Älterer Mann im Pool: Hoffen auf die Zusatz-Rente
Betriebliche Altersvorsorge. Das hört sich doch erst einmal schön an. Extra Geld vom Chef, damit es Ihnen im Alter finanziell besser geht. Etwas patriarchalisch, aber früher war das oft tatsächlich so gedacht: Ein Unternehmen, dem es gut ging, legte für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwas obendrauf: Rente von der Firma. Die gab’s aber nicht nur aus reiner Menschenfreundlichkeit, sondern auch, um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden. Rente gegen Loyalität.
Gründe für den FlickenteppichDaraus ist in den vergangenen Jahrzehnten ein Flickenteppich an betrieblicher Altersvorsorge entstanden. Manche Unternehmen haben viel gemacht, andere wenig, manche gar nichts. Manche haben intensiv über Loyalitätsfragen bei ihren Mitarbeitern nachgedacht, andere über eine möglichst einfache Organisation.Manche Unternehmen haben die Geldanlage fürs Alter ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst in die Hand genommen, andere haben das Geld einem Versicherungsunternehmen überlassen, das das Anlagekapital mehren sollte. 20 Millionen Verträge gibt es in Deutschland in der betrieblichen Altersvorsorge , etwa die Hälfte der Arbeitnehmer hat einen Vertrag. Die Folge des Flickenteppichs an Interessen ist auch ein unübersichtlicher Garten von Durchführungswegen, so heißt das im Fachjargon: Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse, Direktzusage. Das klingt für viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer schon nach Überforderung, bevor man überhaupt einen Euro eingezahlt hat.














