Juni 2025 bei der WirtschaftsWoche. Wir haben ihn aktualisiert und zeigen ihn aufgrund des Leserinteresses erneut. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! 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