Es wird wieder heiß in Deutschland: Der Deutsche Wetterdienst rechnet in den kommenden Tagen mit Höchstwerten von deutlich mehr als 30 Grad, lokal sind bis zu 36 Grad möglich. Nachts fallen die Temperaturen vielerorts nicht unter die 20-Grad-Marke.Diese Tipps helfen beim Umgang mit der Hitze:1. Passen Sie sich anAkzeptieren Sie, dass es heiß ist, und verhalten Sie sich dementsprechend vernünftig. Dazu kann eine Siesta am Mittag gehören oder auch das Absagen von Terminen oder Verpflichtungen. Bei großer Hitze muss nicht alles sein.2. Hitze nicht auf die leichte Schulter nehmenNehmen Sie die hohen Temperaturen ernst. Sie können auch bei Menschen, die nicht vorbelastet sind, zu körperlichen Beeinträchtigungen führen. Bei Kindern, alten Menschen und Kranken kann Hitze zu lebensbedrohlichen Zuständen beitragen. Laut Statistischem Bundesamt steigen in sehr heißen Wochen sowohl Sterbefälle wie Krankenhauseinweisungen aufgrund der Temperaturen an.3. Schützen Sie sichNeben Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf- und Atemwegsleiden oder auch neurologischen Erkrankungen sollten insgesamt Menschen in Ballungszentren ohne Frischluftschneisen und Grünzonen sich besonders vor einem gesundheitlichen Risiko durch Hitze schützen.4. Luftige Kleidung tragenFür jedermann gilt: An den wirklich heißen Tagen atmungsaktive und helle, luftige Kleidung tragen – das kühlt. Ganz nackt den Tag anzugehen, das hat nicht unbedingt Vorteile, weil dann die kühlende Luftschicht zwischen Haut und Kleidung fehlt. Außerdem immer Kopf und Augen mit Sonnenbrille und Hut schützen. Und die Sonnencreme nicht vergessen.5. Trinken Sie genug!Absolut wichtig: trinken, trinken, trinken. Der Körper verliert durch das Schwitzen viel Flüssigkeit und auch Mineralstoffe. Wasser ist gut, ungesüßter Tee auch. Die Getränke sollten nicht zu kalt sein. Das belastet den Kreislauf und führt zu vermehrtem Schwitzen. Es darf auch mal eine Suppenbrühe sein, um den Salzhaushalt auszugleichen.6. Ventilatoren helfenVentilatoren, die es mittlerweile auch solarbetrieben gibt, können eine Hilfe sein, ebenso wie das Lüften, wenn ein Durchzug entsteht. Ansonsten gilt, in Räumen nur in den Abend- und Morgenstunden die Fenster zu öffnen.7. Schonen Sie sichAn heißen Tagen sollte man sich schonen; wer trotzdem Sport treiben will, der sollte das nur in klimatisierten Räumen machen – oder wenn es morgens und abends abgekühlt ist.8. Das richtige EssenViele haben bei hohen Temperaturen wenig Hunger, das hat der Körper vermutlich so klug eingerichtet. Schweineschnitzel oder die Pestonudeln belasten ihn zusätzlich. Deshalb auf leichte Nahrung über den Tag achten, Salate oder Bowls sind gut, Eis natürlich auch. Auf ein Übermaß an eiweißreichen Lebensmitteln sollte man verzichten, sie erzeugen Wärme bei der Verdauung.9. Klimaanalage ja – aber nicht zu kalt Insgesamt kann das Flüchten in klimatisierte Räume natürlich eine Hilfe sein, aber ständige starke Temperaturschwankungen sind für den Körper auch nicht gut. In manchen Büros ist es so kalt, dass der Körper dann im dünnen Sommerkleidchen zu frieren beginnt.10. Kühlen Sie sich mit WasserWasser ist nicht nur zum Trinken gut. Sich im kühlen Wasser aufzuhalten (vorher abduschen und den Körper an das Wasser gewöhnen) ebenso wie kühle Lappen über Stirn, Nacken oder Arme zu legen kann hilfreich sein.11. Fragen Sie Ihren ArztMenschen, die regelmäßig Medikamente nehmen müssen, sollten mit ihrem Hausarzt reden. Viele Patienten wissen nicht, dass sie die Dosis ihrer Blutdrucksenker an die Hitze anpassen müssen oder dass Medikamentenpflaster auf stark durchbluteter, verschwitzter Haut mehr Wirkstoff abgeben. Die Warnung, auf seine Arzneimittel zu achten, gilt besonders für Blutdrucksenker, Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie bestimmte Antidepressiva und Neuroleptika. Antibiotika und Schmerzmittel könnten zudem Hautschäden durch die Kombination mit der UV-Strahlung verursachen.12. Achten Sie auf andereWer alte Menschen oder junge Kinder um sich hat, sollte auf diese stets ein besonderes Auge haben. Beide Gruppen können ihre Körpertemperatur nicht mehr oder noch nicht so gut regulieren; außerdem lässt ganz besonders bei alten Menschen das Durstgefühl nach. Deshalb diesen Menschen immer aktiv etwas zu trinken anbieten. Alte Menschen in der Nachbarschaft oder Verwandtschaft sollte man bei Hitze besuchen oder zumindest anrufen, um zu klären, ob sie die Wasserflasche griffbereit neben sich haben und in einem kühlen Raum sitzen.13. Obdachlose sind besonders in GefahrGerade in Großstädten ist es auch von Bedeutung, nach Obdachlosen Ausschau zu halten. Immer mehr Gemeinden und Städte richten kühle Räume ein, in denen diese Menschen bei Hitze unterkommen können.14. Kinder müssen in den SchattenEltern sollten bei ihren Kindern immer an einen ausreichenden Sonnenschutz in Form von ­Creme und Hüten denken. Kinder gehören unter freiem Himmel immer in den Schatten. Außerdem sollten Eltern nicht unterschätzen, wie sehr sich gerade metallische Gegenstände auf Spielplätzen oder in Gärten aufheizen können. Kommen Kinder mit diesen in Berührung, kann das bei der sensiblen Haut der Kleinen zu schweren Verbrennungen führen. Auch ein absolutes No-Go: Kinder einmal kurz im heißen Auto lassen. Die Fahrzeuge werden teilweise so schnell warm, dass die Kinder völlig überhitzen. In Italien sind mittlerweile Warnsysteme an Kindersitzen Pflicht, die darauf aufmerksam machen, wenn es für das Kind zu heiß wird.