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Nun ist es bei der Commerzbank wieder so weit. „Gemeinsam laut. Weil du zählst“, lautet der Slogan, mit dem die Bank den Pride Month begleitet. Der Commerzbank Tower in Frankfurt wird in Regenbogenfarben angestrahlt. Die Bank kündigt die Teilnahme an mehreren Christopher-Street-Day-Demonstrationen an und verweist auf ihre Mitgliedschaft im Pride-Netzwerk arco. Die Deutsche Bank, andere Dax-Häuser ohnehin: Social-Media-Kampagnen, intern verordnete Aktionswochen, Bekenntnisse zu Vielfalt und Inklusion.

Aus Marketingsicht ist das Haltung. Tatsächlich ist es das Gegenteil. Wer in der hochregulierten westeuropäischen Finanzbranche im Juni eine Regenbogenfahne hisst, bricht mit keiner Konvention. Die Akzeptanz sexueller Vielfalt ist hier seit Jahren gelebte Realität und rechtlich abgesichert. Ein Tower in Regenbogenfarben kostet die Bank kein Geschäft, fordert von ihr nichts, setzt sie keinem Risiko aus. Es ist Zeitgeist-Inszenierung, die Reibung vortäuscht.

Pride in Frankfurt, Schweigen in Riad