Christian Ulmen versucht, gegen den SPIEGEL-Bericht über die Vorwürfe seiner Ex-Frau Collien Fernandes vorzugehen. Nun stellt das Oberlandesgericht in Hamburg klar, dass ihre Hauptvorwürfe weiter verbreitet werden dürfen. Zwar erließ das Gericht zwei Unterlassungen, der Kern der Berichterstattung bleibt aber unberührt.

23.06.2026, 16.19 Uhr

Schauspielerin Collien Fernandes: »Erheblicher Unrechtsgehalt«

Der SPIEGEL hat seine Berichterstattung zu den Vorwürfen von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen vor dem Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) in wesentlichen Punkten verteidigt. Das folgt aus einer am Dienstag zugestellten Entscheidung des Pressesenats des Hamburger Gerichts. Das Gericht erließ zwar zwei Verbote von bestimmten Aussagen, dennoch muss der SPIEGEL aus seiner gesamten, umfangreichen Titelgeschichte nur zwei Sätze streichen und zwei ergänzen. Der Kern bleibt unberührt.

Das Magazin darf demnach weiterhin über den von Collien Fernandes erhobenen Vorwurf berichten, dass Christian Ulmen sie »virtuell vergewaltigt« haben soll. Das Gleiche gilt für die weiteren Kernvorwürfe digitaler und sexualisierter Gewalt, die Fernandes gegen Ulmen erhebt: Christian Ulmen soll etwa Fake-Profile von seiner Frau angelegt haben und darüber in ihrem Namen »Hunderte von Männern« kontaktiert und mit Männern Chats und Gespräche mit sexuellen Inhalten geführt haben.