PfadnavigationHomePanoramaFall Fernandes/UlmenGericht untersagt dem „Spiegel“ weitere Textpassagen in Ulmen-BerichtenStand: 16:47 UhrLesedauer: 3 MinutenChristian UlmenQuelle: Matthias Nareyek/Getty ImagesDer Rechtsstreit zwischen Christian Ulmen und dem „Spiegel“ wird erneut komplexer. Das Magazin darf nun doch nicht den Verdacht erwecken, Christian Ulmen habe Deepfake-Videos, die seine Ex-Frau Collien Fernandes zeigen, verbreitet.Das Hanseatische Oberlandesgericht hat dem Spiegel-Verlag zusätzliche Textpassagen aus der Berichterstattung über Christian Ulmen untersagt. Danach sei es dem Spiegel-Verlag nun auch verboten, durch die Darstellung in der Berichterstattung „den Verdacht zu erwecken und/oder erwecken zu lassen, der Antragsteller habe Deepfake-Videos, die seine frühere Ehefrau zeigen, hergestellt und/oder verbreitet“, teilte das Gericht am Dienstag in Hamburg mit.Mit seinem Beschluss vom Montag änderte das OLG einen Beschluss der Pressekammer des Landgerichts Hamburg vom 7. Mai teilweise ab. Der Schauspieler und Produzent Ulmen war dort gegen die „Spiegel“-Berichterstattung über Vorwürfe seiner Ex-Frau Collien Fernandes gegen ihn vorgegangen (AZ: 324 O 149/26). Gegen den Beschluss des Landgerichts hatte er sofortige Beschwerde eingelegt.Lesen Sie auchDas Hanseatische Oberlandesgericht teilte mit, dass es in Bezug auf die Berichterstattung an einem „Mindestbestand an Beweistatsachen für die in Rede stehenden Verdachtsäußerungen“ fehle „und zwar sowohl in Hinblick auf ein Verbreiten als auch hinsichtlich der Herstellung von Deepfake-Videos“. Untersagt habe das Gericht zudem Textpassagen aus einer E-Mail von Ulmen an seinen Strafverteidiger. Im Übrigen habe es die landgerichtliche Entscheidung vom 7. Mai bestätigt.„Entblößt im Netz“Der „Spiegel“ hatte sich beim Landgericht Hamburg zunächst weitgehend erfolgreich gegen den Antrag auf einstweilige Verfügung von Christian Ulmen gewehrt. Die Pressekammer des Landgerichts Hamburg hatte den Antrag von Ulmens Anwälten im Mai in vier von fünf Punkten zurückgewiesen.Konkret hatte Ulmen beantragt, der „Spiegel“ solle es unterlassen:„durch mehrere Äußerungen in der Berichterstattung den Verdacht zu erwecken und/oder erwecken zu lassen, Ulmen habe Deepfake-Videos, die seine frühere Ehefrau Collien Fernandes zeigen, hergestellt und/oder verbreitet,durch mehrere Äußerungen in der Berichterstattung den Verdacht zu erwecken und/oder erwecken zu lassen, Ulmen habe jeweils mindestens einmal gegenüber seiner früheren Ehefrau Collien Fernandes körperliche Übergriffe und/oder Körperverletzungen begangen und/oder sie schwer bedroht,durch mehrere Äußerungen in der Berichterstattung den Verdacht zu erwecken und/oder erwecken zu lassen, der Antragsteller habe seine frühere Ehefrau Collien Fernandes im Januar 2023 auf Mallorca in der gemeinsamen Wohnung körperlich misshandelt und/oder gewaltsam am Verlassen der Wohnung gehindert, (…) undbestimmte Äußerungen in der Berichterstattung hinsichtlich einer E-Mail Ulmens an seinen Strafverteidiger zu behaupten und/oder behaupten zu lassen und/oder zu verbreiten und/oder verbreiten zu lassen.“Lesen Sie auchDer „Spiegel“ hatte am 20. März einen Artikel unter der Überschrift „Entblößt im Netz“ und einen nahezu wortgleichen Artikel auf seiner Webseite unter der Überschrift „Strafanzeige gegen Christian Ulmen – ‚Du hast mich virtuell vergewaltigt‘“ veröffentlicht. Die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes erhob darin schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann. Unter anderem ging es um pornografische Deepfake-Videos. Lesen Sie auchAm 27. März hatte Ulmens Anwalt Christian Schertz in einem presserechtlichen Informationsschreiben erklärt, Ulmen habe zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Fernandes oder anderen Personen hergestellt oder verbreitet. Entsprechende Darstellungen seien falsch. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.epd/shem
Fall Fernandes/Ulmen: Gericht untersagt dem „Spiegel“ weitere Textpassagen in Ulmen-Berichten - WELT
Der Rechtsstreit zwischen Christian Ulmen und dem „Spiegel“ wird erneut komplexer. Das Magazin darf nun doch nicht den Verdacht erwecken, Christian Ulmen habe Deepfake-Videos, die seine Ex-Frau Collien Fernandes zeigen, verbreitet.









