In der Debatte über eine Rentenreform spricht sich der Deutsche Gewerkschaftsbund für eine Betriebsrente für alle Arbeitnehmer aus. Der DGB sei dafür, „dass es eine verpflichtende betriebliche Alterssicherung für alle gibt, und zwar mit uns als Tarifvertragsparteien“, sagte die Vorsitzende Yasmin Fahimi dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).Diese Altersversorgung müsse zusätzlich zur gesetzlichen Rente kommen. Wie sie im Detail bezahlt werden soll, ließ Fahimi offen, klar sei aber: „Die betriebliche Altersvorsorge darf nicht einseitig zu Lasten der Arbeitnehmer gehen.“Yasmin Fahimi zufolge verfügen rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland nicht über eine betriebliche Altersvorsorge, in der Regel, weil sie in Betrieben beschäftigt seien, die nicht tarifgebunden sind, sagte Fahimi. In solchen Fällen wäre aus ihrer Sicht denkbar, die Beschäftigten unter bestimmten Bedingungen in die bestehenden Modelle aufzunehmen. Eckpunkte zu dem Vorschlag will der DGB Ende des Monats vorstellen.Unterstützung für ihren Vorschlag kommt vom Arbeitnehmerflügel der Union. Um das Rentenniveau zu sichern, werde man die drei Säulen der Altersvorsorgung – gesetzlich, betrieblich und privat – künftig noch vernetzter denken müssen, sagte CDA-Chef Dennis Radtke der Funke Mediengruppe. „Die betriebliche Altersversorgung verpflichtend für alle zu machen, ist daher ein richtiger Schritt.“ Es gebe schon heute funktionierende Modelle in der Chemieindustrie und anderen Tarifbereichen, die sicher für andere geöffnet werden könnten.Schon seit langem ist bekannt, dass die Rentenausgaben mit dem Übertritt geburtenstarker Jahrgänge in die Rente künftig hinter den Einnahmen zurückzufallen drohen. Die Bundesregierung will deshalb auf Basis von Vorschlägen einer Rentenkommission noch bis zum Sommer eine große Rentenreform auf den Weg bringen. (dpa)
Vorstoß zur Rentenreform: Gewerkschaftsbund fordert verpflichtende Betriebsrente für alle
Bis zur Sommerpause will die schwarz-rote Koalition grundlegende Reformen auf den Weg bringen – auch die Rente ist Thema. Die Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbunds hat einen Vorschlag.










