Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesStädte und Kommunen fordern zum Wassersparen auf Schulschließungen in FrankreichDLRG: Sechs Badetote seit Freitag DWD: Waldbrandgefahr nimmt in kommenden Tagen zu Bis zu 40 Grad möglich in den kommenden Tagen Hitzerekorde in Frankreich gebrochenEs war eine heiße Nacht, nicht nur in Paris. In manchen Teilen Frankreichs wurde es nicht kühler als 26 Grad. Am Montag wurde ein Rekord gebrochen – mit der höchsten jemals in einem Juni gemessenen durchschnittlichen Temperatur im Land von 29,2 Grad. Auch in Paris war es mit 38,4 Grad an einem Juni-Tag noch nie so heiß. Der höchste Wert wurde in Châteaumeillant im Westen des Landes mit 43,3 Grad gemessen, gefolgt von Bordeaux mit 41,9 Grad. Und es wird noch heißer nach Einschätzung von Météo France. In 54 der 96 Departements in Frankreich wurde am Dienstag die rote Hitze-Warnstufe ausgerufen, in 35 die etwas niedrigere orange Stufe. Damit sind fast alle Franzosen mit einer Warnung konfrontiert. Aufgrund der Hitze werden Züge storniert, weil Gleise verformt sind und Klimaanlagen nicht funktionieren. 1352 Schulen und Hochschulen bleiben geschlossen, bei 4042 gibt es kürzeren Unterricht oder ein Online-Angebot. Die Ministerin für Sport, Marina Ferrari, sagte im Radiosender France Inter, dass es seit Samstag „rund zwanzig Todesfälle“ bei Badeunfällen gegeben habe. In Paris suchen die Menschen sogar in dem Bassin zwischen Eiffelturm und Trocadero Abkühlung. Am Canal Saint-Martin, wo seit vergangener Woche das Baden erlaubt ist, sind die Brückenspringer die neue Attraktion. Begleitet von Zurufen wagen sie den Sprung. DWD warnt vor extremer Hitze – Juni-Rekord am Freitag möglich In Deutschland könnte am Freitag ein neuer Hitzerekord für den Monat Juni fallen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hält vor allem im Westen und Südwesten Temperaturen bis zu 40 Grad für möglich. Einzelne Prognosen sagen lokal 41 Grad voraus. Weniger als 35 Grad gebe es dann nur noch nördlich der Elbe und gebietsweise südlich der Donau, hieß es. Der bisherige Juni-Höchstwert liegt bei 39,6 Grad und wurde am 30. Juni 2019 in Bernburg in Sachsen-Anhalt gemessen. DWD sagt „volltropische Nächte“ vorausIn den kommenden Nächten wird es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) noch wärmer als in den vergangenen. Es sei durchaus denkbar, dass die Temperaturen in größeren Ballungsgebieten im Westen nachts nicht unter 24 oder 25 Grad sinken – „also volltropische und wohl auch rekordverdächtige Verhältnisse und ohne Klimaanlage eigentlich auch schon unerträglich“, sagt Felix Dietzsch von der Wettervorhersagezentrale.Städte und Kommunen fordern zum Wassersparen auf Wegen der andauernden Hitzewelle raten die Stadtwerke München zu einem sparsamen Umgang mit Trinkwasser. „Im Vergleich zu einem ‚normal temperierten‘ Junitag liegt der Wasserverbrauch in München aktuell um rund 20 Prozent höher“, teilte ein Sprecher der Stadtwerke mit. „Daher bietet sich die Situation an, auf verantwortungsbewusstes Handeln hinzuweisen und so unnötige Verbräuche zu vermeiden.