Startseite
Finanzen
Ölpreis aktuell: Zweifel über schnelle Öffnung der Straße von Hormus Die USA und Iran signalisieren Fortschritte. Doch eine schnelle und dauerhafte Öffnung der Meerenge bleibt fraglich. Die Ölpreise fallen unter eine wichtige Marke.
Lesen Sie hier aktuelle News und die neuesten Nachrichten von heute zum aktuellen Ölpreis. Foto: Eli Hartman/Odessa American/AP/dpa5. August 2026 – Zweifel über schnelle Öffnung der Straße von Hormus; Ölpreise fallen unter 80-Dollar-MarkeNach Ankündigungen der USA und des Irans über Fortschritte hin zu einer Lösung im Konflikt um die Straße von Hormus bleiben Zweifel an einer schnellen Übereinkunft, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstagabend (Ortszeit) von einer Öffnung der Meerenge am Mittwoch oder Donnerstag gesprochen. Aus Teheran hieß es laut dem Staatssender Press TV, man verhandle erfolgreich mit dem anderen Anrainerstaat der Meerenge, dem Oman. Zugleich wurde betont, dass dies noch keine zügige Öffnung der Straße von Hormus bedeute. Die Ölpreise gaben in der Folge nach und fielen wieder unter die Marke von 80 Dollar.Zweifel an einer schnellen und nachhaltigen Öffnung ergeben sich auch aus dem monatelangen diplomatischen Hin und Her zwischen Iran und den USA. Bereits das Mitte Juni ausgehandelte Rahmenabkommen hatte vorgesehen, die Straße von Hormus für die Schifffahrt freizumachen. Die entsprechenden Formulierungen blieben jedoch vage. Kurz nach der Einigung griffen die iranischen Revolutionsgarden Schiffe an, deren Durchfahrt Teheran nicht genehmigt hatte. Darauf folgte ein massiver Beschuss iranischer Ziele durch das US-Militär. Die iranischen Streitkräfte griffen anschließend erneut US-Ziele in der Region an.4. August 2026 – Ölpreise stabilisieren sichUS-Präsident Donald Trump setzt dem Iran ein neues, eng befristetes Ultimatum – parallel eskaliert die Lage in der Straße von Hormus weiter. Vor der Küste des Omans ist erneut ein Handelsschiff attackiert worden, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Ein „unbekanntes Geschoss“ habe den Frachter rund 37 Kilometer nordöstlich des Ortes Al Khasab getroffen, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit.Trump knüpft die laufenden Gespräche mit Teheran an eine klare Bedingung: Die strategisch zentrale Meerenge soll bis Dienstag vollständig für den Schiffsverkehr geöffnet werden – auf jenen Zustand also, der vor Ausbruch des Iran-Kriegs gegolten hatte. Eine Rückkehr zum Vorkriegszustand hat die iranische Führung jedoch wiederholt abgelehnt. Der US-Präsident bezeichnet die diplomatischen Kontakte dennoch als „letzte Chance“Angesichts der festgefahrenen Fronten im Iran-Krieg baut Trump damit eine neue Drohkulisse auf. „Das ist eine letzte Chance für sie, ein gutes Dokument zu unterzeichnen“, sagte er mit Blick auf Teheran. Die US-Regierung hatte in der Vergangenheit mehrfach scharf gedroht, diese Drohungen jedoch nicht immer in die Tat umgesetzt. Wie weit die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran tatsächlich fortgeschritten sind, bleibt offen.Trump hatte für Montag neue Gespräche angekündigt und nach eigener Darstellung einen massiven Militärschlag zunächst gestoppt. Er sprach vom größten Angriff des US-Militärs „seit dem Zweiten Weltkrieg“, der vorerst ausgesetzt worden sei, um den Verhandlungen mit dem Iran Raum zu geben. Auf iranischer Seite war davon zunächst wenig zu spüren. Außenamtssprecher Ismail Baghai berichtete lediglich von bilateralen Gesprächen mit dem Oman über einen gemeinsamen vorläufigen Schifffahrtskorridor in der Straße von Hormus. Trump warf Teheran daraufhin auf der Plattform Truth Social vor, nicht ehrlich zu agieren.3. August 2026 – Ölpreise fallen nach abgesagtem Iran-Angriff deutlichDer Ölpreis ist nach dem von US-Präsident Donald Trump gestoppten Militärschlag gegen den Iran deutlich unter Druck geraten, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Demnach kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Oktober am Montagmorgen etwas mehr als 83 US-Dollar – rund sieben Prozent weniger als zuvor. Auslöser war Trumps Entscheidung, den von ihm als „größten Angriff des US-Militärs seit dem Zweiten Weltkrieg“ bezeichneten Einsatz vorerst auszusetzen, um neuen Verhandlungen mit Teheran Raum zu geben.An den Aktienmärkten in Ostasien sorgte der niedrigere Ölpreis