Er ist wieder da, endlich! Die Freunde des Miniautos dürfen aufatmen: Nachdem die Produktion des Smart Fortwo vor zwei Jahren nach rund zwei Millionen Exemplaren im lothringischen Hambach ausgelaufen war, hat das Unternehmen auf der Automobilmesse in Peking mit dem Concept #2 einen Ausblick auf den Nachfolger gegeben.Die Serienversion der Neuauflage wird auf dem Pariser Automobilsalon, dem Mondial de l’Auto, im Herbst präsentiert. Im kommenden Jahr soll der in China entwickelte und produzierte Cityflitzer dann bei den Händlern stehen. Aktuell entstehen in der ehemaligen Smart-Fabrik – welch Ironie – schwere Geländewagen des Unternehmens Ineos.

Aus der Uhrenwerkstatt in die Automobilwelt

Das Design des neuen Smart übernimmt viele Elemente von seinem Vorgänger. Das offenbart der noch als „Konzept“ getarnte Zweisitzer. Dabei ist die Neuauflage gegenüber dem Vorgänger um 29 Zentimeter auf 2,8 Meter gewachsen, und der Antrieb ist elektrisch. Die Reichweite soll 300 Kilometer erreichen, womit der Smart nach zweijähriger Pause zu seinen Wurzeln zurückkehrt – die bis in das Jahr 1993 zurückreichen.

Damals hatte der Schweizer Unternehmer Nicolas Hayek die Idee, einen Kleinstwagen mit Elektro- oder Hybridantrieb zu entwickeln. Vorbild war die von ihm erfolgreich auf dem Uhrenmarkt lancierte Swatch-Uhr, mit der Hayek damals die Schweizer Uhrenindustrie vor dem Untergang bewahrt hatte. Die Swatch verzichtete auf jeglichen Schnickschnack und nahm den späteren, für den Smart Fortwo geprägten Werbespruch „reduced to the max“ vorweg. Hayek mangelte es, höflich ausgedrückt, nicht an Selbstbewusstsein, und deshalb war er fest davon überzeugt, dass sich sein erfolgreiches Uhrenkonzept auch auf die Automobilindustrie übertragen ließ. Widersprüche kannte der Unternehmer in seinem Umfeld nicht. Hayek hatte grundsätzlich recht – was sich später jedoch als Hindernis bei der Verwirklichung seines Plans erweisen sollte.