“ In Gefahr sei die Versorgung mit Trinkwasser in München aber nicht. Ähnliche Appelle haben bereits andere Städte in Deutschland veröffentlicht. In einer Warnung der Stadt Remagen heißt es beispielsweise: „Aufgrund des derzeit sehr hohen Wasserverbrauchs leeren sich die Hochbehälter im gesamten Stadtgebiet sehr schnell“. Deshalb sollten die Menschen den Verbrauch auf das Nötigste beschränken. Auch in Osnabrück teilte die Stadt mit, dass der Wasserverbrauch rapide nach oben geschnellt sei. Ein Absinken der Grundwasserbestände könnte gravierende Auswirkungen auf Ökosysteme haben, warnten die Stadt und der Landkreis.Die Kommunen sind sich einig, was die Menschen lieber unterlassen sollten: das ausgedehnte Bewässern von Gärten und Rasen, das Befüllen von Pools und Planschbecken mit Trinkwasser und das Waschen des Autos damit. Die Stadt Osnabrück rechnet vor: Rund 800 Liter Wasser verbraucht ein Rasensprenger pro Stunde. Das entspricht der Menge, die ein Mensch in einer ganzen Woche benötigt.Fürs Trinken gelte das aber natürlich nicht, heißt es noch von den Stadtwerken München: „Bei diesem Wetter ist viel Trinken ratsam, vor allem Trinkwasser als kalorienfreier Durstlöscher.“Frankreich: 40 Tote durch ErtrinkenPremierminister Sébastien Lecornu hat einen Krisenstab mit Regierungsmitgliedern einberufen, um über Maßnahmen wegen der Hitzewelle zu beraten. Dabei gab er zum Auftakt bekannt, dass seit dem 18. Juni bereits 40 Menschen, „zumeist junge Leute“, ertrunken seien. Zuvor hatte Météo France mitgeteilt, dass die vergangene Nacht die heißeste war, die seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1947 in Frankreich gemessen wurde. Der durchschnittliche Wert bei dreißig Referenzstationen lag bei 21,6 Grad, die höchste Temperatur wurde in Pouzauges im Westen des Landes mit 28,7 Grad registriert. Météo France sagt für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sogar noch höhere Temperaturen voraus.In Frankreich war es auch an keinem Nachmittag jemals so heiß wie am Montag. Die durchschnittliche Höchsttemperatur lag bei 37,8 Grad. Aber bis Donnerstag besteht die Möglichkeit, dass diese Werte übertroffen werden – und zwar an jedem Tag.In der Nacht zum Dienstag wurde auch das erste AKW abgeschaltet. Das Kernkraftwerk Golfech im Südwesten wurde kurz vor Mitternacht außer Betrieb genommen, da für Dienstag ein Anstieg der Wassertemperatur der Garonne auf 28 Grad erwartet wurde. Ein Dekret aus dem Jahr 2006 schreibt vor, dass die Temperatur des Flusses, das zur Kühlung der Reaktoren verwendet wird, nach den Ableitungen 28 Grad nicht überschreiten darf. In Paris, wo am Dienstagmittag schon erste Thermometer über 40 Grad anzeigten, haben nun Gärten und Parks rund um die Uhr geöffnet. Bürgermeister Emmanuel Grégoire versprach, 1200 Klimageräte in die Schulen zu bringen. Flucht vor der Hitze – Tipps für ausgefallene ZieleViel trinken, Schatten suchen, Pausen machen – eh alles klar. Aber was, wenn es einem dieser Tage einfach grundsätzlich zu heiß ist? Auch dann gibt es eine Lösung: Im weiteren Münchner Umland findet man nämlich zahlreiche Orte, die wunderbar für eine Abkühlung taugen. Und da sind jetzt nicht die obligatorischen Bagger- und Badesee-Tipps gemeint. Hier ein paar ausgefallene Ratschläge aus der Bayern-Redaktion:„Die Bayern vertragen die Hitze schlechter als die Spanier“ Veronika Huber lebt im spanischen Sevilla, sie ist Hitze also gewohnt. Über mehrere Tage hinweg 30 Grad und mehr, das ist für sie Standard. Dass es aber auch in Deutschland unangenehm heiß werden kann, das hat sie erst kürzlich als Gastwissenschaftlerin an der LMU in München wieder erfahren.Was man bei hohen Temperaturen tun kann, um die heißen Tage gesund zu überstehen, das hat die Hitzeforscherin unserer Kollegin Nina von Hardenberg im Interview erklärt.Schulschließungen in FrankreichIn Frankreich wurde am Montag die 40-Grad-Marke an mehreren Orten übertroffen. Die höchsten Temperaturen mit bis zu 43 Grad werden