zunächst jedoch kaum für Auftrieb. Bis 12:30 Uhr (Ortszeit) rutschte der südkoreanische Leitindex Kospi um knapp fünf Prozent ab, der japanische Nikkei 225 verlor 1,7 Prozent. Die schwache Entwicklung führen Experten vor allem auf wachsende Zweifel zurück, ob der Boom rund um Künstliche Intelligenz in diesem Tempo anhalten kanIn Hongkong reagierte der Markt dagegen nur verhalten: Der Leitindex Hang Seng legte am Montag um 0,2 Prozent zu. Auf dem chinesischen Festland überwogen die Verluste, der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten notierte rund 0,8 Prozent im Minus. Damit zeigt sich: Die geopolitische Entspannung beim Thema Iran und der fallende Ölpreis reichen nicht aus, um die Sorgen der Anleger über eine mögliche Abkühlung des KI-Hypes zu überdecken.29. Juli 2026 – Ölpreise steigen nach mehreren VerlusttagenDie Preise für Rohöl sind am Mittwoch nach mehreren Verlusttagen wieder gestiegen. Nachdem der Iran erstmals seit US-Angriffsstopp ballistische Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert hatte, legten die Notierungen kräftig zu, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Rohöl der Sorte Brent mit Lieferung im September verteuerte sich auf 87,15 US-Dollar je Barrel, fast vier Prozent mehr als am Vortag. Zuvor war der Preis drei Handelstage in Folge gefallen, nachdem er in der Vorwoche zeitweise über 100 Dollar gestiegen war.Nach Angaben des Nachrichtenportals „Axios“ flogen iranische Raketen in der Nacht in Richtung eines US-Stützpunkts in Jordanien. Alle Geschosse konnten abgefangen werden, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. US-Streitkräfte griffen im Irak derweil nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Verbündeten Saudi-Arabien Ziele an, die dem Iran nahestünden.Am Ölmarkt wird laut RBC Capital Markets vorerst nicht mit einer Entspannung für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus gerechnet: „Die anhaltende Bedrohung durch Raketen, Minen, Drohnen und Maßnahmen Teherans wird einen erheblichen Teil des Schifffahrtsmarktes davon abhalten, sich zu engagieren“, heißt es vonseiten der Investbentbank RBC Capital Markets.23. Juli 2026 – Ölpreise legen weiter zuDer Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent ist am Donnerstag auf 100 Dollar je US-Barrel (159 Liter) gestiegen. Damit setzt sich der Preisanstieg angesichts der anhaltenden Angriffe im Iran-Krieg fort, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.Noch Anfang Juli war der Brent-Preis zeitweise bis auf rund 70 Dollar gefallen. Seitdem dominiert erneut die Eskalation des Iran-Kriegs die Preisbildung an den Ölmärkten. Für zusätzlichen Druck sorgt ein Angriff im Roten Meer: Von Teheran unterstützte Huthi-Milizen erklärten, sie hätten zwei saudi-arabische Tankschiffe attackiert. Das verschärft den ohnehin angespannten Nahostkonflikt und schürt die Furcht vor gravierenden Störungen der Ölversorgung.Folgen des Iran-Kriegs Die Ölknappheit ist nur der Anfang der Krise von Sebastian SchugParallel weiteten die USA ihre Militärschläge gegen den Iran aus. In der Nacht flog das US-Militär nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle gegen Ziele im Land. Die Operation habe rund fünf Stunden gedauert und sei um 22:30 Uhr US-Ostküstenzeit (6:00 Uhr Ortszeit im Iran) beendet worden, teilte das Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Im Visier standen demnach Raketen- und Drohnenlager, Küstenüberwachungsanlagen sowie Teile der Flugabwehr. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern. Es war bereits die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA Ziele in der Islamischen Republik bombardierten.Der Konflikt um die strategisch zentrale Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Flüssiggas-Handels läuft, hat den Iran-Krieg seit Anfang des Monats erneut eskalieren lassen. US-Medien berichten seit Tagen über Hinweise auf eine mögliche Ausweitung der Luftschläge – darunter die Verlegung zusätzlicher Kampfflugzeuge in die Region.Trotz des jüngsten Preissprungs liegt Brent noch klar unter dem bisherigen Jahreshoch von rund 126 Dollar je Barrel, das Ende April markiert wurde. Damals hatte der Beginn des Iran-Kriegs durch die USA und Israel den Ölpreis in kurzer Zeit deutlich nach oben getrieben. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick








