Manchmal wirkt Halle-Neustadt wie eingezwängt zwischen den Betonfassaden der Plattenbauten. Aber an diesem Vormittag weht durch ein kleines Kulturzentrum ein leiser Hauch von Freiheit. Er duftet würzig und ein wenig süß, nach Knoblauch und Kurkuma. »Fangen wir von hier an«, sagt Farahnaz, 62, und schreitet sichtlich zufrieden das Buffet ab. Sie hebt hier einen Deckel, lüftet dort die Alufolie, gewährt erste Blicke: auf gefüllte Weinblätter, winzige Burger mit gebratenem Kebap, geröstetes Brot mit einer Paste aus Aubergine, Quark und Walnuss. Bis spät in die Nacht hat die »Azadi-Gruppe«, wie sich die Frauen nennen, gekocht, gebacken und geschmort.
Kochgruppe »Azadi«: Der Geschmack von Freiheit
Die Deutsch-Iranerin Farahnaz hat die Küche ihrer ersten Heimat mit in die zweite gebracht, nach Halle. Sie hofft, dass die Gastfreundschaft auf Gegenseitigkeit beruht.







