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Ölpreis aktuell: US‑Iran-Abkommen stockt – Ölpreise legen leicht zu Die Ölpreise steigen nach dem jüngsten Rückgang leicht. Gleichzeitig gerät das US‑Iran-Rahmenabkommen ins Stocken. Unklarheit über Gespräche und Hormus-Regeln bremst den Schiffsverkehr.
Sören Imöhl 19.06.2026 - 14:09 Uhr Lesen Sie hier aktuelle News und die neuesten Nachrichten von heute zum aktuellen Ölpreis. Foto: Eli Hartman/Odessa American/AP/dpa19. Juni 2026 – US‑Iran-Abkommen stockt: Ölpreise legen leicht zuDie Ölpreise haben ihre Talfahrt vorerst gestoppt und am Freitag wieder leicht zugelegt, wie die dpa berichtet. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August am Morgen 80,47 US‑Dollar – ein Plus von 0,8 Prozent zum Vortag. Tags zuvor war der Preis für Brent zeitweise unter die Marke von 77 Dollar gefallen.Für zusätzliche Unsicherheit an den Energiemärkten sorgt die politische Lage nach dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges. Eigentlich sollten Delegationen beider Staaten am Freitag in der Schweiz zu weiteren Gesprächen zusammentreffen. Doch US‑Vizepräsident JD Vance werde nicht anreisen, sagte ein Regierungsbeamter in Washington. Ob und wann die Reise nachgeholt wird, ist offen – ebenso die Teilnahme der iranischen Seite.Die Schweizer Regierung sagte am Freitagmorgen die erste Gesprächsrunde zur Ausgestaltung des Rahmenabkommens ab. Gründe für die Absage wurden nicht genannt. Damit bleibt unklar, wie es mit der politischen Entspannung weitergeht – ein Faktor, der für die Öl- und Gasmärkte angesichts der Rolle des Iran besonders sensibel ist.USA-Iran-Abkommen Dieser Deal ist kein Triumph für Trump – sondern für Teheran Kommentar von Sonja ÁlvarezParallel dazu hoben die USA nach Militärangaben ihre wochenlange Seeblockade iranischer Häfen auf. Im Gegenzug sieht das Abkommen eine freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus vor, die als Nadelöhr für den weltweiten Öl- und Gastransport gilt und seit Monaten blockiert war. Trotz der formalen Öffnung verläuft der Schiffsverkehr dort bislang jedoch nur verhalten.Im Rahmenabkommen ist zudem festgelegt, dass der Iran nach 60 Tagen kostenfreien Schiffsverkehrs in Abstimmung mit dem Anrainerstaat Oman die Regeln für weitere Durchfahrten neu definieren kann. Dieser Passus birgt Konfliktpotenzial – und hält die Unsicherheit über die künftige Verlässlichkeit der Route durch die Straße von Hormus hoch.18. Juni 2026 – Ölpreise rutschen ab: Markt zweifelt an Dauer der EntspannungDie Ölpreise sind am Donnerstag weiter unter Druck geraten. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August zuletzt 77,67 US-Dollar – rund 2,4 Prozent weniger als am Vortag. Damit setzt sich die jüngste Schwächephase am Ölmarkt fort, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.Bereits am Mittwoch hatten sich die Ölpreise im Tagesverlauf zunächst etwas erholt. Am Nachmittag beschleunigte sich diese Gegenbewegung, nachdem neue Daten zu den amerikanischen Lagerbeständen veröffentlicht wurden. Die Ölreserven in den USA waren in der vergangenen Woche erneut gesunken – ein Signal für eine solide Nachfrage, das den Preisen zunächst Auftrieb gab. Bis zum Abend drehten die Kurse allerdings wieder ins Minus.Für zusätzliche Bewegung sorgt ein geopolitischer Schritt: Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran tritt nach Angaben des Vermittlerstaats Pakistan mit sofortiger Wirkung in Kraft. Teheran werde die strategisch wichtige Straße von Hormus „unverzüglich wieder öffnen“, während die USA im Gegenzug die Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufheben, erklärte Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif in der Nacht auf Donnerstag auf X. Zuvor hatten US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian die Vereinbarung unterzeichnet.„Der einfache Teil war, eine Einigung zu erzielen – der schwierigere ist, zu bestimmen, wie viel von der Störung der vergangenen Monate dauerhaft bleibt“, sagte Haris Khurshid, Investmentchef von Karobaar Capital, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Damit rückt die Frage in den Fokus, ob die Handelsströme aus der Region Persischer Golf rasch zum alten Muster zurückkehren – oder ob sich neue Routen verfestigen.Die US-Großbank Goldman Sachs rechnet inzwischen damit, dass sich die Ölausfuhren aus der Region bis Ende des kommenden Monats normalisieren. Zuvor waren die Analysten von einer Normalisierung erst bis Ende August ausgegangen. Vollständig geschlossen sieht die Bank die Lücke aber nicht: Den Experten zufolge könnten die Lieferströme lediglich auf etwa 70 Prozent des Vorkriegsniveaus steigen. Ein Grund dafür seien alternative Exportwege, die Produzenten inzwischen aufgebaut haben und nun weiter nutzen – mit Folgen für Angebotsstruktur und Preisbildung am globalen Ölmarkt.17. Juni 2026 – Ölpreise erholen sich leicht von MehrmonatstiefDie Ölpreise haben sich am Mittwoch nach dem deutlichen Rückgang vom Vortag zunächst gefangen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete zuletzt rund 79 US‑Dollar und lag damit leicht über dem Niveau vom Dienstagabend. In der Nacht war der Preis für Brent-Öl bis auf 78,06 Dollar gefallen – den niedrigsten Stand seit Anfang März, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.Damit notiert Brent inzwischen nur noch etwa neun Prozent über dem Niveau vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs. Nach dem Angriff Israels und der USA hatte der Iran die für den globalen Gas- und Ölhandel zentrale Straße von Hormus blockiert. In der Spitze trieb diese Eskalation den Rohölpreis Ende April auf über 126 Dollar je Barrel.Seither haben wachsende Erwartungen an ein Ende des Krieges und eine mögliche Freigabe der Straße von Hormus den Risikoaufschlag am Ölmarkt sukzessive abgebaut. Zuletzt einigten sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Konflikts.Trotz der jüngsten Verluste rechnet Thu Lan Nguyen, Rohstoffexpertin der Commerzbank, kurzfristig nur mit begrenztem weiterem Abwärtspotenzial. „Einerseits gehen wir davon aus, dass die weiteren Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein neues Atomabkommen überaus holprig verlaufen dürften“, schreibt Nguyen in einer Analyse vom Vortag. Andererseits werde es selbst bei einer nachhaltigen Öffnung der Straße von Hormus längere Zeit dauern, bis sich der Schiffsverkehr und damit die Energieexporte aus der Golfregion wieder normalisiert haben.15. Juni 2026 – Ölpreise fallen nach USA-Iran-Einigung: Brent rutscht auf 83 Dollar, WTI auf 80 DollarDie Ölpreise sind infolge des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran deutlich gefallen. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, gab die weltweite Referenzsorte Brent mit Lieferung im August um knapp fünf Prozent auf 83 US-Dollar je Barrel (159 Liter) nach – der tiefste Stand seit dem 10. März. Die US-Sorte WTI mit Lieferung Ende Juli sackte um fast sechs Prozent auf gut 80 Dollar pro Fass ab.Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatte Teheran die Schifffahrt in der Straße von Hormus mit Drohungen und Angriffen weitestgehend zum Erliegen gebracht, woraufhin die Energiepreise weltweit stiegen. Die Meerenge ist von entscheidender Bedeutung für den Export von Öl und Flüssiggas aus den rohstoffreichen Staaten am Persischen Golf. In Folge der Sperrung kostete Brent zwischenzeitlich mehr als 120 Dollar je Barrel.Entsprechend erleichtert reagiert auch die deutsche Handelsschifffahrt. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR), Martin Kröger, sagte: „Die Signale aus den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran machen auch der Schifffahrt Hoffnung.“ In der Nacht zu Montag war bekanntgeworden, dass sich beide Seiten verständigt haben, den Krieg beizulegen. Am Freitag soll in Genf eine Vereinbarung unterzeichnet werden. Teil der Verhandlungen war die Straße von Hormus, die seit Kriegsbeginn Ende Februar weitgehend blockiert ist.US-Präsident Donald Trump stellte in Aussicht, dass die für den Öl- und Gashandel zentrale Meerenge nach Unterzeichnung des Abkommens wieder für den Verkehr geöffnet werde. Kröger betonte aber, dass sich erst zeigen müsse, ob die Passage dauerhaft wieder sicher möglich werde. „Wir sind aber vorsichtig optimistisch.“ Nach Angaben des VDR aus Hamburg sitzen noch 46 Schiffe deutscher Reedereien mit rund 1000 Seeleuten im Persischen Golf fest.Auch die UN-Sonderorganisation für Seeschifffahrt (IMO) lobte die Bemühungen, den Konflikt im Nahen Osten beizulegen. Nach deren Angaben gab es seit Kriegsbeginn 46 bestätigte Angriffe auf Handelsschiffe in der Region, bei denen 14 Seeleute starben. Trotz des Abkommens bewertet der internationale Schifffahrtsverband Bimco die Sicherheitslage in der Straße von Hormus weiter als instabil – eine Durchfahrt sei nach wie vor sehr riskant.12. Juni 2026 – Ölpreise fallen auf 90-Dollar-Marke zurückDie Ölpreise haben am Freitag erneut deutlich nachgegeben – getrieben von der Erwartung, dass die USA und der Iran bald ein Rahmenabkommen erreichen könnten. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, rutschte die Nordseesorte Brent weiter unter die Marke von 90 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Mittag kostete der August-Kontrakt 86,26 Dollar – mehr als drei Prozent weniger als am Vorabend und so niedrig wie seit Mitte April nicht mehr.Noch am Donnerstag war Brent zeitweise nahe 95 Dollar gehandelt worden. Dann sagte US-Präsident Donald Trump den zuvor angekündigten Angriff auf den Iran ab. Zugleich stellte er erneut ein baldiges Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges in Aussicht – ein Signal, das die Notierungen spürbar unter Verkaufsdruck setzte. Aus dem Iran folgte allerdings umgehend ein Dementi.Seit Wochen verhandeln Vertreter aus Washington und Teheran über ein dauerhaftes Kriegsende, seit gut zwei Monaten gilt eine brüchige Waffenruhe. Vor einem möglichen Rahmenabkommen lagen die Positionen zuletzt weiterhin deutlich auseinander. Ende Februar hatte der Iran-Krieg mit Angriffen der USA und Israels begonnen.Analysten des in Chicago ansässigen Hedgefonds Karobaar Capital sehen einen Stimmungswandel am Markt: Zunehmend setzten Händler darauf, dass beide Seiten bei einem Scheitern mehr zu verlieren hätten als bei einem Kompromiss. Investoren betrachteten ein Platzen der Gespräche demnach nicht mehr als wahrscheinlichstes Szenario. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! 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