an der Westküste zwischen Hendaye und Rennes erwartet, während die Temperaturen außerhalb der Küstenregionen zumeist zwischen 36 und 40 Grad liegen. Für Bordeaux wurden 43 Grad, für Paris 39 Grad prognostiziert. Der französische Wetterdienst Météo France hat für 49 Départements und 35 Millionen Einwohner die höchste Hitzewarnstufe (Rot) ausgerufen, weitere 40 gelten als orangefarben. Nach zehn Tagen im Mai, in denen in Paris jeweils Temperaturen von mehr als 30 Grad gemessen wurden, ist es für Frankreich bereits die zweite Hitzewelle in diesem Jahr. Fast 2000 Schulen wurden geschlossen oder der Unterricht auf online umgestellt.Alle werden aufgefordert, in Paris das Fahrzeug stehenzulassen. Es wird ein vergünstigtes Tagesticket von 5,10 Euro angeboten. Bereits seit einigen Tagen ist in der französischen Hauptstadt das Baden im Kanal St. Martin erlaubt, Brückenspringer gehören zum ungewohnten Anblick:DLRG: Sechs Badetote seit Freitag Inmitten der Hitzewelle haben die Lebensretter von der DLRG allein von Freitag bis Sonntag bisher sechs tödliche Badeunfälle erfasst. „Die Befürchtung, dass es wieder zu vielen tödlichen Unfällen kommt, hat sich leider bestätigt“, sagte ein Sprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Weitere Fälle könnten noch nachgemeldet werden.Ums Leben kamen den DLRG-Angaben zufolge überwiegend junge Männer: ein 22-Jähriger im Tegernsee und ein 24-Jähriger in einem See im Landkreis Coburg in Bayern, ein 16-Jähriger im Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen und ein 53-Jähriger in einem Baggersee in Kleve in Nordrhein-Westfalen, ein 23-Jähriger im Epplesee in Baden-Württemberg sowie ein 29-Jähriger im Wandlitzsee in Brandenburg.Hinzu kommen mehrere Vermisste. So wurde nach drei Männern, die im hessischen Biblis im Rhein gebadet hatten, gesucht. Im rheinland-pfälzischen Altrip wurde ein Schwimmer, der in einem Weiher unterging, vermisst.Die Lebensretter hatten vergangene Woche dazu aufgerufen, die Gefahren beim Baden und Schwimmen in der Hitze nicht zu unterschätzen. „Wir sehen immer wieder, dass gerade Männer ihre Fähigkeiten überschätzen und Risiken eingehen, die vermeidbar wären“, hatte DLRG-Präsidentin Ute Vogt gesagt. Schon 2025 waren vier von fünf Ertrunkenen laut DLRG männlich (82 Prozent). Die DLRG empfiehlt, beobachtete Badestellen aufzusuchen und nicht allein schwimmen zu gehen. Außerdem solle man nicht überhitzt ins Wasser springen, sondern sich vorher abkühlen.DWD: Waldbrandgefahr nimmt in kommenden Tagen zu Die Waldbrandgefahr steigt in den kommenden Tagen in ganz Deutschland, besonders im Süden und Osten. Das prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD). Aktuell gilt demnach nur in einigen Regionen, etwa in Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg, Stufe 4 von 5 – hohe Gefahr. Doch bereits ab Mittwoch sagt der Wetterdienst für große Bereiche von Süd- und Ostdeutschland hohe Gefahr voraus.Die Lage könnte sich im Verlauf der Woche noch weiter anspannen. Für Donnerstag und Freitag rechnen die Meteorologen unter anderem in überwiegenden Teilen von Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz sowie großen Teilen von Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern mit Stufe 4 auf dem Waldbrandgefahrenindex. In einigen Regionen – etwa westlich von Berlin – soll dann gar die höchste Stufe 5 eintreten: sehr hohe Gefahr.Hitze allein löst zwar keine Brände aus. Aber hohe Temperaturen, Trockenheit, geringe Luftfeuchtigkeit und Wind können das Risiko für Waldbrände steigern. Oft