Social-Media-Verbot für Kinder: Begrenzt die Macht der Konzerne
Nicht Kinder sollten vor allem Social-Media-Kompetenz erlangen. Eher sollte den Digitalkonzernen Verantwortung für Kinderschutz abverlangt werden.
Der Deutsche Ethikrat hat sich gegen eine Altersbeschraenkung in sozialen Netzwerken ausgesprochen
Ditsch/imago
G erade hat sich der Deutsche Ethikrat gegen ein pauschales Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche ausgesprochen. Nicht, weil er soziale Medien für harmlos hielte. Im Gegenteil: Die Stellungnahme liest sich wie eine Schadensbilanz der digitalen Kindheit: Suchtmechanismen, Schlafprobleme, depressive Symptome, Cybermobbing, Grooming – alles da. Der Ethikrat argumentiert klug. Ein pauschales Verbot sei zu grob. Kinder seien unterschiedlich reif. Risiken hingen nicht nur an Plattformen, sondern an konkreten Funktionen. Wer soziale Medien verbiete, dränge Jugendliche womöglich in noch schwerer kontrollierbare Abhängigkeiten: Messenger-Gruppen, Gaming-Welten, KI-Chatbots. Außerdem gehe es nicht nur um Schutz, sondern auch um Teilhabe und Befähigung.











