PfadnavigationHomePolitikDeutschlandAlterssicherung„Da wird der Aufschrei groß sein“ – DGB fordert verpflichtende Betriebsrente für alleStand: 00:18 UhrLesedauer: 2 MinutenDie DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi Quelle: REUTERS/Annegret HilseDer Deutsche Gewerkschaftsbund macht den Vorschlag einer verpflichtenden Betriebsrente für alle. Wer genau dafür zahlen soll, lässt die Vorsitzende Yasmin Fahimi offen – nimmt aber die Arbeitgeber in die Pflicht.In der Debatte über die geplante Rentenreform schlägt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) als zusätzliche Altersversorgung eine verpflichtende Betriebsrente vor. Der DGB sei dafür, „dass es eine verpflichtende betriebliche Alterssicherung für alle gibt, und zwar mit uns als Tarifvertragsparteien“, sagte die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Diese Alterssicherung müsse zusätzlich sein und von den Arbeitgebern mindestens mitfinanziert werden.Fahimi zufolge verfügen rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland nicht über eine betriebliche Altersvorsorge – in der Regel, weil sie in Betrieben ohne Tarifbindung beschäftigt seien. Die Gewerkschaften stünden „bereit, das kollektiv für alle Beschäftigten zu regeln, und zwar auf der Basis von Tarifverträgen“, sagte sie. Bei Unternehmen, die nicht tarifgebunden seien, sei es „denkbar, die Beschäftigten unter bestimmten Bedingungen niederschwellig in die bestehenden Modelle aufzunehmen“, sagte die DGB-Vorsitzende dem RND.Lesen Sie auchKonkrete Eckpunkte kündigte Fahimi für Ende des Monats an. Sie ließ noch offen, wer genau für die Altersvorsorge bezahlen soll. Klar sei aber, dass die Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden müssten. Die betriebliche Altersvorsorge dürfe „nicht einseitig zu Lasten der Arbeitnehmer gehen“. „Deswegen würde es auch nichts nützen, die Beschäftigten dazu einseitig zu verpflichten und sie in die Arme der Versicherungswirtschaft zu treiben“, sagte Fahimi.„Ganz irrsinnig kann dieser Ansatz nicht sein“Fahimi nahm den zu erwartenden Protest vor dem Hintergrund der angespannten Finanz- und Wirtschaftslage gleich vorweg. Sie könne sich vorstellen, „dass da der Aufschrei groß sein wird und die Kritik kommt, dass noch mehr Beiträge fällig werden“, sagte sie dem RND. Aber in den meisten Ländern Europas liege der verpflichtende Rentenbeitragssatz bei 20 Prozent oder mehr und damit deutlich über den deutschen Sätzen. Oft sei der Arbeitgeberanteil dabei sogar höher als das, was die Arbeitnehmer zahlten. „Ganz irrsinnig kann dieser Ansatz also nicht sein“, sagte die DGB-Chefin.luwi/AFP
Rente: „Aufschrei wird groß sein“ – DGB fordert verpflichtende Betriebsrente für alle - WELT
Der Deutsche Gewerkschaftsbund macht den Vorschlag einer verpflichtenden Betriebsrente für alle. Wer genau dafür zahlen soll, lässt die Vorsitzende Yasmin Fahimi offen – nimmt aber die Arbeitgeber in die Pflicht.