ist Brandstiftung der Auslöser. Experten machen den Klimawandel für die zunehmenden Extreme verantwortlich.Wo es heute ungewöhnlich warm istWie heiß ist es in Ihrer Gegend? Wie waren die vergangenen Wochen? Und was hat das alles mit dem Klimawandel zu tun? Was die Daten des Deutschen Wetterdienstes aussagen.Anna Lea JakobsBis zu 40 Grad möglich in den kommenden Tagen Auch in der neuen Woche wird Deutschland weiter schwitzen. In der Wochenmitte deute sich an, „dass sich die Hitze auch wieder auf den Norden ausdehnt, und im Südwesten könnte lokal die 40-Grad-Marke erreicht werden“, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Das sei allerdings noch unsicher. Hinweise auf eine Abkühlung lieferten die Wettermodelle „nach aktuellem Stand frühestens ab kommendem Wochenende“.Die lokale Unwettergefahr in Deutschlands Mitte und Süden hält vorerst an. Räumlich sehr begrenzt kann es dem DWD zufolge zu Starkregen, Hagel und Sturmböen kommen. „Die meisten werden von den Gewittern allerdings nichts mitbekommen“, hieß es weiter. Heftige Gewitter in Berlin und BrandenburgNach einem sehr warmen Vormittag hat in Berlin ein Gewitter mit heftigen Windböen und Platzregen den S-Bahnverkehr auf einigen Strecken kurzzeitig unterbrochen. Am Mittag bat die Bahn auf X um Verständnis für die Beeinträchtigungen. Betroffen waren unter anderem die Hauptstrecke zwischen Friedrichstraße und Tiergarten, wo es keinen Zugverkehr mehr gab, sowie die Strecken zwischen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof und zwischen Wedding und Gesundbrunnen. Auf Anzeigetafeln stand: „Nutzen Sie alternative Verkehrsmittel.“ Einige Freibäder schlossen aus Sicherheitsgründen vorübergehend. Wegen schwerer Gewitter gab es in nördlichen Regionen Brandenburgs bis zum Mittag bereits 18 Feuerwehreinsätze. Für mehrere Landkreise hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Unwetterwarnung herausgegeben und auf möglichen Starkregen und Hagel hingewiesen. Die Warnung umfasste die Landkreise Barnim, Uckermark, Märkisch-Oderland, Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin. Wie groß das Ausmaß der Schäden ist, war zunächst unklar.Bereits am Samstag war die Feuerwehr ausgerückt, weil Bäume umgeknickt, Keller vollgelaufen und Straßen überflutet waren. Zudem war es in südlichen Regionen Brandenburgs zu Blitzeinschlägen und Bränden gekommen.Anna Lea JakobsFrankreich verbietet wegen der Hitze Alkohol auf einem landesweiten Musikfest Wegen der extremen Hitzewelle untersagen die Behörden in Frankreich den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit während des landesweiten Musikfestes „Fête de la Musique“ in besonders betroffenen Regionen. Das Verbot gelte am 21. Juni in allen Départements, für die ab Sonntagmittag die höchste Hitzewarnstufe ausgerufen werde, teilte das Büro von Ministerpräsident Sebastien Lecornu am Samstag nach einer Krisensitzung mit. Die örtlichen Präfekten würden entsprechende Verordnungen für den öffentlichen Raum erlassen. Zudem werde bei allen staatlich organisierten Veranstaltungen kein Alkohol ausgeschenkt. Der Wetterdienst Meteo France hat für Sonntag in 35 Départements eine Hitzewarnung der Stufe „rot“ ausgegeben, darunter auch für die Hauptstadt Paris. Wann Schülerinnen und Schüler auf Hitzefrei hoffen dürfen Bei Temperaturen wie heute ist es wichtig zu wissen, wie Schulen in Deutschland damit umgehen. Haben Schülerinnen und Schüler Chancen auf Hitzefrei? Generell entscheidet darüber die jeweilige Schulleitung, es gibt keine bundesweiten Vorgaben, teilweise