Mensch oder Maschine – das lässt sich bei Texten immer schwerer unterscheiden. Wie die taz mit Künstlicher Intelligenz umgehen will.

K önnen Sie mit Sicherheit sagen, wer hier gerade schreibt – Mensch oder Maschine? Manche meiner Kolleg.innen sind sich sicher, sie könnten es am Textfluss erkennen, an den Übergängen zwischen Sinneinheiten, ganz ohne KI-Detektor. Ich würde das gerne glauben. Glauben, dass es offensichtlich ist, ob hier ein Mensch denkt und spricht.

Nur ist künstliche Intelligenz längst in der Lage, mit den richtigen Anweisungen gefüttert, menschliche Gefühle zu simulieren, Denken zu imitieren, intelligente Analysen zu erstellen, einen lustigen Podcast zu bauen oder einen nachdenklichen taz-Essay über den Einsatz künstlicher Intelligenz im Journalismus zu schreiben. Und das mindestens so eingängig, dass immer mehr Medien darauf zurückgreifen werden.

Am Ende ist es relativ einfach: Sie müssen mir, müssen uns einfach vertrauen. Vertrauen, dass in der taz Menschen Journalismus für Sie machen, echt und nicht halluziniert, dass sie dafür brennen, eine andere Form von Öffentlichkeit herzustellen, die nicht von den Renditeerwartungen der großen Verlage oder den Propagandaerwartungen rechter Multimilliardäre geprägt ist.