Reformen in Kuba: Die Revolution soll marktwirtschaftlich werden
Private Banken und große Privatunternehmen soll es fortan geben, Staatsunternehmen sollen privatisiert werden. Doch offen ist, ob die USA dabei mitspielen werden.
Ein Arbeiter lädt auf einem staatlich betriebenen Markt Kisten mit Obst ab. Muss er seine Arbeitskraft womöglich bald in den Dienst privater Händler:innen stellen?
Jorge Luis Banos/dpa
Für Manuel Cuesta Morúa ist das Reformpaket, welches am Donnerstagabend vom Parlament in Havanna verabschiedet wurde, überfällig. 176 Punkte, die es in sich haben und die den ökonomischen Kurs der Insel fundamental ändern werden, wurden von den Abgeordneten angenommen. Dadurch ist eine bahnbrechende Reformagenda angenommen, die die ökonomischen Strukturen der Insel deutlich verändern kann. Künftig sollen in Kuba etwa private Großunternehmen und ausländische Investitionen im Privatsektor zugelassen werden. Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeiter:Innen sind fortan legal, Staatsunternehmen sollen verkauft und auch in Aktiengesellschaften umgewandelt werden können.