aber landesweite, zumeist mit Richtwerten. Außerdem müssen die Schulen, vor allem Grundschulen, eine Betreuung der Schüler auch ohne Unterricht sicherstellen. Die Nachrichtenagentur kna stellt dazu eine hilfreiche Übersicht zur Verfügung: Im Saarland und in Bayern gibt es keine landesweiten, gesetzlichen Vorgaben für Hitzefrei an Schulen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es „kein Recht auf Hitzefrei“. Zunächst sollen aber alternative Unterrichtsformen, etwa im Freien, oder verkürzte Stunden, ausprobiert werden. In Baden-Württemberg gilt, dass um 11.00 Uhr mindestens 25 Grad Celsius im Schatten gemessen werden müssen. Hitzefrei gibt es frühestens nach der 4. Schulstunde. Zudem sollen sich benachbarte Schulen abstimmen. An Berufsschulen und für die gymnasiale Oberstufe gibt es kein hitzefrei. In Bremen ist der Richtwert, dass für Vorklassen und die Jahrgangsstufen 1 bis 4 der Unterricht zum Ende der Unterrichtsstunde beendet werden kann, in deren Verlauf im Schulgebäude eine Temperatur von mindestens 25 Grad festgestellt wurde. Für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 kann der Unterricht zum Ende der darauffolgenden Unterrichtsstunde beendet werden. In Hessen gilt für Hitzefrei, über das die Schulleitung entscheidet, laut Erlass des hessischen Kultusministeriums in der Regel eine Raumtemperatur von mehr als 26 Grad im Klassenzimmer. In Nordrhein-Westfalen gilt als Anhaltspunkt eine Raumtemperatur von mehr als 27 Grad Celsius. Bei weniger als 25 Grad Außentemperatur ist kein Hitzefrei möglich. Schüler der Grundschule und der Jahrgangsstufen 5 und 6 dürfen nur nach Absprache mit den Eltern vor dem regulären Unterrichtsschluss entlassen werden. Schüler der Sekundarstufe II, also der Oberstufe, erhalten kein Hitzefrei. In Abhängigkeit von den örtlichen Gegebenheiten können die Schulleitungen in Brandenburg für Klassenstufen 1 bis 10 eigenverantwortlich hitzefrei geben. Richtschnur sind 25 Grad Celsius Außentemperatur im Schatten um 10 Uhr. Dann soll nicht länger als bis 12 Uhr unterrichtet werden. In Sachsen-Anhalt dürfen Schulen hitzefrei geben, wenn die Temperatur in einem „repräsentativen Unterrichtsraum“ um 11.00 Uhr 26 Grad oder mehr erreicht. Das gilt aber in der Regel nur für Schüler in den Schuljahrgängen 1 bis 10 nach der 5. Unterrichtsstunde. In Ausnahmefällen darf der Unterricht auch schon nach der vierten Stunde enden. In Hamburg entscheidet die Schulkonferenz, ob die Klassen 1 bis 9 hitzefrei bekommen. Möglich ist das ab 11.30 Uhr, wenn die Temperatur nicht mehr zumutbar ist. Alternativ können Lehrer nach draußen wechseln oder Räume verlegen. In Niedersachsen sieht es ähnlich aus. Dort wurde die Möglichkeit für Hitzefrei bei unzumutbaren Temperaturen in den Klassen aber im vergangenen Jahr auch auf die Oberstufe und Berufsschulen ausgeweitet. Eine konkrete Temperaturgrenze für die Anordnung von Hitzefrei gibt es in Berlin nicht mehr. Bei großer Hitze können sich Schulen für verkürzte Unterrichtsstunden entscheiden oder Stunden ausfallen lassen. Auch in Sachsen gibt es keine feste Temperatur. Die Schulleitung darf die Stundenzahl verkürzen, Pausen verlängern oder den Unterricht draußen stattfinden lassen. Ähnlich sieht es in Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen aus. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Wetter: Städte und Kommunen fordern zum Wassersparen auf
In einigen Städten Deutschlands gibt es Aufrufe, den Verbrauch von Trinkwasser auf das Nötigste zu beschränken.














