In Deutschland könnte bald eine neue Kapitalrente eingeführt werden. Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission schlägt vor, künftig einen Teil der Rentenbeiträge am Kapitalmarkt anzulegen. Langfristig könnten demnach bis zu zwei Prozent des Bruttolohns in einen staatlich organisierten Fonds wandern.
Doch wo würde dieses Geld eigentlich investiert werden? „Ein vernünftig angelegter Fonds würde möglichst breit in alle möglichen Anlagen gehen“, sagt Marcel Thum, Leiter der Ifo-Niederlassung Dresden, auf Anfrage der Berliner Zeitung. „Da kann dann natürlich auch zu einem kleinen Prozentsatz ein Rüstungsunternehmen dabei sein.“ Könnten die Rentenbeiträge von Millionen Deutschen künftig also in Unternehmen wie Rheinmetall fließen?
So soll die neue Kapitalrente in Deutschland funktionieren
Die Kapitalrente gehört zu den zentralen Vorschlägen der Rentenkommission. Künftig soll ein Teil der Rentenbeiträge nicht mehr direkt an heutige Rentner ausgezahlt, sondern am Kapitalmarkt angelegt werden. Zum Start sollen dafür 0,5 Prozent des Bruttolohns in die neue Kapitalsäule fließen, später bis zu zwei Prozent. Arbeitnehmer und Arbeitgeber würden die Beiträge jeweils zur Hälfte tragen. Verwaltet werden soll das Geld von einem staatlichen Fonds.










