Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, den Konsum von Cannabis in der Öffentlichkeit wieder zu verbieten – und fordert eine generelle Kehrtwende der Teillegalisierung, die die vorherige Bundesregierung durchgesetzt hatte. Einen entsprechenden Antrag hat der CDU-Politiker auf der Innenministerkonferenz in Hamburg eingebracht. Darin enthalten ist auch die Forderung, die Besitzmenge von 25 Gramm, die eine Person als Eigenbedarf mitführen darf, deutlich herabzusetzen.Poseck beruft sich auf den zweiten Zwischenbericht zur Evaluation des Konsumcannabisgesetzes. „Das Gesetz der Ampel war ein Fehler“, meint der Minister. „Es hat in der Praxis erheblichen Schaden angerichtet. Die Legalisierung von Cannabis bedeutet für die Polizei deutlich erschwerte Kontrollmöglichkeiten. Zudem boomt der Schwarzmarkt für Cannabis.“ Illegale Marktstrukturen im organisierten Handel bestünden fort. Zugleich belege der Bericht, „dass 98,8 Prozent aller Konsumenten mit ihrem Sieben-Tages-Bedarf die legale Besitzmenge von 25 Gramm nicht annähernd erreichen“. 25 Gramm entsprächen rund 83 Joints. „Diese Freimenge ist schlicht zu hoch und fördert den missbräuchlichen Straßenhandel.“Zudem begrenzt das derzeitige Cannabiskonsumgesetz nach Posecks Ansicht die Möglichkeit, illegalen Drogenhandel zu bekämpfen. „Im Kampf gegen den Drogenhandel und organisierte Kriminalität brauchen die Strafverfolgungsbehörden rechtssichere und praktikable Instrumente.“ Stattdessen werde die Arbeit der Polizei und Justiz deutlich erschwert. Zu den Verlierern gehören zudem insbesondere Jugendliche, die aufgrund der Teillegalisierung deutlich seltener an Frühinterventionsprogrammen teilnähmen.